HANNOVER (kobinet)
Es gibt einen besonderen Tag.
Der Tag ist für unsichtbare Behinderungen.
Unsichtbare Behinderung bedeutet:
Man sieht die Behinderung nicht.
Aber die Behinderung ist da.
Der Tag ist am 20. Oktober.
Der Sozial-Verband Deutschland
Der Sozial-Verband Deutschland hilft Menschen.
Das ist ein Verein.
Der Verein heißt kurz: SoVD.
SoVD bedeutet: Sozial-Verband Deutschland.
Der SoVD hilft Menschen mit Behinderungen.
Er hilft auch bei Problemen im Alltag.
In Niedersachsen leben 360.000 Menschen.
Diese Menschen haben eine schwere Behinderung.
Man sieht die Behinderung nicht.
Aber die Behinderung ist trotzdem da.
Beispiele für unsichtbare Behinderungen
-
Diabetes.
Diabetes ist eine Krankheit.
Der Körper kann Zucker nicht richtig nutzen.
-
Autismus.
Autismus bedeutet:
Menschen denken und fühlen anders.
-
Psychische Krankheiten.
Das sind Krankheiten in der Seele.
Die Menschen fühlen sich oft traurig oder ängstlich.
Diese Menschen haben oft zwei Probleme.
Das nennt man: Doppelte Diskriminierung.
Doppelte Diskriminierung bedeutet:
Menschen werden zweimal unfair behandelt.
Zum Beispiel:
Weil sie eine Krankheit haben.
Und weil andere die Krankheit nicht sehen.
Diskriminierung bedeutet:
Eine Person wird ungerecht behandelt.
Sie wird schlechter behandelt als andere.
Was sagt der SoVD?
Dirk Kortylak arbeitet beim SoVD.
Er ist im Vorstand.
Er sagt:
Menschen mit unsichtbaren Behinderungen haben Probleme.
Andere sehen die Behinderung nicht.
Oder sie nehmen die Behinderung nicht ernst.
Das passiert oft:
Bei der Arbeit.
In der Freizeit.
Beim Arzt.
Viele Menschen verstehen die Probleme nicht.
Sie haben Vorurteile.
Dirk Kortylak sagt:
Das muss sich ändern.
Der SoVD sagt:
Alle müssen etwas tun.
Jeder kann helfen.
Man kann auf die Menschen achten.
Aber das reicht nicht.
Die Politik muss auch helfen.
Die Politik in Niedersachsen soll helfen.
Auch Städte und Gemeinden müssen handeln.
In Ämtern und öffentlichen Gebäuden muss es Barriere-Freiheit geben.
Barriere-Freiheit bedeutet:
Alle Menschen können die Gebäude nutzen.
Es gibt keine Hindernisse.
Weitere Bedürfnisse
Man muss auch an andere Bedürfnisse denken.
Zum Beispiel:
-
Chronische Krankheiten.
Das sind Krankheiten, die lange dauern.
Manchmal bleiben sie für immer.
Empfindlichkeit gegen Reize.
-
Fatigue.
Fatigue bedeutet: Große Müdigkeit.
Die Müdigkeit geht nicht weg.
Auch nicht nach dem Schlafen.
Probleme mit dem Denken.
In öffentlichen Gebäuden soll es ruhige Warte-Bereiche geben.
Es soll auch Orte zum Ausruhen geben.
Das hilft den Menschen.
Der SoVD sagt:
Auch in Bussen und Bahnen muss sich etwas ändern.
Die Fahrer und Begleiter müssen lernen:
Manche Menschen brauchen Hilfe.
Aber man sieht nicht, dass sie Hilfe brauchen.
In Bahnhöfen soll es ruhige Warte-Bereiche geben.
Dirk Kortylak sagt:
Dann nehmen alle die Probleme ernst.
Dirk Kortylak sagt:
Alle Menschen können gleich mitmachen.
Dieser Text ist in Leichter Sprache nach DIN SPEC 33429.
Foto: Sozialverband Deutschland
HANNOVER (kobinet)
Anlässlich des "Tags der nicht sichtbaren Behinderungen" am 20. Oktober 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mehr Unterstützung für Betroffene. Rund 360.000 Menschen im Land haben laut SoVD eine schwere, nicht auf den ersten Blick erkennbare Behinderung – etwa durch Diabetes, Autismus, psychische Erkrankungen, chronische Schmerzen oder Suchtproblematiken. Gerade diese Personen erlebten eine doppelte Diskriminierung, so der Verband. "Betroffene müssen nicht nur mit den Folgen ihrer Erkrankung umgehen, sondern auch damit, dass andere diese nicht erkennen oder nicht ernst nehmen", sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Solche Situationen entstünden bei der Arbeit, in der Freizeit und bei der medizinischen Versorgung. "Oft fehlt es in der Gesellschaft an Verständnis und Betroffene haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Deshalb muss sich strukturell unbedingt etwas ändern", betont Kortylak.
Der SoVD sieht Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen. Jede*r Einzelne könne dazu beitragen, dass Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen stärker wahrgenommen werden. "Anerkennung allein reicht aber nicht. Deshalb sind auch die Landespolitik und die Kommunen gefragt", fordert Kortylak. Bei der Gestaltung von Behörden und öffentlichen Einrichtungen müsse Barrierefreiheit umfassender gedacht werden. Es müssten auch Bedürfnisse berücksichtigt werden, die durch chronische Erkrankungen, Reizempfindlichkeit, Fatigue oder kognitive Beeinträchtigungen entstehen. "Das können zum Beispiel reizärmere Wartebereiche und Rückzugsmöglichkeiten in öffentlichen Einrichtungen sein", erläutert der SoVD-Vorstand.
Auch im ÖPNV sehe der Verband Nachbesserungsbedarf: Busfahrerinnen und Busfahrer, Fahrpersonal und Zugbegleiter müssten geschult werden, dass Unterstützungsbedarf nicht immer erkennbar sei. Wo möglich, sollten Verkehrsbetriebe ruhige Wartebereiche schaffen. "Diese Maßnahmen sind wichtig, damit die Probleme der Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen ernstgenommen und eine gleichberechtigte Teilhabe möglich sei", so Kortylak.
Foto: Sozialverband Deutschland
HANNOVER (kobinet)
Anlässlich des "Tags der nicht sichtbaren Behinderungen" am 20. Oktober 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mehr Unterstützung für Betroffene. Rund 360.000 Menschen im Land haben laut SoVD eine schwere, nicht auf den ersten Blick erkennbare Behinderung – etwa durch Diabetes, Autismus, psychische Erkrankungen, chronische Schmerzen oder Suchtproblematiken. Gerade diese Personen erlebten eine doppelte Diskriminierung, so der Verband. "Betroffene müssen nicht nur mit den Folgen ihrer Erkrankung umgehen, sondern auch damit, dass andere diese nicht erkennen oder nicht ernst nehmen", sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Solche Situationen entstünden bei der Arbeit, in der Freizeit und bei der medizinischen Versorgung. "Oft fehlt es in der Gesellschaft an Verständnis und Betroffene haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Deshalb muss sich strukturell unbedingt etwas ändern", betont Kortylak.
Der SoVD sieht Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen. Jede*r Einzelne könne dazu beitragen, dass Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen stärker wahrgenommen werden. "Anerkennung allein reicht aber nicht. Deshalb sind auch die Landespolitik und die Kommunen gefragt", fordert Kortylak. Bei der Gestaltung von Behörden und öffentlichen Einrichtungen müsse Barrierefreiheit umfassender gedacht werden. Es müssten auch Bedürfnisse berücksichtigt werden, die durch chronische Erkrankungen, Reizempfindlichkeit, Fatigue oder kognitive Beeinträchtigungen entstehen. "Das können zum Beispiel reizärmere Wartebereiche und Rückzugsmöglichkeiten in öffentlichen Einrichtungen sein", erläutert der SoVD-Vorstand.
Auch im ÖPNV sehe der Verband Nachbesserungsbedarf: Busfahrerinnen und Busfahrer, Fahrpersonal und Zugbegleiter müssten geschult werden, dass Unterstützungsbedarf nicht immer erkennbar sei. Wo möglich, sollten Verkehrsbetriebe ruhige Wartebereiche schaffen. "Diese Maßnahmen sind wichtig, damit die Probleme der Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen ernstgenommen und eine gleichberechtigte Teilhabe möglich sei", so Kortylak.





Lesermeinungen