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Buchlesung mit Diskussion in Bremen zur Situation in Werkstätten

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Bremen (kobinet) Auf Einladung des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen, Arne Frankenstein, findet am 13. März 2024 um 16:30 Uhr im Kwadrat Bremen, Wilhelm-Kaisen-Brücke 4, in Bremen eine Buchlesung mit anschließender Diskussion zum Reportage-Roman „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen mit Ottmar Miles-Paul statt. Anmeldungen werden bis zum 6. März 2024 entgegen genommen, heißt es auf der Internetseite des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen.

Workshops des Projekts Afro-diasporische Communities und Behinderungen

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Berlin (kobinet) Das Projekt AdiCoBe – Afro-diasporische Communities und Behinderungen – Black (dis)abled Power bietet in den nächsten Monaten einige Workshops an, um Raum für den Austausch zu geben, Wissen zusammenzutragen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. „Für den Auftakt der Workshopreihe wählten wir das Wochenende nach dem 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus und zugleich Welt-Down-Syndrom-Tag“, heißt es auf der Internetseite des Projekts.

Kritik an österreichischem Werkstättensystem

Daumen unten
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Foto: Irina Tischer

Wien (kobinet) Nicht nur in Deutschland wird heiß über die Entlohnung in Werkstätten für behinderte Menchen weit unter dem Mindestlohn und vor allem über die mangelnden Alternativen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt diskutiert. Die österreichische Volksanwaltschaft kritisierte nun, dass in österreichischen Werkstätten für behinderte Menschen Zeiten der Krankheit vom „Urlaubsanspruch“ abgezogen werden. Darüber berichtet der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS. „Menschen mit Behinderungen bekommen in den ‚Werkstätten‘, in denen sie arbeiten, nur Taschengeld statt Lohn. Das kritisiert die Volksanwaltschaft schon lange. Nun ist ein neuer Aspekt des Problems aufgetaucht: Weil die Beschäftigung von Christian S. nicht als Arbeitsverhältnis gilt, kann er auch nicht in Krankenstand gehen. Die Zeit, die er krank war und in der Werkstatt gefehlt hat, wurde ihm von den 50 jährlich erlaubten Fehltagen pro Jahr abgezogen“, heißt es im BIZEPS-Bericht.

M3 Global sucht Menschen mit Ernährungssonde für Studie

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Berlin (kobinet) Das internationale Forschungsunternehmen M3 Global hat eine Studie zum Thema Leben mit Ernährungssonde gestartet. Im Mittelpunkt der Studie stehen Menschen, die eine Ernährungssonde (PEG-Sonde, Gastrotube oder Button) selbst nutzen bzw. An- und Zugehörige die Menschen mit einer Ernährungssonde pflegen oder sie bei der Versorgung unterstützen. Darauf hat Laura Mench die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Süddeutsche berichtete über nicht-invasiven Pränataltest

Bild mit Text zum Artikel der Süddeutschen Zeitung
Bild mit Text zum Artikel der Süddeutschen Zeitung
Foto: SZ

Bremen (kobinet) „Wir freuen uns, dass die Süddeutsche Zeitung in der letzten Wochenendausgabe mit dem Artikel ‚Hauptsache Gesund?‘ die Diskussion um den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT) aufgegriffen hat. Arne Frankenstein weist in dem Artikel erneut darauf hin, welche Botschaft mit dem Test verbunden ist: ‚Es wird vermittelt, dass es ein vermeidbares Risiko ist, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen.‘ Die SZ hat den Fokus in dem Artikel auf die belastende Situation gerichtet, in welcher sich werdende Eltern befinden. Unsere Schlussfolgerung: Der durch Bremen initiierte Bundesratsbeschluss ‚Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums‘ muss durch das Bundesministerium für Gesundheit zeitnah umgesetzt werden.“ Dies schreibt das Team des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen auf Facebook und verweist auf den Beitrag der Süddeutschen Zeitung.

Auf jeden Fall wählen gegen rechts am 11. Februar in Berlin

Logo: Selbst Aktiv
Logo: Selbst Aktiv
Foto: AG Selbst Aktiv

Berlin (kobinet) Die Bundestagswahl wird am 11. Februar 2024 in einigen Berliner Wahlkreisen aufgrund von Problemen bei der Bundestagswahl 2021 wiederholt. Mechthild Ravert von der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv der SPD ruft im Vorfeld dieser Wahl dazu auf, auf jeden Fall wählen zu gehen und dies gegen rechts. Bereits am 3. Februar hat sich die AG Selbst Aktiv an der Demonstration #WirSindDieBrandmauer von Hand in Hand in Berlin beteiligt.

Steht neuer Landesbeauftragter im Saarland schon fest?

Symbol Fragezeichen

Saarbrücken (kobinet) Die kobinet-nachrichten hatten wiederholt über die zweifelhaften Vorgänge bei der Neubesetzung der Position des Landesbehindertenbeauftragten im Saarland berichtet. Nun soll wohl der bisherige Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im Saarland, Michael Schmaus, neuer Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen werden, wie es in einem Bericht des Saarländischen Rundfunks (SR) heißt. Zuletzt hatte es massive Kritik am Verfahren für die Neubesetzung der Position vor allem auch bei den im Landsbehindertenbeirat vertretenen Organisationen gegeben.

Arbeit für Kulturinteressierte im Raum Berlin

Zwei Masekn mit je einem lachendem und einem  traurigen Gesicht
Kultur zeigt immer alle Gesichter des Lebens
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

BERLIN (kobinet) Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Kultur können im Raum Berlin im Jahrgang 2024/2025 (von September bis August) rund zehn inklusive Plätze vergeben werden. Freiwillige mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung sind in Teilzeit ab 21 Stunden pro Woche tätig und werden dabei umfangreicher und individueller begleitet als im bisher bekannten FSJ Kultur – im Vermittlungsverfahren vorab, in ihrem Alltag in den Einrichtungen und bei den Bildungsseminaren. Zudem erhalten die Freiwilligen 438 Euro Taschengeld und sind sozialversichert.

Syrien braucht langfristig noch viel Hilfe

Ein kleines Mädchen sitzt aauf dem Schoß einer Frau, die einen Mundschutz trägt
In Syrien brauchen die Überlebenden des Erdbebens vom 6. Februar 2023 wie die kleine Nour noch viel Hilfe
Foto: HI 2023

MÜNCHEN (kobinet) Ein Jahr nach Erdbeben vom 6. Februar 2023 brauchen die Überlebenden in Syrien viel mehr langfristige Hilfe für die Schwerverletzten. Wie die Hilfsorganisation Handicap International (HI) berichtet, so benötigen amputierte Menschen Physiotherapie, Prothesen oder Rollstühle sowie Medikamente und psychologische Hilfe. HI verweist darauf, dass viel mehr langfristige Unterstützung notwendig ist.

Fast 175.000: Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter steigt massiv an

Symbol Prozentzeichen

Nürnberg (kobinet) Die Arbeitslosenzahlen schwerbehinderter Menschen sind im Januar 2024 massiv angestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit bezifferte die Zahl arbeitslos gemeldeter schwerbehinderter Menschen im Januar 2024 mit 174.250. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies über 8.000 schwerbehinderte Menschen mehr, die arbeitslos gemeldet sind. Im Januar 2023 lag diese Zahl noch bei 165.635. Lediglich in der Hochphase der Corona-Pandemie im Januar 2021 lag die Zahl arbeitslos gemeldeter Schwerbehinderter in den letzten fünf Jahren mit 180.047 in einem Januar höher als derzeit.

Vorbereitungen zum Protesttag zum 5. Mai laufen auf Hochtouren

Plakat zum Europäischen Protesttag 2024 der Aktion Mensch
Plakat zum Europäischen Protesttag 2024 der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Die Vorbereitungen für Aktionen zum 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, laufen in einigen Städten und Regionen bereits auf Hochtouren. Unter dem Motto „Viel vor für Inklusion! Selbstbestimmt Leben – ohne Barrieren.“ unterstützt die Aktion Mensch auch dieses Jahr vielfältige Aktionen und macht darauf aufmerksam, dass die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) endlich besser umgesetzt werden muss. Für Aktionen, die im Zeitraum vom 27. April bis 12. Mai 2024 zum Protesttag durchgeführt werden, gibt es bis zum 31. März 2024 noch die Möglichkeit, einen Förderantrag bei der Aktion Mensch bis zu 5.000 Euro ohne Eigenbeteiligung zu stellen. Darauf weist die Aktion Mensch auf ihrer Internetseite mit den Informationen zum diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen hin.

Es geht uns alle an! Verbände zeigten Flagge für die Demokratie

Demobild: Es geht und alle an
Demobild: Es geht uns alle an
Foto: Stephanie von Becker Photodesign

Berlin (kobinet) „ES GEHT UNS ALLE An!“ Diesen Schriftzug zeigten Vertreter*innen einer Reihe von Verbänden am 3. Februar 2024 bei einem Fototermin des Paritätischen vor Beginn der Veranstaltung gegen rechts am Reichstag in Berlin unter dem Motto „Hand in Hand gegen rechts #WirSindDieBrandmauer“. „Ein starkes Signal gegen die AfD und für die Demokratie! 300.000 waren heute in Berlin bei der #WirSindDieBrandmauer Demo. Was uns auch sehr freut: Über 100 Menschen haben an unserer Fotoaktion vor der Demo teilgenommen. Danke euch!#VielfaltOhneAlternative„, heißt es auf dem Facebook-Post des Paritätischen mit einem Foto von Stephanie von Becker Photodesign.

Saarland: Kritik an Ansiedlung und Anforderungen für Beauftragten für Barrierefreiheit

Landkarte Lage Saarland in Deutschland
Lage Saarland in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Saarbrücken (kobinet) Der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Saarland (BSK) hat die Stellenausschreibung für die Position des Beauftragten für Barrierefreiheit / Leiter der Landesfachstelle Barrierefreiheit durch die saarländische Landesverwaltung mit Interesse aufgenommen. Diese Position ist entscheidend für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und unterstützt die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Der Landesverband stellt jedoch nicht nur die Qualifikationsanforderungen der Stelle in Frage, die ein Hochschulstudium in Sozial- oder Politikwissenschaften vorsieht, sondern spricht sich auch für eine Neubewertung der organisatorischen Zuordnung der Stelle aus. „Aktuell ist die Position innerhalb der Landesverwaltung angesiedelt, doch wir sehen einen erheblichen Mehrwert darin, diese Stelle direkt als Stabsstelle beim Beauftragten des Landes für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu etablieren“, heißt es vonseiten des BSK.

Diskussion: Alles inklusiv? So barrierefrei sind die privaten Medien

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) „Alles inklusiv? So barrierefrei sind die privaten Medien“, so lautet der Titel einer Podiumsdiskussion, zu der der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, am 4. März 2024 von 12:00 bis 13:30 Uhr im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft einlädt.

Stadt Bargteheide unterstützt Forderung nach barrierefreiem Bahnhof

Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
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Foto: BSK e.V.

Bargteheide (kobinet) Die Bürgermeisterin der Stadt Bargteheide, Frau Hettwer, hat sich ausdrücklich für die von BSK-Kontaktstellenleiter Andreas Reigbert geforderte Barrierefreiheit der S4-Bahnen, insbesondere im Bereich des Bargteheider Bahnhofs, eingesetzt. In einer Stellungnahme dankte sie Andreas Reigbert für seinen Einsatz und bekräftigte die Wichtigkeit dieses Themas für die Stadt. Darauf weist der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) hin.

Vernetzungstagung von Kindern und Jugendliche mit Behinderung

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Uder (kobinet) „Kinder und Jugendliche mit Behinderung vernetzen sich bundesweit“, so lautet der Titel eines Vernetzungstreffens, das vom 12. – 14. April 2024 in der Bildungsstätte Eichsfeld in Uder (Thüringen) – 30 Minuten von Göttingen entfernt – als Präsenzveranstaltung stattfindet. Darauf macht der Bundesverband behinderter Eltern (bbe) aufmerksam, der die Tagungsorganisation für die behinderten Kinder und Jugendlichen übernimmt.

Frauenbeauftragte gründen Landes-Arbeits-Gemeinschaft

Zehn Personen auf einer Bühne. Im Hintergrund der Schriftzug Wir sind die Delegierten
Bei der 2.Voll-Versammlung für Frauen-Beauftragte aus NRW, Stadthalle Münster-Hiltrup
Foto: Mira Unkelbach

MÜNSTER (kobinet) Der Frauenbeauftragten der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen war im Herbst 2022 von der Vollversammlung der Frauenbeauftragen gemeinsam mit sechs weiteren engagierten Frauenbeauftragten das Mandat erteilt worden, die Gründung eine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Frauenbeauftragten vorzubereiten. Mit einer zweiten Vollversammlung der nordrhein-westfälischen Werkstatt-Frauenbeauftragten wurde nun diese eigene LAG gegründet.

Momentaufnahme 333

Ein Stacheldraht im blauen Himmel mit weißen Wolken
Wolken
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden. (Rosa Luxemburg)

Behindertenparlament sucht Dialog

Abgeordnetenhaus von Berlin
Berliner Abgeordnetenhaus
Foto: sch

Berlin (kobinet) Rund 600 000 Menschen mit Behinderung leben nach Schätzungen in Berlin. Sie sind aber im politischen Leben weitgehend unterrepräsentiert, so die Berliner Woche vom 3. Februar. Deshalb siucht das Berliner Behindertenparlament den Dialog mit dem Senat.

Info Was ist ein Frauenhaus in Leichter Sprache und Gebärdensprache

Symbol Information

Berlin (kobinet) Die Frauenhauskoordinierung e.V. hat den Flyer „Was ist ein Frauen-Haus“ in Leichter Sprache veröffentlicht. Er soll professionellen Akteurinnen und Akteuren dabei helfen, mit von Gewalt betroffenen Frauen mit Lernbehinderung ins Gespräch zu kommen. Zudem gibt es auch Infos in Gebärdensprache. Darauf hat die hessische Landesbehindertenbeauftragte Rika Esser in ihrem Newsletter aufmerksam gemacht.

Brandmauer gegen Rechtsextreme

In Berlin dabei
Heute auf der Berliner Demo gegen Rechtsextreme
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Unter dem Motto „Wir sind die Brandmauer: Bündnis gegen rechts“ wurde heute in Berlin erneut gegen Rechtsextremismus und die AfD demonstriert. Behinderte Menschen waren dabei.

Trauer um Ursula Lehmann

Ursula Lehmann in Berlin
Ursula Lehmann
Foto: sch

Berlin (kobinet) Freunde und Mitstreiterinnen trauern um die Berliner Rollstuhlaktivistin Ursula Lehmann. Sie hat ihr Leben lang unermüdlich für Barrierefreiheit und Inklusion gekämpft. Hindernisse für behinderte Menschen machte sie immer wieder in den Medien publik, auch in den kobinet-nachrichten. „Eine nicht barrierefreie Trauerstätte hat die lebenslange Aktivistin für Barrierefreiheit nicht verdient“, so heute Weggefährtin Bärbel Reichelt in ihrem kobinet übermittelten Nachruf.

Special Olympics Nationale Spiele Thüringen 2024 erfolgreich abgeschlossen

Fünf Personen in Sportkleidung vor einer Schautafel mit Motiven der Nationalen Spiele
Die Teilnehmende der Abschluss-Pressekonferenz Special Olympics Nationale Spiele Thüringen 2024
Foto: SOD / Sascha Klahn

OBERHOF (kobinet) Nach fünf Wettbewerbstagen waren die Special Olympics Nationalen Spiele Thüringen 2024 gestern zu Ende gegangen. 900 Athletinnen und Athleten hatten in zehn Sportarten ihr Bestes gegeben. Bei 400 Siegerehrungen wurden die Teilnehmenden aus 13 Bundesländern und drei internationalen Delegationen für ihre sportlichen Leistungen geehrt. Für Special Olympics Deutschland geht mit den Winterspielen die erste nationale Großveranstaltung nach den Weltspielen in Berlin im letzten Jahr erfolgreich zu Ende.

Pflege gegen Rechtsradikalismus

Symbol Ausrufezeichen

MÜNCHEN (kobinet) Die Einhaltung der Menschenrechte versteht der Deutschen Pflegerat als Grundpfeiler des Berufsverständnisses der Pflege. „Die rechtsradikalen Äußerungen der AfD sind schon längst nicht mehr hinnehmbar. Ihre Provokationen und ihre Polemik zielen darauf ab, unsere Demokratie zu untergraben, unsere Gesellschaft zu spalten und die Grundwerte der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland zu verachten. Der Deutsche Pflegerat und die Profession Pflege sind schockiert darüber, dass solche Aussagen nicht nur hinter verschlossenen Türen, sondern auch in der Öffentlichkeit getätigt werden können, ohne Konsequenzen zu haben“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR) in diesem Zusammenhang.

Beim Unified Floorball gemeinsam stark

Drei Flooball-Spieler mit  Sticks in einer Ecke des Spielfeldes. Zuschauer dahinter
Das Unified Team aus Halle (hier in schwarz) gegen die österreichische Auswahl (in rot-weiß) beim Floorball-Wettbewerb in Oberhof
Foto: SOD / Jo Henker

OBERHOF (kobinet) Zum Programm der Special Olympics Winterspiele in Thüringen gehörte auch der Floorball. Eine Besonderheit dabei war, dass auch Mixed-Teams an den Start gingen, in denen Spielerinnen und Spieler mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam in der Mannschaft sind – so genannte Unified Teams. Beim Unified-Wettbewerb in Oberhof traten jeweils vier Feldspielerinnen und Feldspieler und jeweils ein Torwart/eine Torfrau pro Team gegeneinander an.

Förderungen bei Einstellung behinderter Akademiker*innen

Text Bundesagentur für Arbeit, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Logo der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung
Foto: ZAV

Marburg / Bonn (kobinet) Im Juli 2023 berichteten die kobinet-nachrichten über die hohe Zahl arbeitslos gemeldeter schwerbehinderter Akademiker*innen. Damals wies die Bundesagentur für Arbeit darauf hin, dass im Mai 2023 über 8.400 schwerbehinderte Akademiker*innen gemeldet waren, die einen Job suchen. Auf attraktive Fördermöglichkeiten bei der Einstellung schwerbehinderter Akademikerinnen und Akademiker weist nun der in Marburg ansässige Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) in seinem Newsletter horus aktuell hin. „Wenn Sie sich auf eine Stelle bewerben, kommen Sie nicht mit leeren Händen. Denn Ihr potenzieller Arbeitgeber kann diverse finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen“, heißt es im Newsletter horus aktuell.

LVR: Eingliederungshilfe-Leistungen jetzt einfach online beantragen

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Qualität für Menschen
Foto: LVR

Köln (kobinet) Menschen, die eine wesentliche Behinderung haben oder von einer solchen bedroht sind, haben Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe. Um diese zu erhalten, muss zunächst ein Antrag gestellt werden. Dies geht beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) ab sofort unproblematisch digital: Auf www.beratungskompass.lvr.de unter dem Menüpunkt „Anträge“. Eine Formularnavigation erleichtert das Ausfüllen und gibt Hilfestellungen für jeden Schritt des Antrags, wie zum Beispiel bei der elektronischen Identifizierung mittels des neuen Personalausweises. Auch Sorgeberechtigte von Kindern mit (drohender) Behinderung finden dort den Antrag auf heilpädagogische Leistungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung und der Frühförderung bis zum Schuleintritt, heißt es vonseiten des Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Sozialverband appelliert an die Politik

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Angesichts der Tatsache, dass die Politik gegenwärtig gefordert ist wie seit Jahrzehnten nicht, appelliert der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Sozialverband VdK sich entschlossen gegen die Krise zu stemmen. Und dies vor allem, wie der Landesvorsitzende Horst Vöge zum Neujahrsempfang des Sozialverbands VdK NRW in Düsseldor betont, im Hinblick auf die drängenden sozialpolitischen Themen. .

Kölner Rollstuhlbasketballer beim EuroCup

Bild mit einem  Blick auf die Ankara. Unter dem  Bild die Logos der drei teilnehmenden Vereine. Darüber der Text EUROCUP
Plakat des EuroCup
Foto: RBC Köln 99ers

KÖLN (kobinet) Die Kölner 99ers haben in diesem Wettbewerb insgesamt drei Spiele gegen drei absolute Spitzenclubs des europäischen Rollstuhlbasketballs zu absolvieren. Bei allem Respekt vor den großen Namen und der Herausforderung, die die EuroCup Gruppe mit sich bringt, können die Domstädter hier befreit aufspielen. Ein Startplatz im europäischen Finale ist den Kölner bereits jetzt schon sicher, nachdem das Team aus Israel aufgrund der politischen Lage ihre Teilnahme leider abgesagt hat.

Büro von Handicap International zerstört

Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international
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Foto: HI

MÜNCHEN (kobinet) Ende Januar 2024 wurde das Büro von Handicap International (HI) im Stadtteil Rimal in Gaza-Stadt durch den Einschlag einer Bombe völlig zerstört. Mitarbeitende der humanitären Hilfsorganisation waren nicht anwesend. Bisher gibt es noch keine Informationen über mögliche Opfer in den umliegenden Gebäuden. HI wurde vor dem Bombenangriff weder alarmiert noch gewarnt, obwohl die Koordinaten des Gebäudes ordnungsgemäß an das Benachrichtigungssystem der Vereinten Nationen und der israelischen Streitkräften übermittelt worden waren.

Bahnhof Biebrich wird nach Design für Alle neu geplant

Bahnsteig mit dahinter wachsenden Sträuchern und einem Gelände mit  kaputten   Werkhallen
Blick auf den Bahnhof Biebrich
Foto: Grauwert / Mathias Knigge

HAMBURG (kobinet) Das Quartier um den Bahnhof Biebrich wird in Wiesbaden neu geplant. Wie die „kobinet Nachrichten“ von Mathias Knigge von „grauwert – Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen“ erfahren, erstellen die TU Darmstadt und das Büro grauwert aus Hamburg in einem Projekt für die Landeshauptstadt Wiesbaden gemeinsam Pläne zur nachhaltigen Stadtentwicklung, um das Konzept Design für Alle im Städtebau zu verankern und eine inklusive Stadtgestaltung zu ermöglichen.

Interessantes zu Pflegegrad und Begutachtung

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

HANNOVER (kobinet) Wer sich schon immer über Pflegegrade, die Begutachtung sowie weitere damit in Verbindung stehende Punkte wissen wollte, kann am 29. Februar 2024 in einem kostenlosen Online-Vortrag mehr darüber erfahren. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen bietet in der Zeit von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr hilfreiche Informationen und die Möglichkeit, Antworten auf Fragen zubekommen.

Warum mehr statt keinem Zwang? Ambulante Zwangsmaßnahmen: Psychosoziale Problemlagen auf den einzelnen Menschen abwälzen

Pfeil mit Knoten
Der lange Weg zum Menschenrecht
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Daniel Pruras, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Gesundheit, hält 2017 folgendes zu der Tatsache der Rechtmäßigkeit medizinischer Zwangsmaßnahmen in Versorgungssystemen weltweit fest:

„Die Realität in vielen Ländern sieht so aus, dass es keine Alternativen gibt und die Abhängigkeit von der Anwendung von Zwang das Ergebnis eines systematischen Versagens beim Schutz der Rechte des Einzelnen ist.“ (ÜdA, A/HRC/35/21, 2017, Abs. 64, S. 15)

Dass es keine Alternativen gibt, stimmt so nicht ganz. Genauer genommen finden selbst wissenschaftlich bewiesene Alternativen nicht ausreichend in die Praxis. Zwang allerdings als ein Versagen des Systems beim Schutz der*des Einzelnen zu verstehen, sollte dazu aufrütteln, Versorgungsansätze, die Zwang als Option zulassen oder Zwang sogar, wie z.B. in Deutschland, als Schutz deklarieren (1 BvL 8/15 insbesondere Rn. 67ff), grundsätzlich zu hinterfragen.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Januar 2024

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Von ‚Ist Behinderung ein Schadensfall‘ bis zum Goldenen Rollstuhl – der kobinet-nachrichten Monatsrückblick“, so Titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) Sascha Lang die aktuelle Episode des IGEL-Podcast mit dem Rückblick auf die Behindertenpolitik im Januar 2024. Zusammen mit kobinet-Redakteur ackert er sich durch eine Vielfalt von Themen, die bereits im ersten Monat des Jahres auf der Tagesordnung standen und über die die kobinet-nachrichten berichtet haben.

Inklusion bedeutet nicht mit jedem per du zu sein

Stefan Göthling
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Foto: Mensch zuerst

Leinefelde (kobinet) Stefan Göthling, der Geschäftsführer der Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten, freut sich darüber, dass der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel u.a. mit seinen Teilhabeempfehlungen eine ernsthafte Diskussion für Alternativen zu dem von vielen Betroffenen abgelehnten Begriff „geistige Behinderung“ angestoßen hat. Darüber und dass behinderte Menschen immer noch desöfteren ganz selbstverständlich mit du und Vornamen angesprochen werden, während andere im gleichen Gespräch oder Bericht gesiezt werden, äusserte sich Stefan Göthling im Gespräch mit den kobinet-nachrichten u.a. dahingehend: „Inklusion bedeutet nicht, mit jedem per du zu sein.“

Bündnis AGG Reform zeigt Flagge für Demokratie und gegen Diskriminierung

Fahne: Diskriminierung spaltet, Demokratie vereint - Bündnis AGG Reform Jetzt!
Fahne: Diskriminierung spaltet, Demokratie vereint – Bündnis AGG Reform Jetzt!
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet) Diejenigen, die bei der Aktion am Samstag, den 3. Februar 2024, am Bundestag in Berlin Verbündete suchen, die für Demokratie und für Verbesserungen beim Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eintreten, können sich um 12:00 Uhr auf der Straße am Paul-Löbe-Haus zur Reichstagswiese hin bei der AGG-Fahne treffen. Darauf macht das Bündnis AGG Reform Jetzt aufmerksam, das bei der Aktion #WirSindDie Brandmauer gegen Rechts von Hand in Hand mitwirkt. Um 12:00 Uhr findet dort ein Fototermin des Paritätischen statt, an dem auch das Bündnis teilnimmt. Ab 13:00 Uhr beginnt dann die Veranstaltung, zu der weit über 1.000 Organisationen aufgerufen haben. „Wer später kommt, kann Ausschau nach den Fahnen für die AGG Reform halten und sich uns gerne anschließen“, teilte Ottmar Miles-Paul vom Bündnis AGG Reform Jetzt mit, der bei der Aktion dabei ist.

Mit neuen gesetzlichen Regelungen zur Barrierefreiheit ist zu rechnen

Hubertus Heil Porträt
Porträtfoto Hubertus Heil
Foto: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Jürgen Dusel hatte am 31. Januar 2024 zur Vorstellung der Empfehlungen für mehr Teilhabe von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen an die Politik ins Kleisthaus geladen und viele sind gekommen. Unter anderem auch der Bundesminster für Arbeit und Soziales Hubertus Heil. Dabei kündigte der Minister in seinem Redebeitrag an, dass nun bald Vorschlägen für die Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes und dabei vor allem für die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit zu rechnen ist. Diese Ankündigung wurde sowohl von Jürgen Dusel als auch von der Vorsitzenden des Sprecherinnenrats des Deutschen Behindertenrats positiv und mit hoffnungsvoller Erwartung entgegengenommen und kommentiert. Eine entsprechende Reform des Gesetzes sowie die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit ist im rot-grün-gelben Koalitionsvertrag verankert.

Neue Kampagne „Für mehr Miteinander“

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Die Gesellschaft driftet zunehmend auseinander. Politikverdrossenheit, ein Zuwachs an extremen Ideologien und eine sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich sind unübersehbare Zeichen dafür. Diese Entwicklungen betrachtet der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mit großer Sorge. Deshalb startet er seine neue Kampagne „Für mehr Miteinander“, mit der er sich für eine sozial gerechtere Gesellschaft und einen stärkeren Zusammenhalt einsetzt.

Erste Medaillen bei den Special Olympics

Zwei junge Frauen im  Dress einer Tänzerin zeigen ihre  Goldmedallien
Emma Gania (links) mit ihrer Unified-Partnerin Lena Vollbrecht mit der Goldmedaille
Foto: Sascha Klahn

OBERHOF (kobinet) In acht Sportarten gab es zu Beginn der Special Olympics Nationalen Spielen 2024 die Entscheidungen und viele freudige Gesichter. Im Eiskunstlauf gewannen Emma Gania und ihre Partnerin Lena Vollbrecht aus Bayern die Goldmedaille im Unified-Wettbwerb und, wie im Bild des Tages zu sehen ist, freuten sich sehr, Das Special Olympics Festival verwandelte den Oberhofer Stadtplatz in eine aktive Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.

Brandmauer gegen Rechtsextremismus wichtiger als je zuvor

Plakat #WirSindDieBrandmauer am 3.2.2024 in Berlin
Plakat #WirSindDieBrandmauer am 3.2.2024 in Berlin
Foto: Hand in Hand

Berlin (kobinet) Vor dem Hintergrund der Verschärfung des politischen Klimas in Deutschland warnt die Initiative „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt“ vor den Gefahren von Rassismus und Rechtsextremismus und ruft zur Teilnahme am Aktionstag am 3. Februar 2024 ab 13:00 Uhr am Reichstag in Berlin auf. Die Demonstrationen der letzten Wochen machten mehr als deutlich: Eine große Mehrheit der Menschen in unserem Land schweigt nicht mehr. Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit werden entschieden abgelehnt. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe gehört zu den Initiatoren von „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt“, wie es in einer Presseinformation der Bundesvereinigung Lebenshilfe heißt.