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Simone Fischer: SPD-Ankündigung zu Pflegeneuordnungsgesetz muss mit Entlastungen folgen

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Berlin (kobinet)

Anlässlich der Ankündigung der SPD-Bundestagsfraktion vom 22. Oktober 2026, das Pflegeneuordnungsgesetz im parlamentarischen Verfahren nachzubessern, fordert Simone Fischer, pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, konkrete Maßnahmen. Pflegebedürftige und ihre Familien könnten sich keine weiteren Verzögerungen leisten, betonte Fischer. Notwendig seien eine wirksame Begrenzung der Pflegekosten und eine gerechte Finanzierung der Pflege.

Simone Fischer verlangt, dass die SPD ihren Ankündigungen Taten folgen lasse. Ein Pflegedeckel und ein solidarischer Finanzausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung müssten in das anstehende Gesetzgebungsverfahren aufgenommen werden. Zudem dürfe die geplante Streichung des eigenständigen Anspruchs auf Verhinderungspflege nicht umgesetzt werden. "Wer pflegende Angehörige stärken will, darf ihnen nicht die Unterstützung im Alltag zusammenstreichen", so die Grünen-Politikerin.

Die pflegepolitische Sprecherin mahnt, dass zentrale Entscheidungen nicht weiter auf eine Kommission verschoben werden dürfen. Die SPD müsse ihre Möglichkeiten als Regierungsfraktion nutzen, damit aus den angekündigten Nachbesserungen spürbare Entlastungen werden. Je früher Pflegebedürftige eine Begrenzung ihrer Pflegekosten erhielten und pflegende Angehörige entlastet würden, umso besser.

Nachdem das Bundeskabinett bereits einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen hat, findet die Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Neuordnung der Pflegeversicherung (Pflegeneuordnungsgesetz) in der nächsten Sitzungswoche des Bundestags am 5. November 2026 ab 9:00 Uhr statt.

Link zu weiteren Infos zur geplanten Reform der Pflegeversicherung und zum Gesetzentwurf

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