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Mehr als Dach überm Kopf

Irmgard Badura
Irmgard Badura
Foto: FOTOSTUDIO LAUER

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MüNCHEN (KOBINET)

MüNCHEN (KOBINET) Immer mehr Menschen mit Behinderung berichten der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung über Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche. Deshalb haben Irmgard Badura und die Bayerische Architektenkammer zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Wohnen – Mehr als ein Dach über dem Kopf" im Haus der Architektur in München eingeladen. Gemeinsam mit Planern, Architekten, Menschen mit und ohne Behinderung, informierte Badura jetzt in einer Pressemitteilung, wurde über Möglichkeiten diskutiert, wie inklusives Wohnen Wirklichkeit werden kann.



„Es geht den Menschen um viel mehr als nur um Wohnen. Sie wollen Teil der Gemeinschaft vor Ort sein. Selbständig Einkaufen, ins Café gehen oder mit dem Bus zur Arbeit fahren. Viele Dinge, die für Menschen ohne Beeinträchtigung selbstverständlich sind, bereiten uns Menschen mit Behinderung Probleme“, so Irmgard Badura und weiter: „Die Themen Wohnen und gemeinsam Leben vor Ort müssen viel stärker auch aus der Perspektive von uns Menschen mit Behinderung geplant und umgesetzt werden. Dazu müssen unterschiedliche Planer zusammenarbeiten. Gefragt ist Kreativität, die auch einmal althergebrachte Ab-läufe hinterfragen muss. Zur bestmöglichen Unterstützung der erforderlichen Abstimmungsprozesse leistet die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer mit ihren kostenfreien Erstberatungen einen wertvollen Beitrag.“

Die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Christine Degenhart, betonte: „Barrierefreiheit – ganz gleich ob es sich um Anforderungen an einzelne Gebäude, das Quartier, den städtischen Raum, die Gestaltung von Frei- und Landschaftsräumen oder um digitale Medien handelt – verfolgt ein Ziel: unsere Räume und Medien sollen sich für alle Menschen, ganz gleich ob ohne oder mit Einschränkungen, öffnen. Um oftmals gegensätzliche Interessen zusammenzuführen und niemanden von der selbständigen Nutzung des gemeinsamen Lebensumfelds auszuschließen, müssen die Bedürfnisse im Dialog zwischen Bauherren, Planern und Betroffenen abgestimmt werden. Der gute Kompromiss sollte für die Umsetzung gemeinsames Ziel sein.“

Architektinnen und Architekten seien für diesen Dialog gut gerüstet, meint Degenhart: „Sie haben gelernt, die vielen Anforderungen an Gebäude, Freiräume, Verkehrsanlagen und Städte, die meist komplex und oft auch widersprüchlich sind, miteinander zu verknüpfen und zu einem optimierten Ergebnis zu führen.“