Staufen (kobinet)
Philippe Sands ist ein bekannter Mann.
Er hat einen Preis bekommen.
Der Preis heißt: Friedens-Preis vom Deutschen Buch-Handel.
Das ist ein Preis für Menschen.
Die Menschen arbeiten für den Frieden.
Der Deutsche Buch-Handel ist eine Gruppe.
Die Gruppe besteht aus Buch-Händlern.
Buch-Händler verkaufen Bücher in Deutschland.
Philippe Sands sagt etwas.
Er sagt: Deutschland kritisiert Israel zu wenig.
Das findet er nicht gut.
Philippe Sands sagt auch:
Ich finde das auch nicht gut.
Aber ich sage nicht:
Israel macht Völkermord.
Völkermord bedeutet: Viele Menschen werden getötet.
Das passiert mit Absicht.
Das kann ich nicht beurteilen.
Ich finde etwas anderes schlimm.
Jüdische Menschen in Deutschland haben Angst.
Manche Menschen beschimpfen sie.
Manche schlagen sie.
Das passiert, weil sie jüdisch sind.
Sie zeigen: Ich bin jüdisch.
Das nennt man Anti-semitismus.
Anti-semitismus bedeutet: Hass gegen jüdische Menschen.
Das ist sehr schlimm.
Hör-Tipp
Es gibt einen Podcast.
Podcast bedeutet: Eine Sendung im Internet.
Du kannst die Sendung hören.
Der Podcast heißt: Lanz und Brecht.
In Folge 266 geht es um Anti-semitismus.
Es gibt zwei Erklärungen dafür.
Die erste Erklärung heißt IHRA.
IHRA ist eine Gruppe.
Die Gruppe kommt aus vielen Ländern.
IHRA erklärt, was Anti-semitismus ist.
IHRA bedeutet: International Holocaust Remembrance Alliance.
Holocaust bedeutet: Viele jüdische Menschen wurden getötet.
Das passierte im Zweiten Welt-Krieg.
Die zweite Erklärung heißt: Jerusalemer Erklärung.
Die Jerusalemer Erklärung sagt auch:
Das ist Anti-semitismus.
Sie erklärt es genauer.
Im Podcast geht es auch um Post-Kolonialismus.
Post-Kolonialismus bedeutet:
Ein Land hat früher ein anderes Land beherrscht.
Heute denkt das Land darüber nach.
War das gut oder schlecht?
Es gibt ein Gespräch mit einem Historiker.
Ein Historiker erforscht die Vergangenheit.
Er untersucht, was früher passiert ist.
Der Historiker heißt A. Dirk Moses.
Er spricht über das Wort Genozid.
Genozid bedeutet: Viele Menschen werden getötet.
Das passiert mit Absicht.
Genozid ist ein anderes Wort für Völkermord.
Er erklärt, woher das Wort kommt.
Er erklärt, was es heute bedeutet.
Das Gespräch gibt es beim Deutschlandfunk.
Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Zwei Paar Schuhe? Aber gewiss doch! - Der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, der Jurist und Publizist Philippe Sands, nannte die Zurückhaltung der offiziellen deutschen Politik mit Kritik bezüglich Israel und Gaza-Krieg "unanständig". Diesem Urteil schließe ich mich an. Ohne deshalb vorschnell zu urteilen, die Regierung Israels begehe an den palästinensischen Einwohnern des Gazastreifens "Genozid", betreibe dort Völkermord. Dies zu beurteilen, sehe ich mich nicht imstande.
Empörend, um nicht zu sagen unerträglich, finde ich, wenn ich höre, dass jüdische Deutsche (z.B. Studierende in Berlin) nicht nur verbale Anfeindungen, sondern auch tätliche Angriffe befürchten müssen, wenn sie ihr Jüdischsein durch Kleidung und Habitus öffentlich zeigen. Dies ist für mich Antisemitismus.
Spannender Hörtipp:
Zum einen der Podcast Lanz und Brecht Folge 266 über Antisemitismus, insbesondere der Unterschied zwischen der "IHRA" (International Holocaust Remembrance Alliance) – Definition des Antisemitismus und der weitaus differenzierteren "Jerusalemer Erklärung"; ebenso das Erhellende zum Begriff "Postkolonialismus" - Zum anderen hier der Link zu dem Gespräch von Deutschlandfunk mit dem australischen-deutschen Historiker A. Dirk Moses über den Begriff "Genozid, dessen Herkunft und Definition https://www.deutschlandfunk.de/genozid-in-gaza-a-dirk-moses-zur-geschichte-und-aktualitaet-des-begriffs-100.html
Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Zwei Paar Schuhe? Aber gewiss doch! - Der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, der Jurist und Publizist Philippe Sands, nannte die Zurückhaltung der offiziellen deutschen Politik mit Kritik bezüglich Israel und Gaza-Krieg "unanständig". Diesem Urteil schließe ich mich an. Ohne deshalb vorschnell zu urteilen, die Regierung Israels begehe an den palästinensischen Einwohnern des Gazastreifens "Genozid", betreibe dort Völkermord. Dies zu beurteilen, sehe ich mich nicht imstande.
Empörend, um nicht zu sagen unerträglich, finde ich, wenn ich höre, dass jüdische Deutsche (z.B. Studierende in Berlin) nicht nur verbale Anfeindungen, sondern auch tätliche Angriffe befürchten müssen, wenn sie ihr Jüdischsein durch Kleidung und Habitus öffentlich zeigen. Dies ist für mich Antisemitismus.
Spannender Hörtipp:
Zum einen der Podcast Lanz und Brecht Folge 266 über Antisemitismus, insbesondere der Unterschied zwischen der "IHRA" (International Holocaust Remembrance Alliance) – Definition des Antisemitismus und der weitaus differenzierteren "Jerusalemer Erklärung"; ebenso das Erhellende zum Begriff "Postkolonialismus" - Zum anderen hier der Link zu dem Gespräch von Deutschlandfunk mit dem australischen-deutschen Historiker A. Dirk Moses über den Begriff "Genozid, dessen Herkunft und Definition https://www.deutschlandfunk.de/genozid-in-gaza-a-dirk-moses-zur-geschichte-und-aktualitaet-des-begriffs-100.html





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