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Stiftung für ehemalige Heimkinder beschlossen

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BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung vom 19. Oktober die Stiftung "Anerkennung und Hilfe" beschlossen. Ab Anfang 2017 sollen die von Bund, Ländern und Kirchen zugesicherten Hilfen an die ehemaligen Opfer von Gewalt und Missbrauch in früheren Heimen der Behindertenhilfe ausgezahlt werden. Darauf hat der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer hingewiesen.



Während es für die Betroffenen eine gute Nachricht ist, dass nach jahrelangem Gezerre endlich der Weg für die Anerkennung und Hilfe ihres Leides und ihrer Misshandlungen geebnet ist, bleibt die Kritik der Ungleichbehandlung vor allem bei den Rentenersatzleistungen im gefundenen Kompromiss der verschiedenen Akteure bestehen. Was in Reden und Veröffentlichungen nämlich gerne verschwiegen wird ist: Während ehemalige Heimkinder aus Einrichtungen der Jugendhilfe je nach der Dauer ihrer Zwangsarbeit ohne Rentenversicherung bis zu 25.200 Euro bekommen können, bekommen Menschen, die in Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien unversichert arbeiten mussten, maximal 5.000 Euro. Man könnte daraus also den Schluss ziehen, dass die Arbeit behinderter Menschen auch im heutigen Denken der Bundes-, Landesregierungen und Kirchen nicht einmal ein Fünftel dessen Wert ist, was die Arbeit Nichtbehinderter ist. Ein fatales Zeichen finden nicht nur viele der ehemaligen Heimkinder.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat bereits eine Internetseite mit Informationen über die Stiftung und die Leistungen eingerichtet.

Link zu weiteren Infos über die Stiftung und die Leistungen