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Bezahlbarer Impfschutz für jedes Kind!

A Fair Shot: Kind wird geimpft
A Fair Shot: Kind wird geimpft
Foto: Ärzte ohne Grenzen

BERLIN (KOBINET) Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat heute von den Pharmakonzernen Pfizer und GlaxoSmithKline (GSK) nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse deutliche Preissenkungen ihrer Pneumokokken-Impfstoffe gefordert. An meist durch Pneumokokken ausgelöster Lungenentzündung sterben jährlich fast eine Million Kinder unter fünf Jahren, so viele wie an keiner anderen Infektionskrankheit weltweit. Derzeit gibt es für diese Altersgruppe nur die Impfstoffe von Pfizer und GSK gegen Lungenentzündung. Diese sind jedoch für die Gesundheitssysteme vieler ärmerer Länder zu teuer.

"Pfizer und GlaxoSmithKline haben mit ihren Blockbuster-Impfstoffen gegen Lungenentzündung schon mehr als 28 Milliarden US-Dollar Umsatzerlöse erzielt", erklärt Marco Alves von der Medikamentenkampagne der Ärzte ohne Grenzen. "Der hohe Preis ist gut für die Firmenbilanz, aber verheerend für viele Kinder in ärmeren Ländern, die dadurch nicht geschützt werden können. Wir fordern Pfizer und GSK auf, den Preis je Kind auf fünf US-Dollar für die drei notwendigen Dosen zu senken."

Derzeit liegt der weltweit niedrigste Preis für die Immunisierung eines Kindes bei knapp zehn US-Dollar. Er gilt nur für die ärmsten Länder, die den Impfstoff über die globale Impfallianz Gavi beziehen. In den Jahren 2011 bis 2015 war allein der Pneumokokken-Impfstoff für die Hälfte aller Ausgaben von Gavi für Impfstoffe verantwortlich. Deutschland hat im vergangenen Jahr den Beitrag an Gavi auf 600 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre erhöht. "Deutschland sollte auch im Interesse eines effizienten Einsatzes von Steuergeldern ein Interesse daran haben, dass Pfizer und GlaxoSmithKline ihre Impfstoffpreise drastisch senken. Wir rufen alle auf, unsere Petition zu unterstützen und Druck auf die Pharmaunternehmen auszuüben", sagt Alves. Pfizer und GSK werden mit dieser Petition aufgefordert, den Preis ihrer Impfstoffe für ärmere Länder und humanitäre Organisationen auf fünf US-Dollar pro Kind zu senken.

BERLIN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sbcqtuv