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Menschen mit Down-Syndrom forschen

Forscher auf der Projekt-Seite
Forscher auf der Projekt-Seite
Foto: TOUCHDOWN 21

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Foto: TOUCHDOWN 21

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Foto: TOUCHDOWN 21

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Foto: TOUCHDOWN 21

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Foto: TOUCHDOWN 21

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Forscher auf der Projekt-Seite
Foto: TOUCHDOWN 21

BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Im Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" wurde ein Projekt prämiert, in dem Menschen mit Down-Syndrom zu Forschern werden. Wie Inklusion in der Wissenschaft funktionieren kann, macht das Projekt "TOUCHDOWN 21" vor, in dem Menschen mit und ohne Down-Syndrom die Trisomie 21 erforschen. "Die Ergebnisse präsentieren wir auf unserer Internetplattform. Unser Ziel ist es, dort alle verfügbaren Informationen rund um das Down-Syndrom zu sammeln und Experten aus diesem Bereich zu vernetzen", sagt heute in einer Pressemitteilung Humangenetikern Dr. Katja de Bragança, die das Forschungsprojekt ins Leben gerufen hat.



Einfache Regeln für die Zusammenarbeit

„Forscher, die bei unserem Projekt mitmachen wollen, müssen in der Lage sein, ihre Arbeit in verständlicher Sprache zu erklären“, so de Bragança. Zusammen mit dem Psychologen und Pädagogen Prof. André Zimpel von der Universität Hamburg sind die Mitarbeiter von TOUCHDOWN 21 etwa der Frage nachgegangen, wie Menschen mit Trisomie 21 lernen. Dabei zeigt sich bei mathematischen Fragestellungen: Rechnen die Betreffenden in Zweier-Einheiten statt in Fünferreihen wie sonst üblich, fallen ihnen die Aufgaben viel leichter. Ein anderes Projekt, mit dem sich die Mitarbeiter von TOUCHDOWN 21 beschäftigen, erforscht das Leben von Zwillingen, von denen der eine das Down-Syndrom hat und der andere nicht.

Die Ergebnisse finden sich in verständlicher Sprache auf der Website touchdown21.info wieder. Geschrieben werden sie von den Mitarbeitern mit Down-Syndrom. „Wir erklären es so, dass es jeder versteht – ob Betroffene, Wissenschaftler oder Laien“, sagt die Online-Redakteurin Anne Leichtfuß. Sie begleitet das Projekt als Fachfrau für „verständliche und klare Sprache“. Und nicht nur wissenschaftliche Informationen gibt es auf der Plattform. Im Bereich „Mein Alltag“ können Interessierte lesen, wie Menschen mit Down-Syndrom leben – was sie glücklich macht, wie sie wohnen oder wo sie gerne arbeiten.

Mehr Inklusion möglich machen

Inklusion ist noch längst keine Selbstverständlichkeit. Vielen Menschen mit Behinderungen wird nur eine Tätigkeit in speziellen Werkstätten angeboten. Ein Wechsel in den regulären Arbeitsmarkt ist kaum möglich. Leichtfuß: „Ich würde mir wünschen, dass die Berufsberatungen in Förderschulen Menschen mit Down-Syndrom auch andere berufliche Möglichkeiten aufzeigen. Um zu entscheiden, ob ich mir zutraue, beispielsweise in einem Hotel oder einer Praxis zu arbeiten, muss ich mir ein Bild von den vorhandenen Optionen machen können.“