Marburg (kobinet)
Ab Sommer 2025 gibt es ein neues Gesetz.
Das Gesetz heißt: Barrierefreiheits-Stärkungs-Gesetz.
Dinge müssen für alle Menschen nutzbar sein.
Auch für Menschen mit Behinderungen.
Das kurze Wort dafür ist: BFSG.
BFSG ist die Abkürzung für Barrierefreiheits-Stärkungs-Gesetz.
Das Gesetz sagt:
Ab Sommer 2025 müssen neue E-Books barriere-frei sein.
Was sind E-Books?
E-Books sind Bücher.
Man liest sie auf einem Computer.
Oder auf einem Lese-Gerät.
E-Books sind nicht auf Papier gedruckt.
Barriere-frei bedeutet:
Alle Menschen können etwas nutzen.
Ohne Hilfe.
Zum Beispiel ein Buch oder eine Internet-Seite.
Ein Verein hat 6 Bücher geprüft.
Der Verein heißt: Medibus e. V..
Medibus e. V. prüft Bücher für blinde Menschen.
Und für Menschen mit Seh-Problemen.
Medibus e. V. prüft auch für Menschen mit Lese-Problemen.
Die Bücher waren für den Deutschen Buch-Preis.
Die Prüfung dauerte 2 Wochen.
Das Ergebnis ist gut.
Alle 6 Bücher sind barriere-frei.
Man kann sie mit einem Screen-Reader lesen.
Ein Screen-Reader ist ein Programm.
Das Programm liest Texte laut vor.
Die Texte sind auf dem Bildschirm.
Einige Bücher sind sehr gut.
Man kann sie leicht bedienen.
Das zeigt:
Viele Bücher sind schon barriere-frei.
Aber es gibt noch Dinge zu verbessern.
Zum Beispiel die Struktur der Bücher.
Struktur bedeutet: Alles hat einen festen Platz.
Es gibt Überschriften.
Und klare Regeln.
Bilder haben Beschreibungen.
Fremde Wörter sind markiert.
Die Bilder im Text sind wichtig.
Die Sprache muss richtig markiert sein.
Dann spricht der Screen-Reader die Wörter richtig aus.
Medibus e. V. hat die Bücher mit einem Screen-Reader getestet.
Dabei sieht man:
Eine gute Struktur hilft beim Navigieren.
Navigieren bedeutet: Man springt in einem Text hin und her.
Man sucht bestimmte Informationen.
Gute Bild-Beschreibungen helfen blinden Menschen.
Die richtige Sprache ist wichtig.
Medibus e. V. sagt:
Die Bücher sind schon gut.
Aber es gibt noch kleine Fehler.
Manchmal reichen kleine Änderungen.
Dann ist das Buch viel besser für Screen-Reader.
Medibus e. V. hat die Ergebnisse an die Verlage geschickt.
Verlage sind Firmen.
Verlage machen Bücher oder Zeitungen.
Sie verkaufen die Bücher.
Digital oder gedruckt.
Medibus e. V. dankt den Verlagen.
Medibus e. V. sagt:
Sie wollen zusammen weiter-arbeiten.
Medibus e. V. sagt:
Alle Bücher sollen barriere-frei sein.
Medibus e. V. sagt:
Barriere-freie Bücher helfen allen.
Auch Menschen, die Bücher digital lesen.
Digital lesen bedeutet: Man liest ein Buch auf einem Computer.
Oder auf einem Tablet.
Oder auf einem Handy.
Das Buch ist nicht auf Papier gedruckt.
Auf der Internet-Seite von Medibus e. V. gibt es viele barriere-freie Bücher.
Foto: GregReese In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Marburg (kobinet)
Seit Sommer 2025 ist das "Barrierefreiheitsstärkungsgesetz" (BFSG) in Kraft. Es regelt, dass neue E-Books barrierefrei sein müssen. Die Mediengemeinschaft für blinde, seh- und lesebehinderte Menschen (Medibus e. V.) hat deshalb die E-Books der für den Deutschen Buchpreis nominierten Titel auf ihre digitale Barrierefreiheit geprüft. In den vergangenen zwei Wochen wurden alle sechs Titel der Shortlist technisch untersucht und mit einem Screenreader praktisch getestet. Das Ergebnis ist erfreulich: Alle sechs E-Books sind grundsätzlich zugänglich und mit einem Screenreader nutzbar. Mehrere Titel weisen bereits eine gute bis sehr gute technische Barrierefreiheit auf und lassen sich auch in der praktischen Nutzung gut bedienen. Damit zeigen die Tests, dass digitale Barrierefreiheit bei E-Books bereits vielfach erfolgreich umgesetzt wird. Gleichzeitig haben die Prüfungen unterschiedliche Ansatzpunkte für Verbesserungen sichtbar gemacht. Dazu gehört unter anderem die semantische Struktur von Inhalten, der Umgang mit Schriftgrafiken und die Kennzeichnung fremdsprachiger Passagen, heißt es in einer Presseinformation von Medibus.
Besonders die praktischen Tests mit Screenreadern machen deutlich, warum solche Details wichtig sind: Eine gute Struktur erleichtert die Navigation, verständliche Alternativtexte machen Abbildungen zugänglich und eine korrekte Sprachkennzeichnung sorgt dafür, dass fremdsprachige Passagen richtig ausgesprochen werden. "Wir freuen uns, dass die geprüften E-Books grundsätzlich bereits gut zugänglich sind. Gleichzeitig haben wir bei unseren Tests gesehen, dass es an einigen Stellen noch Luft nach oben gibt. Oft sind es kleine Anpassungen, die für die Nutzung mit einem Screenreader einen großen Unterschied machen können", teilt der Verein Medibus mit.
Die Ergebnisse und konkreten Hinweise wurden mit den jeweiligen Verlagen geteilt. Medibus bedankt sich bei allen Beteiligten für die Offenheit und den Austausch und freut sich darauf, gemeinsam weiter an der digitalen Zugänglichkeit von Literatur zu arbeiten. Denn von gut aufbereiteten und zugänglichen E-Books profitieren letztlich alle Menschen, die Literatur digital lesen.
Eine Vielzahl barrierefreier Hörbücher, E-Books und Bücher in Brailleschrift finden blinde, seh- und lesebehinderte Menschen auf www.medibus.info
Foto: GregReese In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Marburg (kobinet)
Seit Sommer 2025 ist das "Barrierefreiheitsstärkungsgesetz" (BFSG) in Kraft. Es regelt, dass neue E-Books barrierefrei sein müssen. Die Mediengemeinschaft für blinde, seh- und lesebehinderte Menschen (Medibus e. V.) hat deshalb die E-Books der für den Deutschen Buchpreis nominierten Titel auf ihre digitale Barrierefreiheit geprüft. In den vergangenen zwei Wochen wurden alle sechs Titel der Shortlist technisch untersucht und mit einem Screenreader praktisch getestet. Das Ergebnis ist erfreulich: Alle sechs E-Books sind grundsätzlich zugänglich und mit einem Screenreader nutzbar. Mehrere Titel weisen bereits eine gute bis sehr gute technische Barrierefreiheit auf und lassen sich auch in der praktischen Nutzung gut bedienen. Damit zeigen die Tests, dass digitale Barrierefreiheit bei E-Books bereits vielfach erfolgreich umgesetzt wird. Gleichzeitig haben die Prüfungen unterschiedliche Ansatzpunkte für Verbesserungen sichtbar gemacht. Dazu gehört unter anderem die semantische Struktur von Inhalten, der Umgang mit Schriftgrafiken und die Kennzeichnung fremdsprachiger Passagen, heißt es in einer Presseinformation von Medibus.
Besonders die praktischen Tests mit Screenreadern machen deutlich, warum solche Details wichtig sind: Eine gute Struktur erleichtert die Navigation, verständliche Alternativtexte machen Abbildungen zugänglich und eine korrekte Sprachkennzeichnung sorgt dafür, dass fremdsprachige Passagen richtig ausgesprochen werden. "Wir freuen uns, dass die geprüften E-Books grundsätzlich bereits gut zugänglich sind. Gleichzeitig haben wir bei unseren Tests gesehen, dass es an einigen Stellen noch Luft nach oben gibt. Oft sind es kleine Anpassungen, die für die Nutzung mit einem Screenreader einen großen Unterschied machen können", teilt der Verein Medibus mit.
Die Ergebnisse und konkreten Hinweise wurden mit den jeweiligen Verlagen geteilt. Medibus bedankt sich bei allen Beteiligten für die Offenheit und den Austausch und freut sich darauf, gemeinsam weiter an der digitalen Zugänglichkeit von Literatur zu arbeiten. Denn von gut aufbereiteten und zugänglichen E-Books profitieren letztlich alle Menschen, die Literatur digital lesen.
Eine Vielzahl barrierefreier Hörbücher, E-Books und Bücher in Brailleschrift finden blinde, seh- und lesebehinderte Menschen auf www.medibus.info





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