Erfurt (kobinet)
Das Projekt heißt: Neuro-Dem.
Das ist ein Projekt für Menschen mit besonderem Gehirn.
Ihr Gehirn arbeitet anders als bei den meisten Menschen.
Was ist Demokratie?
Alle Menschen dürfen mit-reden.
Alle dürfen mit-bestimmen.
Das Projekt kommt aus Europa.
Es heißt auch: Erasmus+ Neuro-Dem.
Erasmus+ ist ein Programm.
Es gibt Geld für Bildung und Jugend-Projekte.
Neuro-Dem bringt Forschung in die Praxis.
Praxis bedeutet: Das echte Leben.
Es geht nicht nur um Ideen.
Es geht um echte Erfahrungen.
Wer sind neuro-divergente Menschen?
Zum Beispiel Menschen mit Autismus.
Sie denken und fühlen anders.
Autismus ist keine Krankheit.
Oder Menschen mit ADHS.
Sie können sich schwer konzentrieren.
Sie können oft nicht still-sitzen.
Bisher machen neuro-divergente junge Menschen kaum bei Demokratie mit.
Das Projekt Neuro-Dem fragt:
Warum ist das so?
Was muss sich ändern?
Das Ziel von Neuro-Dem
Das Projekt will helfen.
Neuro-divergente junge Menschen sollen mit-machen können.
Sie sollen neue Ideen für Demokratie bringen.
Viele Regeln und Orte sind nicht für alle gemacht.
Deshalb können neuro-divergente Menschen oft nicht mit-machen.
Aber sie wollen sehr gerne mit-machen.
Es gibt Hindernisse für sie.
Hindernisse sind Dinge, die im Weg stehen.
Das Projekt dauert 24 Monate.
Partner aus 5 Ländern in Europa arbeiten zusammen.
Sie entwickeln eine neue Methode.
Eine Methode ist eine Anleitung.
Sie zeigt, wie man etwas macht.
Was haben die Partner heraus-gefunden?
Die Partner haben Studien gelesen.
Sie haben Menschen befragt.
Sie haben Gruppen-Gespräche gemacht.
Das Ergebnis ist:
Die Gesetze für Inklusion sind gut.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Egal, wie sie sind.
Aber in der Praxis gibt es Probleme.
Es fehlen gute Schulungen.
Bei einer Schulung lernst du etwas Neues.
Es fehlen Hilfen für Selbst-Vertretung.
Selbst-Vertretung bedeutet:
Menschen mit Behinderung sprechen selbst für sich.
109 Fach-Kräfte wurden befragt.
Fach-Kräfte sind Menschen mit besonderer Ausbildung.
Sie arbeiten mit Jugendlichen.
Sie wollen gerne helfen.
Aber ihnen fehlt das Selbst-Vertrauen.
Ihnen fehlen Werkzeuge.
Eine Werkzeug-Kiste ist eine Sammlung von Hilfen.
Ihnen fehlt Ausbildung.
Was ist noch wichtig?
Junge Menschen sollen selbst sagen, was sie brauchen.
180 neuro-divergente Menschen haben mit-gemacht.
Sie haben von ihren Erfahrungen erzählt.
Sie haben gesagt, was sie brauchen.
Ihre Antworten helfen dem Projekt.
Das Projekt entwickelt 3 Dinge:
- Ein Programm für Trainer.
- Eine Werkzeug-Kiste mit Hilfen.
- Ein Kartenspiel.
Trainer lernen damit, wie sie anderen etwas beibringen.
Das Spiel wird mit neuro-divergenten Menschen gemacht.
Im Februar 2026 gab es ein Training.
Fach-Kräfte und junge Menschen haben mit-gemacht.
Sie haben die Neuro-Dem-Methode aus-probiert.
Die Teilnehmer haben gelernt:
Demokratie soll für alle funktionieren.
Wie geht das?
Wie kann man alle mit-einbeziehen?
Die Erfahrungen helfen dem Projekt.
Sie fließen in die Werkzeug-Kiste ein.
Sie fließen in das Kartenspiel ein.
Die Ergebnisse werden in ganz Europa geteilt.
Fragen?
Schreib eine E-Mail an:
Mehr Infos gibt es hier:
Foto: STIMMULI FOR SOCIAL CHANGE/Emma Avtzi
Erfurt (kobinet)
Europäisches Erasmus+-Projekt NeuroDem bringt Forschungsergebnisse in die Praxis
Warum sind neurodivergente junge Menschen in demokratischen Prozessen bislang kaum vertreten, und was muss getan werden, damit sich das ändert? Diesen Fragen geht das Erasmus+-Jugendprojekt NeuroDem nach. Es will neurodivergente junge Menschen befähigen, als Wegbereiter:innen für inklusive demokratische Interessenvertretung und Innovation zu wirken. Ausschlaggebend für eine eher geringe Beteiligung sind Systeme und Räume, die nicht partizipativ betrachtet werden. Die jungen Menschen zeigen großes Interesse an demokratischer Mitwirkung, sehen sich aber schnell mit Teilhabebarrieren konfrontiert.
Im Rahmen des 24-monatigen Projekts entwickeln Partnerorganisationen aus fünf europäischen Ländern eine partizipative Methodologie. Sie soll neurodivergente junge Menschen in ihrem demokratischen Engagement stärken und Jugendsozialarbeitenden die nötigen Instrumente an die Hand geben, um sie dabei zu begleiten. Dazu haben die Partner:innen Literaturrecherche betrieben sowie verschiedene Befragungen und Fokusgruppen durchgeführt. Das Ergebnis: Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Inklusion sind solide. Bei der Umsetzung, der Förderung von Selbstvertretung und bei praxisnahen, inklusiven Trainingsansätzen gibt es jedoch deutliche Lücken. Eine europaweite Befragung unter 109 Jugendsozialarbeitenden zeigt außerdem, dass die Fachkräfte hoch motiviert sind, ihnen aber Selbstvertrauen, Instrumente und praktische Ausbildung fehlen.
Besonders wichtig ist es dem Projekt, die jungen Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen. Rund 180 neurodivergente Menschen haben sich an einer Befragung zu ihren Erfahrungen, Barrieren, Lernpräferenzen und Ideen für Veränderung beteiligt. Ihre Rückmeldungen fließen direkt in die nächsten Projektergebnisse ein. Diese sind ein Trainer:innen-Programm, eine innovative Toolbox und ein Kartenspiel, das gemeinsam mit neurodivergenten Menschen entwickelt wird.
Den Schritt von der Forschung in die Praxis machte ein Training im Februar 2026 in Bratislava. Jugendsozialarbeitende und neurodivergente junge Menschen aus ganz Europa erprobten dort gemeinsam den NeuroDem-Trainingsansatz und verfeinerten ihn. Die Forschungserkenntnisse wurden in konkrete Trainingsinstrumente, Lernaktivitäten und Moderationsmethoden übersetzt. Das Treffen lieferte wertvolle Einblicke, wie inklusive, neuroaffirmative demokratische Partizipation in der Praxis gelingen kann. Die Erfahrungen fließen in die endgültige NeuroDem-Methodologie, die Toolbox und das Kartenspiel ein, die anschließend europaweit geteilt werden.
Kontakt: [email protected] · www.neurodem.eu
Foto: STIMMULI FOR SOCIAL CHANGE/Emma Avtzi
Erfurt (kobinet)
Europäisches Erasmus+-Projekt NeuroDem bringt Forschungsergebnisse in die Praxis
Warum sind neurodivergente junge Menschen in demokratischen Prozessen bislang kaum vertreten, und was muss getan werden, damit sich das ändert? Diesen Fragen geht das Erasmus+-Jugendprojekt NeuroDem nach. Es will neurodivergente junge Menschen befähigen, als Wegbereiter:innen für inklusive demokratische Interessenvertretung und Innovation zu wirken. Ausschlaggebend für eine eher geringe Beteiligung sind Systeme und Räume, die nicht partizipativ betrachtet werden. Die jungen Menschen zeigen großes Interesse an demokratischer Mitwirkung, sehen sich aber schnell mit Teilhabebarrieren konfrontiert.
Im Rahmen des 24-monatigen Projekts entwickeln Partnerorganisationen aus fünf europäischen Ländern eine partizipative Methodologie. Sie soll neurodivergente junge Menschen in ihrem demokratischen Engagement stärken und Jugendsozialarbeitenden die nötigen Instrumente an die Hand geben, um sie dabei zu begleiten. Dazu haben die Partner:innen Literaturrecherche betrieben sowie verschiedene Befragungen und Fokusgruppen durchgeführt. Das Ergebnis: Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Inklusion sind solide. Bei der Umsetzung, der Förderung von Selbstvertretung und bei praxisnahen, inklusiven Trainingsansätzen gibt es jedoch deutliche Lücken. Eine europaweite Befragung unter 109 Jugendsozialarbeitenden zeigt außerdem, dass die Fachkräfte hoch motiviert sind, ihnen aber Selbstvertrauen, Instrumente und praktische Ausbildung fehlen.
Besonders wichtig ist es dem Projekt, die jungen Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen. Rund 180 neurodivergente Menschen haben sich an einer Befragung zu ihren Erfahrungen, Barrieren, Lernpräferenzen und Ideen für Veränderung beteiligt. Ihre Rückmeldungen fließen direkt in die nächsten Projektergebnisse ein. Diese sind ein Trainer:innen-Programm, eine innovative Toolbox und ein Kartenspiel, das gemeinsam mit neurodivergenten Menschen entwickelt wird.
Den Schritt von der Forschung in die Praxis machte ein Training im Februar 2026 in Bratislava. Jugendsozialarbeitende und neurodivergente junge Menschen aus ganz Europa erprobten dort gemeinsam den NeuroDem-Trainingsansatz und verfeinerten ihn. Die Forschungserkenntnisse wurden in konkrete Trainingsinstrumente, Lernaktivitäten und Moderationsmethoden übersetzt. Das Treffen lieferte wertvolle Einblicke, wie inklusive, neuroaffirmative demokratische Partizipation in der Praxis gelingen kann. Die Erfahrungen fließen in die endgültige NeuroDem-Methodologie, die Toolbox und das Kartenspiel ein, die anschließend europaweit geteilt werden.
Kontakt: [email protected] · www.neurodem.eu





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