Berlin (kobinet)
Die Fürst-Donnersmarck-Stiftung feiert Geburtstag
Die Fürst-Donnersmarck-Stiftung hat ein Jubiläum.
Jubiläum bedeutet: Ein besonderer Geburtstag.
Die Stiftung wird 110 Jahre alt.
Darum gibt es eine besondere Führung.
Die Führung ist ein Spazier-Gang.
Der Spazier-Gang ist in Berlin-Frohnau.
Es gibt eine Audio-Tour.
Eine Audio-Tour ist ein Rundgang.
Du hörst dabei eine Führung auf deinem Handy.
Die Audio-Tour hat 9 Stationen.
An jeder Station lernst du etwas.
Es geht um Menschen mit Behinderung.
Es geht um ihre Geschichte.
Die Audio-Tour kostet kein Geld.
Du kannst sie im Internet anhören.
Seit Herbst 2026 ist sie online.
Wo alles anfing
Die Tour beginnt am S-Bahnhof Frohnau.
Dort fing alles an.
Im Jahr 1916 gab es ein Lazarett.
Ein Lazarett ist ein Kranken-Haus für Soldaten.
Die Soldaten waren im Krieg verletzt.
Aus dem Lazarett wurde eine Stiftung.
Die Stiftung hilft Menschen mit Behinderung.
Heute heißt sie: Fürst-Donnersmarck-Stiftung.
Die Tour endet am P-A-N-Zentrum.
Das P-A-N-Zentrum ist ein Ort für Therapie.
Ärzte und Therapeuten helfen dort.
Sie helfen Menschen nach einer schweren Krankheit.
Oder nach einer Verletzung.
Die Menschen lernen dort:
Selbst-ständig zu leben.
Das lange Wort dafür ist:
Post-Akute-Neuro-Reha-bilitation.
Wer spricht bei der Audio-Tour?
Nicht nur Historiker.
Ein Historiker erforscht die Vergangenheit.
Auch Menschen mit Behinderung erzählen.
Sie erzählen ihre eigene Geschichte.
Sie berichten vom Leben im Fürst-Donnersmarck-Haus.
Sie erzählen von der Nachbarschaft in Frohnau.
Sie berichten vom Kampf für Selbst-Bestimmung.
Selbst-Bestimmung bedeutet:
Menschen entscheiden selbst über ihr Leben.
Zum Beispiel gab es einen Kampf für eine Ampel.
Das war in den 80er-Jahren.
Die Ampel sollte helfen.
Sie sollte Menschen mit Behinderung helfen.
Sie sollten sicher über die Straße kommen.
Bei der Audio-Tour hörst du auch Geräusche.
Die Geräusche machen die Geschichte lebendig.
Du hörst Züge.
Du hörst Pferde.
Du hörst ein Cello.
Ein Cello ist ein Musik-Instrument.
Du hörst Vögel im Wald.
Auch traurige Geschichte
Die Tour erzählt auch von schlimmen Zeiten.
In der NS-Zeit gab es Verbrechen.
NS-Zeit bedeutet: Die Zeit von 1933 bis 1945.
Damals herrschten die Nationalsozialisten.
Sie haben viele schlimme Dinge getan.
Nationalsozialisten nennt man auch Nazis.
An einer Station erinnert die Tour daran.
Dort stand früher eine Villa.
Eine Villa ist ein großes Haus.
Dort wohnten reiche Menschen.
In der Villa war eine Kinder-Klinik.
Ein Kinder-Arzt hat dort gearbeitet.
Der Arzt hat mit-entschieden.
Er hat entschieden, welche Kinder getötet werden.
Das war in einer geheimen Gruppe.
Die Gruppe gehörte zu den Nationalsozialisten.
Die Geschichte von Menschen mit Behinderung ist wichtig.
Man muss auch die schlimmen Dinge erzählen.
Sonst versteht man die Geschichte nicht.
Die Tour im Überblick
Die Audio-Tour dauert etwa 50 Minuten.
Du brauchst ein Smartphone.
Ein Smartphone ist ein besonderes Handy.
Du kannst damit im Internet surfen.
Du brauchst auch Kopfhörer.
Du kannst die Tour mit einem QR-Code starten.
Ein QR-Code ist ein kleines quadratisches Bild.
Es hat viele Punkte und Linien.
Du scannst es mit deinem Handy.
Dann kommst du zur Internet-Seite der Tour.
Du kannst die ganze Tour anhören.
Oder du hörst nur einzelne Stationen.
Du erfährst:
Wie wurde aus dem Lazarett eine Stiftung?
Die Stiftung hat einen wichtigen Gedanken.
Der Gedanke ist:
Alle Menschen gehören dazu.
Egal, ob sie eine Behinderung haben.
Oder ob sie keine Behinderung haben.
Hier gibt es die Audio-Tour: www.fdst.de/audiotour-frohnau
Foto: Fürst Donnersmark Stiftung
Berlin (kobinet)
Anlässlich ihres Jubiläumsjahres lädt die Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin zu einem besonderen Spaziergang ein: Eine neue Audiotour führt in neun Stationen durch den Berliner Stadtteil Frohnau – und zugleich durch 110 Jahre Geschichte von Menschen mit Behinderung. Die Tour ist seit diesem Herbst kostenlos online abrufbar.
Sie beginnt dort, wo 1916 alles anfing: Aus einem improvisierten Lazarett für Kriegsversehrte wurde über die Jahrzehnte eine Institution, die Menschen mit Behinderung bis heute begleitet. Die Audiotour folgt dieser Entwicklung vom S-Bahnhof Frohnau bis zum heutigen P.A.N. Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation. Das Besondere an der Tour ist, wer in ihr spricht: nicht nur Historiker, sondern Menschen, die die Geschichte selbst erlebt haben oder heute mitgestalten. Sie erzählen vom Alltag im Fürst Donnersmarck-Haus, von der Nachbarschaft in Frohnau und vom Einsatz für mehr Selbstbestimmung – etwa vom Kampf um eine Ampel in den 1980er-Jahren. So wird Geschichte nicht über Menschen mit Behinderung erzählt, sondern von ihnen selbst. Begleitet wird der Weg von Tönen, die die Zeit lebendig machen: dem Rattern der Lazarettzüge, Hufgeklapper, Ein Chello und dem Vogelgezwitscher des Frohnauer Forsts.
Auch die dunklen Kapitel
Die Tour spart die Verbrechen der NS-Zeit nicht aus. An einer Station erinnert sie daran, dass Menschen mit Behinderung im 20. Jahrhundert nicht nur gegen ihre Ausgrenzung gekämpft, sondern systematisch ermordet wurden. In der dortigen Villa betrieb ein Kinderarzt vor dem Zweiten Weltkrieg eine private Kinderklinik – und entschied zugleich in einer getarnten NS-Organisation über die Tötung von Kindern mit Behinderungen mit. Die Geschichte der Behinderung lässt sich nicht erzählen, ohne Orte wie diesen zu nennen.
Die Tour im Überblick
Die Audiotour ist seit Herbst 2026 online und dauert rund 50 Minuten. Nötig sind nur ein Smartphone und Kopfhörer; die Tour lässt sich über einen QR-Code aufrufen, am Stück gehen oder in einzelnen Stationen hören. Wer ihr folgt, erfährt, wie aus einem Lazarett eine moderne Stiftung wurde – und was deren Leitgedanken bis heute trägt: mittendrin, so wie man ist.
Zur Audiotour: https://www.fdst.de/audiotour-frohnau/
Foto: Fürst Donnersmark Stiftung
Berlin (kobinet)
Anlässlich ihres Jubiläumsjahres lädt die Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin zu einem besonderen Spaziergang ein: Eine neue Audiotour führt in neun Stationen durch den Berliner Stadtteil Frohnau – und zugleich durch 110 Jahre Geschichte von Menschen mit Behinderung. Die Tour ist seit diesem Herbst kostenlos online abrufbar.
Sie beginnt dort, wo 1916 alles anfing: Aus einem improvisierten Lazarett für Kriegsversehrte wurde über die Jahrzehnte eine Institution, die Menschen mit Behinderung bis heute begleitet. Die Audiotour folgt dieser Entwicklung vom S-Bahnhof Frohnau bis zum heutigen P.A.N. Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation. Das Besondere an der Tour ist, wer in ihr spricht: nicht nur Historiker, sondern Menschen, die die Geschichte selbst erlebt haben oder heute mitgestalten. Sie erzählen vom Alltag im Fürst Donnersmarck-Haus, von der Nachbarschaft in Frohnau und vom Einsatz für mehr Selbstbestimmung – etwa vom Kampf um eine Ampel in den 1980er-Jahren. So wird Geschichte nicht über Menschen mit Behinderung erzählt, sondern von ihnen selbst. Begleitet wird der Weg von Tönen, die die Zeit lebendig machen: dem Rattern der Lazarettzüge, Hufgeklapper, Ein Chello und dem Vogelgezwitscher des Frohnauer Forsts.
Auch die dunklen Kapitel
Die Tour spart die Verbrechen der NS-Zeit nicht aus. An einer Station erinnert sie daran, dass Menschen mit Behinderung im 20. Jahrhundert nicht nur gegen ihre Ausgrenzung gekämpft, sondern systematisch ermordet wurden. In der dortigen Villa betrieb ein Kinderarzt vor dem Zweiten Weltkrieg eine private Kinderklinik – und entschied zugleich in einer getarnten NS-Organisation über die Tötung von Kindern mit Behinderungen mit. Die Geschichte der Behinderung lässt sich nicht erzählen, ohne Orte wie diesen zu nennen.
Die Tour im Überblick
Die Audiotour ist seit Herbst 2026 online und dauert rund 50 Minuten. Nötig sind nur ein Smartphone und Kopfhörer; die Tour lässt sich über einen QR-Code aufrufen, am Stück gehen oder in einzelnen Stationen hören. Wer ihr folgt, erfährt, wie aus einem Lazarett eine moderne Stiftung wurde – und was deren Leitgedanken bis heute trägt: mittendrin, so wie man ist.
Zur Audiotour: https://www.fdst.de/audiotour-frohnau/





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