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Willis Zwischenruf zu Israelkritik und Antisemitismus

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Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet)

Zwei Paar Schuhe? Aber gewiss doch! - Der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, der Jurist und Publizist Philippe Sands, nannte die Zurückhaltung der offiziellen deutschen Politik mit Kritik bezüglich Israel und Gaza-Krieg "unanständig". Diesem Urteil schließe ich mich an. Ohne deshalb vorschnell zu urteilen, die Regierung Israels begehe an den palästinensischen Einwohnern des Gazastreifens "Genozid", betreibe dort Völkermord. Dies zu beurteilen, sehe ich mich nicht imstande.

Empörend, um nicht zu sagen unerträglich, finde ich, wenn ich höre, dass jüdische Deutsche (z.B. Studierende in Berlin) nicht nur verbale Anfeindungen, sondern auch tätliche Angriffe befürchten müssen, wenn sie ihr Jüdischsein durch Kleidung und Habitus öffentlich zeigen. Dies ist für mich Antisemitismus.

Spannender Hörtipp:

Zum einen der Podcast Lanz und Brecht Folge 266 über Antisemitismus, insbesondere der Unterschied zwischen der "IHRA" (International Holocaust Remembrance Alliance) – Definition des Antisemitismus und der weitaus differenzierteren "Jerusalemer Erklärung"; ebenso das Erhellende zum Begriff "Postkolonialismus" - Zum anderen hier der Link zu dem Gespräch von Deutschlandfunk mit dem australischen-deutschen Historiker A. Dirk Moses über den Begriff "Genozid, dessen Herkunft und Definition https://www.deutschlandfunk.de/genozid-in-gaza-a-dirk-moses-zur-geschichte-und-aktualitaet-des-begriffs-100.html

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