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SoVD Niedersachsen fordert bessere Teilhabe für Menschen mit unsichtbaren Behinderungen

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Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Anlässlich des "Tags der nicht sichtbaren Behinderungen" am 20. Oktober 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mehr Unterstützung für Betroffene. Rund 360.000 Menschen im Land haben laut SoVD eine schwere, nicht auf den ersten Blick erkennbare Behinderung – etwa durch Diabetes, Autismus, psychische Erkrankungen, chronische Schmerzen oder Suchtproblematiken. Gerade diese Personen erlebten eine doppelte Diskriminierung, so der Verband. "Betroffene müssen nicht nur mit den Folgen ihrer Erkrankung umgehen, sondern auch damit, dass andere diese nicht erkennen oder nicht ernst nehmen", sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Solche Situationen entstünden bei der Arbeit, in der Freizeit und bei der medizinischen Versorgung. "Oft fehlt es in der Gesellschaft an Verständnis und Betroffene haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Deshalb muss sich strukturell unbedingt etwas ändern", betont Kortylak.

Der SoVD sieht Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen. Jede*r Einzelne könne dazu beitragen, dass Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen stärker wahrgenommen werden. "Anerkennung allein reicht aber nicht. Deshalb sind auch die Landespolitik und die Kommunen gefragt", fordert Kortylak. Bei der Gestaltung von Behörden und öffentlichen Einrichtungen müsse Barrierefreiheit umfassender gedacht werden. Es müssten auch Bedürfnisse berücksichtigt werden, die durch chronische Erkrankungen, Reizempfindlichkeit, Fatigue oder kognitive Beeinträchtigungen entstehen. "Das können zum Beispiel reizärmere Wartebereiche und Rückzugsmöglichkeiten in öffentlichen Einrichtungen sein", erläutert der SoVD-Vorstand.

Auch im ÖPNV sehe der Verband Nachbesserungsbedarf: Busfahrerinnen und Busfahrer, Fahrpersonal und Zugbegleiter müssten geschult werden, dass Unterstützungsbedarf nicht immer erkennbar sei. Wo möglich, sollten Verkehrsbetriebe ruhige Wartebereiche schaffen. "Diese Maßnahmen sind wichtig, damit die Probleme der Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen ernstgenommen und eine gleichberechtigte Teilhabe möglich sei", so Kortylak.

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