LUDWIGSBUIRG (kobinet)
Der LVKM ist eine Gruppe
LVKM bedeutet: Landes-Verband für Körper-Behinderung.
Das ist eine Gruppe.
Viele Vereine in einem Bundes-Land arbeiten zusammen.
Eine Körper-Behinderung bedeutet:
Der Körper von einem Menschen funktioniert anders.
Der Mensch braucht oft besondere Hilfe.
60 Jahre LVKM
Der LVKM wird 60 Jahre alt.
Dafür gab es ein großes Fest.
Das Fest war am 19. Oktober 2026.
Das Fest war im Schloss Ludwigsburg.
Der LVKM sagt:
Die Rechte von Menschen mit Behinderung werden weniger.
Rechte sind wichtige Regeln.
Sie sagen: Jeder Mensch darf bestimmte Dinge tun.
Zum Beispiel: Jeder darf mitbestimmen.
Jeder soll Hilfe bekommen, wenn er sie braucht.
Thomas Seyfarth ist der Chef vom LVKM.
Er hat die Gäste begrüßt.
Vor 60 Jahren war alles anders.
Viele Familien waren allein.
Kinder mit Behinderung durften nicht überall dabei sein.
Sie durften nicht überall mitmachen.
Es gab kaum Hilfe für Therapien.
Therapien sind besondere Behandlungen.
Sie helfen Menschen, gesünder zu werden.
Oder sie helfen, besser zu leben.
Heute ist vieles besser.
Aber das ist nicht selbstverständlich.
Selbstverständlich bedeutet:
Alle denken, das ist normal.
Zum Beispiel: Alle gehen davon aus, dass es Toiletten gibt.
Das ist selbstverständlich.
Viele Menschen mit Behinderung haben Angst.
Sie bekommen vielleicht weniger Hilfe.
Die Politik muss die Rechte schützen.
Menschen mit Behinderung sollen nicht immer kämpfen müssen.
Nora Welsch arbeitet für die Landes-Regierung.
Die Landes-Regierung regiert ein Bundes-Land.
Dort arbeiten Minister und Ministerinnen.
Nora Welsch kümmert sich um Menschen mit Behinderung.
Sie sagt: Jeder soll selbst entscheiden können.
Hilfe soll einfach zu bekommen sein.
Dann können Menschen mit Behinderung selbst über ihr Leben bestimmen.
Petra Krebs arbeitet im Ministerium.
Ein Ministerium ist ein Amt.
Es gehört zur Regierung.
Es kümmert sich um wichtige Themen.
Zum Beispiel: Gesundheit oder Bildung.
Petra Krebs hat Glückwünsche überbracht.
Der LVKM war früher eine kleine Gruppe.
Jetzt ist er eine starke Gruppe.
Das Land und der LVKM arbeiten zusammen.
Ein Beispiel ist das Programm Toiletten für alle.
Ein Programm ist ein Plan.
Damit will man ein Ziel erreichen.
Toiletten für alle bedeutet:
Es gibt besondere Toiletten.
Diese Toiletten sind für Menschen mit Behinderung.
In 10 Jahren gab es 120 neue Toiletten.
Dafür musste der LVKM viel arbeiten.
Beate Bettenhausen ist Chefin vom Bundes-Verband.
Ein Bundes-Verband ist eine große Gruppe.
Viele kleinere Gruppen arbeiten darin zusammen.
Sie setzen sich für ein gemeinsames Ziel ein.
Beate Bettenhausen sagt: Familien brauchen Hilfe.
Kinder mit Behinderung brauchen viel Pflege.
Die Familien sollen Entlastung bekommen.
Entlastung bedeutet: Jemand hilft dir.
Dann hast du weniger zu tun.
Du bekommst eine Pause oder Unterstützung.
Wenn Hilfe wegfällt, ist das schwer für die Familien.
Dr. Martin Emrich hat einen Vortrag gehalten.
Sein Thema war Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Inklusion ist ein Menschen-Recht.
Ein Menschen-Recht ist ein wichtiges Recht.
Es gilt für alle Menschen auf der Welt.
Dafür braucht man Ideen und Lösungen.
Sein Bruder hat eine schwere Behinderung.
Deshalb kennt er die Probleme.
Jutta Pagel-Steidl arbeitet lange beim LVKM.
Sie sagt: Inklusion gibt es nicht einfach so.
Alle müssen mithelfen.
Menschen mit Behinderung sind nicht nur Kosten.
Sie sind wichtig für die Gesellschaft.
Jutta Hertneck ist stellvertretende Chefin vom LVKM.
Stellvertretende Chefin bedeutet:
Sie ist die zweite Chefin.
Wenn die Haupt-Chefin nicht da ist, macht sie die Arbeit.
Jutta Hertneck sagt: Bei Menschen mit Behinderung darf nicht gespart werden.
Sie dürfen nicht wieder ausgeschlossen werden.
Was schon erreicht wurde, muss bleiben.
Es darf keine Kürzungen geben.
Kürzungen bedeutet:
Es gibt weniger Geld oder Hilfe als vorher.
Man bekommt weniger Unterstützung.
Sonst ist alles wieder schlechter.
Dieser Text ist in Leichter Sprache.
Er folgt den Regeln der DIN SPEC 33429.
Foto: Klaus Füßinger/lvkmbw Archiv
LUDWIGSBUIRG (kobinet)
Anlässlich des Festakts zum 60-jährigen Bestehen des Landesverbands für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e. V. (LVKM) am 19. Oktober 2026 im Marmorsaal des Residenzschlosses Ludwigsburg warnte der Verband vor Rückschritten bei den Rechten von Menschen mit Behinderungen. Rund 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Mitgliedsorganisationen diskutierten über die gesicherte Fortführung erreichter Fortschritte bei Inklusion und Teilhabe.
Der LVKM-Landesvorsitzende Thomas Seyfarth erinnerte in seiner Begrüßung an die Situation von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien zur Gründungszeit des Verbands 1966. Damals seien viele Familien auf sich allein gestellt gewesen, Kinder mit schweren Behinderungen vom öffentlichen Leben ausgeschlossen und Therapieangebote kaum verfügbar. Seitdem habe sich vieles verbessert, doch diese Fortschritte seien nicht selbstverständlich, betonte Seyfarth. Menschen mit komplexen Behinderungen und ihre Familien sorgten sich zunehmend um Einschränkungen bei Unterstützungsangeboten. Von der Politik erwarte er ein konsequentes Eintreten für Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe. Betroffene und ihre Angehörigen dürften nicht immer wieder für ihre Rechte kämpfen müssen.
Nora Welsch, Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, unterstrich die Bedeutung von Selbstbestimmung und Wahlfreiheit. Persönliche Assistenz und ein unbürokratischer Zugang zu Unterstützungsleistungen seien entscheidend, damit Menschen mit Behinderungen ein eigenverantwortliches Leben führen könnten.
Petra Krebs MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg, überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung. Sie würdigte die Entwicklung des LVKM von einer Elterninitiative zu einer starken Interessenvertretung und hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Land und Verband hervor. Als Beispiel nannte sie das Förderprogramm "Toiletten für alle in Baden-Württemberg", dessen Umsetzung kontinuierliche Überzeugungsarbeit erfordere. In den vergangenen zehn Jahren seien dadurch 120 feste Standorte entstanden.
Beate Bettenhausen, Vorsitzende des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm), betonte die Wichtigkeit einer langfristigen Unterstützung von Familien mit Kindern mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Pflegende Angehörige bräuchten verlässliche Entlastungsangebote. Ein Wegfall flexibel nutzbarer Leistungen könne Familien zusätzlich belasten.
In seinem Impulsvortrag "Inklusion ist ein Menschenrecht – dieses Recht lassen wir uns nicht nehmen!" sprach Dr. Martin Emrich über die Bedeutung von Inklusion. Dafür brauche es Engagement, Kreativität, Humor und pragmatische Lösungsansätze. Aus seiner eigenen Familie kenne er die Herausforderungen, da sein jüngerer Bruder infolge eines Unfalls im Kindesalter schwerstbehindert sei.
Jutta Pagel-Steidl, langjährige LVKM-Geschäftsführerin, richtete einen Appell an die Gäste: "Inklusion wird uns nicht auf dem Silbertablett serviert." Inklusion könne nur mit Unterstützung aller gelingen. Menschen mit schweren Behinderungen und ihre Familien dürften nicht allein gelassen und nicht auf Kostenfaktoren reduziert werden.
Jutta Hertneck, stellvertretende Landesvorsitzende des LVKM, bekräftigte im Schlusswort den Appell, bei Menschen mit Behinderungen und ihren Familien nicht zu sparen. Eine erneute Ausgrenzung müsse verhindert werden. Die erreichten Fortschritte bei Selbstbestimmung und Teilhabe müssten gesichert und weiterentwickelt werden, statt sie durch Kürzungen und fehlende Unterstützung aufs Spiel zu setzen.
Foto: Klaus Füßinger/lvkmbw Archiv
LUDWIGSBUIRG (kobinet)
Anlässlich des Festakts zum 60-jährigen Bestehen des Landesverbands für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e. V. (LVKM) am 19. Oktober 2026 im Marmorsaal des Residenzschlosses Ludwigsburg warnte der Verband vor Rückschritten bei den Rechten von Menschen mit Behinderungen. Rund 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Mitgliedsorganisationen diskutierten über die gesicherte Fortführung erreichter Fortschritte bei Inklusion und Teilhabe.
Der LVKM-Landesvorsitzende Thomas Seyfarth erinnerte in seiner Begrüßung an die Situation von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien zur Gründungszeit des Verbands 1966. Damals seien viele Familien auf sich allein gestellt gewesen, Kinder mit schweren Behinderungen vom öffentlichen Leben ausgeschlossen und Therapieangebote kaum verfügbar. Seitdem habe sich vieles verbessert, doch diese Fortschritte seien nicht selbstverständlich, betonte Seyfarth. Menschen mit komplexen Behinderungen und ihre Familien sorgten sich zunehmend um Einschränkungen bei Unterstützungsangeboten. Von der Politik erwarte er ein konsequentes Eintreten für Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe. Betroffene und ihre Angehörigen dürften nicht immer wieder für ihre Rechte kämpfen müssen.
Nora Welsch, Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, unterstrich die Bedeutung von Selbstbestimmung und Wahlfreiheit. Persönliche Assistenz und ein unbürokratischer Zugang zu Unterstützungsleistungen seien entscheidend, damit Menschen mit Behinderungen ein eigenverantwortliches Leben führen könnten.
Petra Krebs MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg, überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung. Sie würdigte die Entwicklung des LVKM von einer Elterninitiative zu einer starken Interessenvertretung und hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Land und Verband hervor. Als Beispiel nannte sie das Förderprogramm "Toiletten für alle in Baden-Württemberg", dessen Umsetzung kontinuierliche Überzeugungsarbeit erfordere. In den vergangenen zehn Jahren seien dadurch 120 feste Standorte entstanden.
Beate Bettenhausen, Vorsitzende des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm), betonte die Wichtigkeit einer langfristigen Unterstützung von Familien mit Kindern mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Pflegende Angehörige bräuchten verlässliche Entlastungsangebote. Ein Wegfall flexibel nutzbarer Leistungen könne Familien zusätzlich belasten.
In seinem Impulsvortrag "Inklusion ist ein Menschenrecht – dieses Recht lassen wir uns nicht nehmen!" sprach Dr. Martin Emrich über die Bedeutung von Inklusion. Dafür brauche es Engagement, Kreativität, Humor und pragmatische Lösungsansätze. Aus seiner eigenen Familie kenne er die Herausforderungen, da sein jüngerer Bruder infolge eines Unfalls im Kindesalter schwerstbehindert sei.
Jutta Pagel-Steidl, langjährige LVKM-Geschäftsführerin, richtete einen Appell an die Gäste: "Inklusion wird uns nicht auf dem Silbertablett serviert." Inklusion könne nur mit Unterstützung aller gelingen. Menschen mit schweren Behinderungen und ihre Familien dürften nicht allein gelassen und nicht auf Kostenfaktoren reduziert werden.
Jutta Hertneck, stellvertretende Landesvorsitzende des LVKM, bekräftigte im Schlusswort den Appell, bei Menschen mit Behinderungen und ihren Familien nicht zu sparen. Eine erneute Ausgrenzung müsse verhindert werden. Die erreichten Fortschritte bei Selbstbestimmung und Teilhabe müssten gesichert und weiterentwickelt werden, statt sie durch Kürzungen und fehlende Unterstützung aufs Spiel zu setzen.





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