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Beschwerde gegen millionenschweren Ausbau von Sonderschulen

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Schwerte (kobinet) Die Initiative DABEI hat gemeinsam mit „Gemeinsam Leben Gemeinsam Lernen NRW sowie dem NRW-Bündnis „Eine Schule für Alle“ eine Kommunalaufsichtsbeschwerde gegen den Ausbau des Förderschulsystems im Kreis Unna bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht, um auf den Verstoß gegen geltendes Recht aufmerksam zu machen. Im Fokus der Beschwerde stehen mehrere Beschlüsse des Kreistages und der Verwaltung des Kreises Unna, die gegen die gesetzliche Pflicht zu mehr inklusiver Beschulung und entsprechender Entwicklungsplanung verstoßen. Insbesondere wird kritisiert, dass die Maßnahmen nicht im Einklang mit § 20 des Schulgesetzes von Nordrhein-Westfalen (NRW) stehen, der das gemeinsame Lernen als Regelfall vorsieht. Der Kreis Unna plane den Ausbau des Förderschulsystems mit Gesamtinvestitionen in Höhe von geschätzten 125 Millionen Euro, heißt es in der Presseinformation der Initiativen.

Foto-Aktion des Bundes-Netzwerk der Frauen-Beauftragten in Einrichtungen

Bild zur Fotoaktion von Frauen-Beauftragten in Einrichtungen
Bild zur Fotoaktion von Frauen-Beauftragten in Einrichtungen
Foto: Frauen-Beauftragte in Einrichtungen

Berlin (kobinet) Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2024 hat das Bundes-Netzwerk der Frauen-Beauftragten in Einrichtungen eine Fotoaktion durchgeführt und diese in Form eines Videos veröffentlicht. „Wir von Starke.Frauen.Machen. haben Forderungen von Frauen in Einrichtungen gesammelt. Eine Forderung ist eine Aussage über: Das soll besser werden. Viele Frauen aus ganz Deutschland haben uns Fotos von ihren Forderungen geschickt. Die Forderungen können Sie sich nun in einem Video an-schauen! Wir bedanken uns bei allen Frauen, die teil-genommen haben“, hießt es in der Presseinformation zur Aktion.

Inklusionstage finden am 3. und 4. Juni 2024 in Berlin statt

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Berlin (kobinet) Die Inklusionstage, bei denen aktuelle Themen der Behindertenpolitik in Berlin diskutiert werden, haben mittlerweile schon Tradition. Die Inklusionstage 2024 stehen unter dem Motto „MOBILITÄT barrierefrei ∙ selbstbestimmt ∙ zeitgemäß“ und finden am 3. Juni 2024 von 10:30 bis 17:45 Uhr und am 4. Juni 2024 von 10:30 bis 13:30 Uhr statt. Im Anschluss an die inhaltliche Arbeit während der Konferenz gibt es dann jeweils einen Imbiss und die Möglichkeit zum Austausch. Dies teilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einer Terminvorankündigung mit.

Pflegen gefährdet die Gesundheit von Müttern behinderter Kinder

Portraifoto der neuen Vorsitzenden - einer Frau mit halblangem Haar und Brille
Die neue Vorsitzende des bvkm Beate Bettenhausen
Foto: bvkm

Düsseldorf (kobinet) Anlässlich des diesjährigen Weltfrauentages am 8. März 2024 macht der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) darauf aufmerksam, dass die dauerhafte Pflege eines Kindes mit Behinderung die Gesundheit der pflegenden Mütter gefährdet. Immer noch sind es Frauen, die den Großteil der Pflegearbeit übernehmen. In seinem aktuellen Positionspapier „Pflegen gefährdet die Gesundheit“ fordert der bvkm deshalb gemeinsam mit seiner Bundesfrauenvertretung gezielte Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Gesundheit.

Das Leben als Frau mit Behinderungen ist gefährlich

Symbol Ausrufezeichen

Wien (kobinet) Nicht nur in Deutschland wird verstärkt über einen besseren Schutz behinderter Menschen vor Gewalt diskutiert. Daniela Rammel vom Vorsitzteam des österreichischen Unabhängigen Monitoringausschuss betonte anlässlich des Internationalen Frauentages im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS: „Für Frauen mit Behinderungen sind Gewalterfahrungen erschreckend normal. Die gesetzten Maßnahmen zum Gewaltschutz reichen nicht aus. Wenn eine Gewaltschutzeinrichtung einen stufenlosen Eingang hat, ist die Einrichtung noch lange nicht umfassend barrierefrei und zugänglich für alle Frauen mit Behinderungen. Dafür fehlt in Österreich nach wie vor das Bewusstsein. Es braucht tiefgreifende strukturelle Veränderungen zum Schutz von Frauen mit Behinderungen und flächendeckend barrierefreie Angebote.“

Achtung! Der alte Mann erzählt wieder von früher!

Himmel
Blick aus dem Seitenfenster eines VW Caddy. Ein weiter, teils bewölkter Himmel über einem schmalen Horizont mit Windräderm, hinter einem großen Gewässer. Schwarz weiß Aufnahme
Foto: RALPH MILEWSKI

Villmar – Weyer (Kobinet) Eine ziemlich verwirrte Kolumne über Meinungsfreiheit .

Meinung kommt ja von „Mein“! Also ist vor allem meine Meinung frei!

Behinderte Abgeordnete brauchen bessere Unterstützung

Constantin Grosch im E-Rolli
Constantin Grosch im E-Rolli
Foto: privat

Hannover (kobinet) „Etwa zehn Prozent aller Menschen in Deutschland haben eine Behinderung. In den Parlamenten auf Landes- und Bundesebene sind behinderte Abgeordnete jedoch ein seltenes Bild. SPD-Politiker Constantin Grosch ist einer von wenigen. Ende Februar hat er ein Vernetzungstreffen im Landtag in Hannover initiiert. Das Ziel: Über Parteigrenzen hinweg einen Austausch über politische Teilhabe anregen“, heißt es in einem Beitrag der Frankfurter Rundschau. Anna Laura Müller sprach mit Constantin Grosch über die Situation behinderter Abgeordneter.

Erfolgreiche Gleichstellungspolitik ist intersektional ausgerichtet

Martina Puschke
Martina Puschke
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) Im Vorfeld des Internationalen Frauentages am 8. März 2024 fordert das Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung beim Verein Weibernezt gleichstellungspolitische Vorhaben intersektional auszurichten „Zu den wichtigsten gleichstellungspolitischen Vorhaben, die in dieser Legislaturperiode noch umgesetzt werden müssen, zählen die Gewaltschutzstrategie und das Gewalthilfegesetz. Beide müssen in diesem Jahr fertig gestellt werden“, erklärt Martina Puschke, Leiterin der Politischen Interessenvertretung.

Ottmar Miles-Paul: Genervt vom Lokführerstreik

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Ottmar Miles-Paul wäre heute, am 7. März 2024, und morgen eigentlich bei für ihn wichtigen Gesprächen in Berlin und Bonn unterwegs. Der erneute Streik der Lokführer hat dies verhindert. Bei allem Verständnis für das Streikrecht oder für begrenzte Möglichkeiten der Bahn, kam er um diesen Kommentar nicht umhin. Denn bei all den Diskussionen über den Streik, werden oft diejenigen vergessen, die eben nicht mal schnell in ihr Auto steigen und zu Veranstaltungen, zur Arbeit oder zu sonstigen wichtigen Terminen fahren können – und dazu gehören viele behinderte Menschen. Vor allem für Veranstlatungen der Behindertenverbände haben die Streiks enorme Folgen, auf die kaum jemand schaut.

Laure Gehlhaar zu Gast im Podcast von Verena Bentele

Sharepic zum Podcast mit Laura Gehlhaar
Sharepic zum Podcast mit Laura Gehlhaar
Foto: VdK

Berlin (kobinet) Laura Gehlhaar, Autorin und Beraterin mit den Schwerpunkten Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion hat nicht nur auf der Demonstration Hand in Hand gegen rechts am 3. Februar 2024 am Reichstag in Berlin eine Rede gehalten. Vor kurzem war sie zu Gast im Podcast „In guter Gesellschaft“ von Verena Bentele vom VdK. „Laura Gehlhaar hat Sozialpädagogik und Psychologie studiert, ist ausgebildete Coachin und arbeitet als Autorin, Beraterin und Rednerin. In ihren Texten und in den sozialen Medien schreibt und berichtet sie über ihr Leben als Mensch im Rollstuhl und setzt sich für mehr Inklusion in der deutschen Gesellschaft ein“, heißt es in der Ankündigung des Podcast mit Verena Bentele.

Dokumentation: Impulse zur schulischen Inklusion in Bremen

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) Der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, weist in seinem aktuellen Newsletter auf eine Dokumentation einer Veranstaltung vom 5. Februar 2024 hin, in der es um Impulse zur schulischen Inklusion in Bremen ging. „Gerade angesichts der gegenwärtigen Personalversorgungskrise ist es wichtig, sich noch einmal die Grundlagen inklusiver Bildungspraxis zu vergegenwärtigen und miteinander im Gespräch zu bleiben über die Gelingensbedingungen von Inklusion“, so Arne Frankenstein, der sich freute, dass über 200 Personen zur Podiumsdiskussion gekommen sind zum Thema „Impulse zur schulischen Inklusion in Bremen. Wofür wir einstehen. Woher wir die Kraft nehmen.“

Broschüren in Leichter Sprache zur Europawahl 2024

Flagge der EU
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Foto: gemeinfrei

Dresden (kobinet) „Am 9. Juni 2024 finden die Europa-Wahlen statt. Hierzu wird eine Vielzahl an Wahlbroschüren veröffentlicht werden, auch Wahlbroschüren in Leichter Sprache. Beispielgebend sind die Wahlbroschüre ‚Europa wählt – Das Heft zur Europawahl 2024‘ der Bundeszentrale für politische Bildung und die Wahlbroschüre ‚Europa-Wahlen 2024‘ des Wochenschau Verlages. Diese beiden Broschüren vermitteln anschaulich und auf verständliche Weise wesentliche Grundinformationen über die Europäische Union, die Europawahl und die Bedeutung und den Ablauf der Wahlen. Die Broschüren richten sich vor allem an Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder mit Lernschwierigkeiten und wollen sie ermutigen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.“ Darauf macht der sächsische Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, Michael Welsch, aufmerksam und hat die Links zu den Broschüren auf seiner Internetseite eingestellt.

Studie zu Möglichkeiten bei Diskriminierungen im Gesundheitswesen

Logo: Antidiskriminierungsstelle des Bundes
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Foto: ADS

Berlin (kobinet) Während das Bundesgesundheitsministerium derzeit eine Reihe von Fachgesprächen für die Entwicklung eines Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen durchführt, greift die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) das Thema anhand der Diskriminierungen im Gesundheitswesen auf. Am 19. März 2024 stellt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in einer Onlineveranstaltung von 14:00 bis 17:00 Uhr eine neue Studie mit dem Titel „Diagnose Diskriminierung. Beratungs- und Beschwerdemöglichkeiten bei Diskriminierungen im Gesundheitswesen“ (Link zur Projektseite) vor.

Bluttests nicht als Regeluntersuchung in Schwangerschaftsvorsorge

Ulla Schmidt und Arne Frankenstein
Ulla Schmidt und Arne Frankenstein
Foto: LB Bremen

Berlin (kobinet) Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hatte zusammen mit vielen anderen Verbänden immer wieder vor der Einführung vorgeburtlicher Bluttests als gesetzliche Kassenleistung gewarnt: Nicht-invasive Pränataltests, kurz NIPT, werden nicht die Ausnahme bleiben, sondern zur Regeluntersuchung in der Schwangerschaftsvorsorge werden. Jetzt haben Abgeordnete verschiedener Fraktionen einen Antrag (20/10515) im Bundestag gestellt, der ein Monitoring und ein Expertengremium zu den Folgen der Bluttests fordert. „Wir begrüßen diese Initiative sehr“, erklärte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe. „Menschen mit Behinderung gehören dazu und dürfen nicht aussortiert werden. Der Druck der Gesellschaft, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, wird durch solche Tests immer größer.“

Diskussionen über System der Werkstätten in München und Bremen

Sharepic zur Roman-Lesung von Ottmar Miles-Paul in Bremen
Sharepic zur Roman-Lesung von Ottmar Miles-Paul in Bremen
Foto: LB Bremen

München / Bremen (kobinet) Hannah Fröhler hat sich im Rahmen der Masterarbeit ihres Studiums der Politikwissenschaften mit der Frage befasst, wie es um die Selbstvertretung von Menschen mit Lernschwierigkeiten steht und was für eine gute Partizipation dieses Personenkreises wichtig ist. Nun ist sie in der Praxis angekommen und hat den kobinet-nachrichten einen Bericht über den Diskussionsprozess der Münchner „Politikrunde“ zugesandt, der dort anhand des Romans Zündeln an den Strukturen über das System der Werkstätten geführt wird. Auch in Bremen steht am 13. März 2024 eine Diskussion mit dem Autor des Romans, Ottmar Miles-Paul, im Kwadrad an. Bisher haben sich 100 Teilnehmende für die Lesung angemeldet. Bis zum 8. März sind weitere Anmeldungen noch möglich, wie das Team des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen mitteilte, das die Lesung mit anschließender Diskussion organisiert und u.a. auch eine Dolmetschung in Leichter Sprache und Gebärdensprache organisiert hat.

Verhinderung der Destabilisierung des Rentenniveaus wichtiger Anfang

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Finanzminister Christian Lindner haben am 5. März 2024 in Berlin das Rentenpaket II vorgestellt. Dazu hat sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele zu Wort gemeldet: „Es ist ganz im Sinne des VdK, dass mit dem Rentenpaket II eine Destabilisierung des Rentenniveaus bis 2039 verhindert werden soll. Dieser Schritt muss jetzt der Einstieg in eine faktenbasierte und vernünftige Diskussion über die Zukunft der Rente sein.“

Bericht über Protest zum Erhalt des Gedenkorts in Pirna-Sonnenstein

Plakat zur Protestaktion am 23.2.24 in Pirna
Plakat zur Protestaktion am 23.2.24 in Pirna
Foto: Von Annett Heinich gepostet

Pirna-Sonnenstein (kobinet) „Am Nachmittag des 23. Februar 2024 kamen Betroffene, Mitglieder von Vereinen, Verbänden, Parteien, Pirnaer, Lothar Priewe der Orginisator der Online-Petition auf chance.org auf den Pirnaer Sonnenstein auf das Gelände einer der größten Tötungsanstalten im Rahmen des Euthanasieprogramms T 4, wo allein hier über 14.000 Menschen ihr Leben verloren. Sie protestierten gegen die Zerstörung der sogenannten Anstaltsscheune, welche in Luxuseigentumswohnungen mit der Möglichkeit auf viel Steuerabschreibungen, umgewandelt werden sollen“, heißt es in einem Bericht von Carola Nacke vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) Sachsen.

Förderung von Barrierefreiheit medizinischer Niederlassungen im ländlichen Raum

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

Erfurt (kobinet) Das Thüringer Sozialministerium (TMASGFF) informierte vor kurzem über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von ärztlichen Niederlassung und Apotheken im ländlichen Raum. Die entsprechende Richtlinie liegt nach Informationen des Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen nun in novellierter Fassung vor und umfasst in diesem Zusammenhang und unter bestimmten Voraussetzungen auch die Gewährung von Mitteln für mehr Barrierefreiheit: „Im Zusammenhang mit der Förderung für Investitionen können auch Förderungen für den Ausbau der Barrierefreiheit von bis zu 5.000 Euro gewährt werden.“, gab das Ministerium auf seinen Seiten bekannt, wie der Landesbehindertenbeauftragte von Thüringen, Joachim Leibiger, in seinem aktuellen Newsletter mitteilte.

Webinar-Reihe zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit

Logo: Bundesfachstelle Barrierefreiheit BFSG 2025
Logo: Bundesfachstelle Barrierefreiheit BFSG 2025
Foto: Logo: Bundesfachstelle Barrierefreiheit

Berlin (kobinet) Was bedeutet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für den E-Commerce? Wie können Online-Händler Barrieren für Kunden in ihrem Online-Shop identifizieren? Und wie integriert man die Umsetzung digitaler Barrierefreiheit in den Arbeitsprozess? Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit veranstaltet speziell für die Zielgruppe E-Commerce eine Webinar-Reihe zu Themen und Fragen rund um das BFSG. „Wir möchten E-Commerce-Unternehmen, Agenturen, Rechts- und IT-Beratende sensibilisieren und informieren, bevor das Gesetz im Juni 2025 in Kraft tritt“, heißt es vonseiten der Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Am 20. März 2024 von 10:00 bis 10:45 Uhr findet mit einem Live-Auftakt-Webinar E-Commerce „BFSG 2025“ der Auftakt der Webinar-Reihe statt.

TV-Tipp: Dokumentation über Tibet

Dalai Lama im gelben Gwand
Dalai Lama im indischen Exil
Foto: ARTE

Berlin (kobinet) Die Nachfolge des 14. Dalai Lama gewinnt für die Zukunft Tibets und das internationale geopolitiche Gleichgewicht an Bedeutung. Der Friedensnobelpreisträger feierte unlängst seinen 88. Geburtstag. „Tibet – China: Das stille Verschwinden“, so ist der Titel einer Dokumentation, die heute um 20.15 Uhr im deutsch-französischen Fernsehsender arte ausgestrahlt wird.

Gesetzentwurf für mehr Barrierefreiheit endlich veröffentlichen

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Berlin (kobinet) Der Referentenentwurf für die Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BGG) muss endlich auf den Weg gebracht und veröffentlicht werden. Darin waren sich die Teilnehmenden der Konferenz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vom 27. Februar 2024 im Berliner Congress Center einig. Als der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel zum Abschluss der Konferenz diese Forderung erhob, brandete großer Beifall auf, denn dabei geht es entscheidend darum, ob wir endlich auch in Deutschland die privaten Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit verpflichten.

Access mit neuer Geschäftsführung

Logo von Access
Logo von Access
Foto: Access

Erlangen (kobinet) Während viele noch große Zweifel bezüglich der Möglichkeiten der Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hatten, wurden in Erlangen schon viele behinderte Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Nach über 25 Jahren des Wirkens von Access – Inklusion im Arbeitsleben als gemeinnützige GmbH für das Anliegen der beruflichen Inklusion am regionalen Arbeitsmarkt und darüber hinaus, hat sich die Geschäftsführung der in Erlangen angesiedelten Access gGmbH neu aufgestellt. Der ehemalige Geschäftsführer, Karl-Heinz Miederer, trat seinen verdienten Ruhestand zum Jahreswechsel an. Seit dem 1. Januar 2024 wird Access nun durch Andrea Seeger und Florian Walczak weitergeführt, wie die neue Geschäftsführung mitteilte.

Ein neuer Anfang: Selbständiges Wohnen mit Persönlichem Budget

Logo der Fachstelle EUTB
Logo der Fachstelle EUTB
Foto: Fachstelle EUTB

Berlin (kobinet) „Ein neuer Anfang: Selbständiges Wohnen mit dem Persönlichen Budget“, so lautet der Titel eines Beitrags im aktuellen Newsletter der Fachstelle Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung. „Unterschiedliche Wohnformen existieren: Wohngemeinschaften, allein, in Partnerschaft oder mit der Familie. Menschen mit und ohne Behinderungen wählen selbstständig, wo und mit wem sie leben möchten. Das Bundesteilhabegesetz sichert individuelle Unterstützung zu, unabhängig von der jeweiligen Wohnsituation. Gemeinsam mit Wolfgang Weiß, Berater der EUTB® Leonberg, sind wir dazu ins Gespräch gekommen: Er berichtet von einer Beratungskonstellation zum Thema ’selbstbestimmtes Wohnen‘ mit einer ratsuchenden Angehörigen. Im Interview geht es auch um das Persönliche Budget (PB). Detaillierte Informationen zum Persönlichen Budget können Sie dem Wörterbuch der Teilhabe und den dort weiterführenden Links entnehmen“, heißt es in der Einführung des Beitrags.

Zum Vormerken: 5. Mai 2024 Protesttags-Demo in Berlin

Demonstranten gehen von Brandenburger Tor zum Rathaus
Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2024. Bitte halten Sie sich den Tag frei und demonstrieren Sie mit“, heißt es im aktuellen Newsletter der Berliner Behindertenzeitung, die vom Berliner Behindertenverband herausgegeben wird. In vielen anderen Städten finden ebenfalls Aktionen und Veranstaltungen zur Gleichstellung behinderter Menschen im Zeitraum vom 27. April bis 12. Mai 2024 statt. Bis 31. März können noch Anträge für die Förderung von Aktionen und Veranstaltung zum Protesttag bei der Aktion Mensch gestellt werden.

Gründungskonferenz für Menschenrechtsallianz in Österreich

Fahne von Österreich
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Foto: public domain

Wien (kobinet) In Deutschland haben sich im Januar 2023 über 120 Organisationen zum Bündnis AGG Reform Jetzt zusammengeschlossen, das für die längst überfällige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) gruppenübergreifend eintritt. In Österreich wurde nun die Initiative für eine Menschenrechtsallianz ins Leben gerufen. Mitte Februar 2024 fand dazu ein erstes öffentliches Treffen mit großer Beteiligung statt, wie es im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS heißt.

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter anhaltend hoch

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Im Vergleich zum Januar 2024 hat sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen in Deutschland im Februar um knapp 500 reduziert und bleibt damit anhaltend hoch. Im Februar 2024 waren 173.768 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Im Januar 2024 waren es noch 174.250. Trotz neuer Regelungen für die Ausgleichsabgabe für beschäftigungspflichtige Betriebe und einer Reihe weiterer neuer Regelungen im Rahmen des am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts können noch keine nennenswerten Effekte für die bessere Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt festgestellt werden. Im Vergleich zum Februar 2023, als noch 166.507 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren, ist die Zahl sogar um über 7.000 massiv angestiegen.

Paritätischer warnt vor Aktienrente

Grafik, die steigende und fallende Werte zeigt
Aktienkurse sind risikoreich
Foto: Pixabay/Mediamodifier

BERLIN (kobinet) Die geplante Einführung einer Aktienrendite kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband scharf als “riskanten Irrweg”. Um die gesetzliche Rente als Herzstück der Sozialversicherungen armuts- und zukunftsfest zu machen, brauche es vielmehr die Umgestaltung zu einer echten Bürgerversicherung, fordert der Wohlfahrtsverband.

Beratungsbedarf wächst weiter

Symbol Ausrufezeichen

MÜNCHEN (kobinet) Nach dem Bericht des Bezirkes Oberbayern wächst der Bedarf an der Vor-Ort-Beratung an den oberbayerischen Pflegestützpunkten weiter rasant. Wie die Jahresstatistik 2023 zeigt, stieg an allen 19 Standorten die Anzahl der Beratungen, insgesamt von 2867 im Jahr 2022 auf nun 5188 – ein Wachstum von 81 Prozent.

HandsUp für mehr Inklusion

Bild vom Gebärdenchor HandsUp
Bild vom Gebärdenchor HandsUp
Foto: Aktion Mensch

Hamburg (kobinet) „Konzerte sind nichts für gehörlose Menschen? Doch! Spätestens dann, wenn den Verantwortlichen Inklusion am Herzen liegt. Ein tolles Beispiel ist der ‚HandsUp‘-Chor in Hamburg. Dort werden die Lieder nicht gesungen, sondern gebärdet. Damit begeistert unser Förderprojekt ein immer größer werdendes Publikum“, hießt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch. „Der Gebärdenchor ‚HandsUp“ ist mit jährlich 12 Auftritten lebendiger Beweis und Botschafter für Inklusion und Teilhabe“, heißt im Bericht über das Projekt.

Trauer um Karin Brich

Karin Brich
Karin Brich
Foto: NITSA

München (kobinet) „Erst vor wenigen Tagen erreichte uns die Nachricht, dass unser Gründungs- und Vorstandsmitglied Karin Brich im Krankenhaus war und auf die Intensivstation verlegt wurde. Karin hat uns vergangenen Donnerstag für immer verlassen. Wir sind bestürzt und in Gedanken bei ihrer Familie und allen Menschen, die Karin nahestanden“, heißt es in einem am 3. März 2024 veröffentlichten Nachruf auf der Internetseite des Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) Nachruf auf Karin Brich.

Neues Projekt: Behinderte Menschen in Katastrophenlagen nicht diskriminieren

Schild mit Rollizeichen: Bitte hier warten. Please wait here.
Schild mit Rollizeichen: Bitte hier warten. Please wait here.
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) startete in das Jahr 2024 mit einem neuen Projekt namens „Nicht-Diskriminierung behinderter Menschen in Gefahrensituationen und humanitären Notlagen“. Das Projekt wird für drei Jahre durch den beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales angesiedelten Partizipationsfonds finanziert. „Kriege, Klimawandel und Katastrophen: Das 21. Jahrhundert stellt die Menschheit vor tiefgreifende Herausforderungen. Und besonders für Menschen mit Behinderungen sind sie eine existenzielle Gefahr. Deshalb schreibt die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Artikel 11 vor: ‚Die Vertragsstaaten ergreifen im Einklang mit ihren Verpflichtungen nach dem Völkerrecht (…) alle erforderlichen Maßnahmen, um in Gefahrensituationen (…) den Schutz und die Sicherheit von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten'“, heißt es in einer Presseinformation zum neuen Projekt der ISL.

Über 1.000 Kontaktdaten mit Gebärdensprachkenntnissen auf www.deafservice.de

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

Röthenbach (kobinet) Das Portal für Hörbehinderte und Gehörlose www.deafservice.de wurde 2010 gelauncht. Betrieben und finanziert wird das Portal seit der Gründung privat von Judit Nothdurft aus Röthenbach. Die Unternehmerin und Dozentin ist Mutter von zwei erwachsenen gehörlosen Söhnen und engagiert sich seit Jahren für Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe. Über 1.000 bundesweite Kontaktdaten aus 300 Branchen sind hier erfasst, die ihre Leistungen für Gehörlose barrierefrei in Gebärdensprache anbieten, wie sie in per Pressemitteilung bekannt gab.

Kinderbuch Online-Lesung: Als Ela das All eroberte

Plakat zur Online-Lesung am 8. März 2024
Plakat zur Online-Lesung am 8. März 2024
Foto: Selbstbestimmt Leben Ludwigsburg

Kehl / Ludwigsburg (kobinet) „Raul Krauthausen und Adina Hermann lesen am Freitag, den 8. März 2024, um 16:00 Uhr aus dem Kinderbuch „Als Ela das All eroberte“, das sie gemeinsam geschrieben haben. Die Lesung findet online statt und richtet sich an groß und klein – alle sind willkommen.“ Darauf hat Bettina Krück hingewiesen, die zusammen mit Antonio Florio vom Verein Selbstbestimmt Leben im Landkreis Ludwigsburg diese gemeinsame Online-Lesung organisiert.

Momentaufnahme 336

Krokusse im Sonnenlicht
Krokusse
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Frühling ist eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit. (Henry David Thoreau)

Rückenwind für Projekt zur Budgetkompetenz bei erster Beiratssitzung

Gruppenbild von der Beiratssitzung des Projekts Budgetkompetenz
Gruppenbild von der Beiratssitzung des Projekts Budgetkompetenz
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Im Februar 2024 kam der neu geschaffene Projektbeirat zur Unterstützung des bundesweiten Projektes „Budgetkompetenz – Initiative zum Budget für Arbeit und Ausbildung“ das erste Mal in Berlin zusammen. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen aus Rechtswissenschaft, der Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit, dem Landschaftsverband Rheinland, den Werkstatträten Deutschland und nicht zuletzt dem Büro des Bundesbehindertenbeauftragten sowie allen Projektpartnern, fand ein reger interessierter Austausch statt. „Es wurde sehr deutlich, wie wichtig allen Anwesenden das Thema Arbeitsmarktinstrumente und der Inklusive Arbeitsmarkt ist“, teilte Wiebke Schär von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit.

Die Neue Norm Podcast zu Kinderbüchern

Logo: Die Neue Norm
Logo: Die Neue Norm
Foto: BR

München (kobinet) „Stereotype Held*innengeschichten oder Disability Mainstream? Kinderbücher sind vielfältig. Was unsere persönlichen Lieblingsbücher waren und wie für uns das perfekte Kinderbuch aussehen würde, besprechen wir in dieser Folge unseres Bayern 2 Podcasts“, heißt es in der Ankündigung der neuen Ausgabe des Podcast Die Neue Norm zum Thema Kinderbücher.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Februar 2024

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Probleme werden sichtbar gemacht und junge Menschen inspirieren Monatsrückblick auf den Monat Februar“, so titelte Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die neueste Episode mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Februar 2024. Zusammen mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul ließ er die behindertenpolitischen Geschehnisse im letzten Monat Revue passieren.

Nicht-invasive Pränataltests sollen Kassenleistung werden

Kleinkind, das in Decken eingewickeltist, schaut den Betrachter  des Bildes nach oben an
Kleine Kinder verändern das Leben in Familien
Foto: Pixabay/Pexels

BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung wird aufgefordert, ein Monitoring zu den Folgen der Kassenzulassung des Nicht- invasiven Pränataltest (NIPT) zu veranlassen. Das fordert die interfraktionelle Gruppe Pränataldiagnostik in Form eines Antrags an die Bundesregierung. Sie bringt damit eine Initiative auf den Weg, die dem Bundesratsbeschluss „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums“ vom 16. Juni 2023 entspricht:

Studie ermittelt Unterstützungsbedarf

Wappen Bundesland Sachsen
Wappen Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) Im Auftrag des Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt soll eine Studie jetzt den Unterstützungsbedarf bei Autismus-Spektrum-Störungen und weiteren spezifischen Behinderungen in Sachsen ermitteln. Damit soll ermittelt werden wie viele Menschen mit spezifischen Behinderungen wie einer Autismusspektumstörung, Taubblindheit, dem Angelman-Syndrom oder dem Prader-Willi-Syndrom in Sachsen leben und wie sich ihre Lebenssituation gestaltet.

Arbeiten außerhalb der Werkstatt – Betroffene gründen ein Netzwerk

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Foto: Netzwerk Artikel 3

Berlin (kobinet) Behinderte Menschen, die anstatt in einer Werkstatt für behinderte Menschen außerhalb der Werkstatt arbeiten, wollen ein Netzwerk gründen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten und andere behinderten Menschen auf dem Weg aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Ein erstes Online-Treffen für behinderte Menschen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten oder da arbeiten wollen, die das Budget für Arbeit oder Ausbildung nutzen, findet am Freitag, den 5. April 2024 von 15:00 bis 17:00 Uhr über Zoom statt. Dies teilte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit, die im Projekt „Budgetkompetenz – Initiative zum Budget für Arbeit und Ausbildung“ mitwirkt.