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10 Jahre „Inklusiv gestalten“: Regionalkonferenzen zu Architektur und Inklusion

Logo Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Foto: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

BERLIN (kobinet)

Seit 2016 veranstalten der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und die Bundesarchitektenkammer mit ihren Landeskammern die Reihe "Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung". In 24 Regionalkonferenzen in zehn Bundesländern und 15 Städten wurden seither 77 Praxisbeispiele für barrierefreie und inklusive Architektur präsentiert. Ziel der Reihe ist es, Impulse für eine gebaute Umwelt zu setzen, die allen Menschen offensteht. Die Themen der Konferenzen umfassen Wohnen, Stadtquartiere, Freiräume, Arbeit, Tourismus, Welterbe, Infrastruktur sowie das Bauen im Bestand. Im Fokus stehen dabei konkrete Lösungen, die Barrierefreiheit mit Anforderungen wie Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Denkmalschutz und Baukultur verbinden. Bisher erreichten die Veranstaltungen rund 6.500 Teilnehmende vor Ort, hinzu kommen zahlreiche Architektinnen und Architekten, die an den aufgrund der Pandemie 2020/21 online übertragenen Konferenzen teilnahmen.

Verena Bentele, VdK-Präsidentin und ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, betonte: "Als ich die Reihe ‚Inklusiv gestalten‘ vor zehn Jahren ins Leben gerufen habe, war mein Ziel klar: Barrierefreiheit muss von Anfang an mitgedacht werden. Denn wie wir unsere Umwelt gestalten, entscheidet darüber, ob Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Zukunftsorientierte Architektur und Stadtplanung schließt niemanden aus – sie ermöglicht Teilhabe für alle."

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen seit 2018, sagte: "In zehn Jahren der Regionalveranstaltungsreihe ‚Inklusiv gestalten‘ konnten wir zahlreiche Architektinnen und Architekten erreichen – das ist für uns und die Inklusion ein großer Erfolg. Von Barrierefreiheit profitieren alle, sie ist ein Qualitätsmerkmal für ein modernes, zukunftsorientiertes Land, gerade in einer älter werdenden Gesellschaft. Das muss noch vielen Entscheiderinnen und Entscheidern bewusst werden!"

Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, erklärte: "Die vergangenen zehn Jahre haben gezeigt: Gute Beispiele können Debatten verändern und konkrete Planung inspirieren. Inklusion wird dort wirksam, wo aus dem Anspruch an Teilhabe gebaute Realität wird. Dafür braucht es engagierte Bauherrinnen und Bauherren, kompetente Planende und den kontinuierlichen Austausch zwischen allen Beteiligten."

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Reihe findet am 26. Oktober 2026 die 25. Regionalkonferenz in München statt. Unter dem Titel "Inklusiv gestalten – Barrierefreiheit, Inklusion und Sport" stehen die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Sport- und Freizeiträumen sowie die Bedeutung von Architektur für gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt. Veranstalter sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, die Bundesarchitektenkammer und die Bayerische Architektenkammer. Mit der Jubiläumsveranstaltung wird der Dialog fortgesetzt, um Barrierefreiheit und Inklusion als selbstverständliche Qualitätsmerkmale guter Architektur und Stadtplanung weiter voranzubringen.

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