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Diversity-Tag: Was hat sich in Sachen Inklusion getan?

Logo: SWR
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Foto: SWR

Stuttgart (kobinet) „Der diesjährige ARD Diversity-Tag rückt das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt. Was hat sich getan?“ Dieser Frage geht der SWR in einem Beitrag und in einem Interview mit der baden-württembergischen Landesbehindertenbeauftragten Simone Fischer zum heutigen Diversity-Tag am 28. Mai 2024 nach.

Projekt endet, die Berichterstattung nicht

Bid mitdem Text der Aktion sowie Zeinungen von Rollator, Kinderwagen sowie weiteren, denen Barrierefreiheit nutzt
Logo zum Projekt Barrierefreiheit von MDR-SACHSEN ANHALT mit Correctiv
Foto: MDR

MAGDEBURG (kobinet) Mitte April hatten MDR SACHSEN-ANHALT und CORRECTIV das crossmediale Projekt „Stopp! Wo kommst du nicht voran?“ gestartet. Gestern, am Vorabend des Diversity-Tags, wurde es mit einer Veranstaltung in Tangermünde abgeschlossen. Das Projekt ist vorbei, die Berichterstattung, da ist sich das ProjektTeam einig, aber geht weiter. Die Geschichten der Menschen der Recherchen werden in längere Formate wie #hinREISEND und exactly münden.

Wir brauchen Leichte Sprache überall

Angedeuterte Erdkugen, die fünf Personen umarmen
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Foto: SOD

BERLIN (kobinet Zum heutigen Internationalen Tag der Leichten Sprache hat Special Olympic- Mitarbeiter Hartmut Augustin mit Sarah Jane Borchert und mit Reynaldo Montoya über die Bedeutung von Leichter Sprache geredet. Sarah Jane Borchert ist Referentin bei Special Olympics Deutschland, geredet. Sie macht Übersetzungen in Leichter Sprache für die größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Reynaldo Montoya ist Sportler und kümmert sich bei Special Olympics Deutschland um das Thema Gesundheit.

Demokratie braucht Vielfalt

Zeichnung einer Menschengruppe in unterschiedlichen Farben. Links im Bild eine bunte Fahne. Dahinter großes blaues Herz
Vielfalt
Foto: Pixabay/susan-lu4esm

STUTTGART (kobinet) Anlässlich des heutigen Deutschen Diversity-Tags macht der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg darauf aufmerksam, wie wichtig Vielfalt für eine offene, inklusive und demokratische Gesellschaft ist. Die Gefahr des Erstarkens von rechten Kräften bei den anstehenden Kommunal- und Europawahlen am 9. Juni 2024 betrachtet der Verband mit großer Sorge. Politische Unzufriedenheit dürfe nicht unser Demokratieverständnis und die Akzeptanz von Vielfalt in Frage stellen und zur Zerreißprobe für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung werden.

Selbstbestimmung in der Pflegeversicherung stärken

Uwe Frevert mit ISL Logo im Hintergrund
Uwe Frevert mit ISL Logo im Hintergrund
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) Laut einem Bericht der tagesschau sieht sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mit einem überraschenden Anstieg der Zahl neuer Pflegebedürftiger konfrontiert. In den vergangenen Jahren habe sich diese „geradezu explosionsartig“ erhöht. Es kamen dem Bericht zufolge rund 35.000 Pflegebedürftige mehr dazu als in den Vorjahren üblich. Eine weitere Erhöhung der Pflegeversicherungsbeiträge scheint unausweichlich. Für die VdK-Präsidentin Verena Bentele ist daher eine stärkere Finanzierung der Pflegeversicherung aus Steuermitteln unausweichlich. Uwe Frevert vom Vorstand der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat sich angesichts dieser Situation ebenfalls zu Wort gemeldet und seine Kritik an der derzeitigen Ausrichtung der Pflegeversicherung formuliert.

Berliner Tarifvertrag zur Assistenz unterzeichnet

Bild von der Vertragsunterzeichnung
Bild von der Vertragsunterzeichnung
Foto: Ivo Garbe

Berlin (kobinet) Nach über dreijähriger intensiver Arbeit wurde am 16. Mai 2024 erstmals ein Tarifvertrag unterschrieben, der die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen der Assistent*innen regelt, die im Arbeitgeber*innen-Modell tätig sind. Dazu hatten sich die behinderten Arbeitgeber*innen in Berlin vor drei Jahren zu der Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeber*innen mit persönlicher Assistenz (AAPA) zusammengeschlossen und mit Assistent*innen verhandelt, die sich im Landesbezirk Berlin der Dienstleistungs-Gewerkschaft ver.di organisiert hatten. Darauf hat Martin Seidler die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

25jähriges Jubiläum der 4. Peer Counseling Weiterbildung in Uder

Bild vom 25jährigen Jubiläumstreffen der 4. Peer Counseling Weiterbildung in Uder
Bild vom 25jährigen Jubiläumstreffen der 4. Peer Counseling Weiterbildung in Uder
Foto: Kerstin Blochberger

Uder (kobinet) Vor 25 Jahren absolvierten 15 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen die 4. Peer-Counseling-Weiterbildung beim Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos). Nun trafen sich 10 der damals Teilnehmenden in der Bildungsstätte Eichsfeld in Uder wieder und zogen Bilanz. Darauf hat Kerstin Blochberger vom Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Der Verband feierte vor kurzem ebenfalls sein 25jähriges Bestehen in Uder.

Umfrage zum Stand der Digitalisierung in Werkstätten

Symbol Fragezeichen

Kassel (kobinet) Mit einem Fragebogen, der konkret an Vorstände, Geschäftsführungen, Werkstatt-/Standortleitungen, Bereichsleitungen oder Digitalisierungsbeauftragte gerichtet ist, will Jan Schierreich den Stand der Digitalisierung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) erforschen.

Romanlesung zur Situation in Werkstätten für behinderte Menschen

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Hamburg (kobinet) „Ottmar Miles-Paul berichtet nicht nur täglich im Online-Nachrichtendienst kobinet-nachrichten über aktuelle Entwicklungen zur Behindertenpolitik. Nun hat der 59jährige Seh- und Hörbehinderte seinen ersten Roman mit dem Titel ‚Zündeln an den Strukturen‘ veröffentlicht. Damit befeuert er im wahrsten Sinne des Wortes die aktuelle Diskussion um die längst überfällige Reform des Systems der Werkstätten für behinderte Menschen. Denn anhand einer Brandstiftung in einer Werkstatt geht der Roman der Frage nach: was wäre, wenn es keine Werkstatt für behinderte Menschen mehr gäbe? Welche anderen Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wären möglich? Am Freitag, den 31. Mai stellt Ottmar Miles-Paul seinen im August 2023 erschienenen Roman im Haus für Barrierefreiheit, Alsterdorfer Markt 7 in 22297 Hamburg auf Einladung der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderter Menschen (LAG) zusammen mit seiner Leseassistenz Sabine Lohner vor“, heißt es in der LAG-Ankündigung.

Barrierefreiheit im ÖPNV – sehr unterschiedlich und insgesamt ungenügend

Einfache Haltestelle mit geringfügig erhöhter Wartefläche
Haltstelle im ländlichen Raum
Foto: H. Smikac

MAGDEBURG (kobinet) Ohne Barrieren mit Bus und Bahn unterwegs sein, das ist, jedenfalls in Sachsen-Anhalt, wie eine Recherche des Nachrichtensenders „ntv“ belegt, sehr schwierig. Grund dafür ist dass es beim barrierefreien Ausbau der Haltestellen von Bus und Bahn in diesem Bundesland große Unterschiede gibt.

Es gilt, keine Zeit mehr zu verlieren

Stephanie Aeffner
Stephanie Aeffner
Foto: Stephanie Aeffner/Sabine Arndt

Berlin (kobinet) Ein zentrales Vorhaben im Bereich der Barrierefreiheit ist die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes und eine Verpflichtung privater Anbieter zur Herstellung von Barrierefreiheit oder mindestens angemessener Vorkehrungen. Dieses Vorhaben befindet sich nach Informationen von Stephanie Aeffner derzeit in Vorbereitung und Gespräche zwischen den Ministerien würden dazu geführt. Hier gelte es, keine Zeit mehr zu verlieren. Darauf wies die Berichterstatterin zur Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Stephanie Aeffner, auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

Raul Krauthausen im Aufzug mit Jürgen Dusel

Cover des Podcast Im Aufzug mit Jürgen Dusel
Cover des Podcast Im Aufzug mit Jürgen Dusel
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Warum passiert in Sachen Inklusion in Deutschland so wenig?“ Diese und eine Reihe weiterer Fragen hat Raul Krauthausen vor kurzem mit Jürgen Dusel in seiner Podcast-Reihe „Im Aufzug“ diskutiert. „Menschen, die mit Demokratie ein Problem haben, haben meistens auch mit Inklusion ein Problem“, wir der Bundesbehindertenbeauftragte auf dem Cover des gut einstündigen Podcast zitiert.

Hubert Hüppe mit klaren Worten zum Werkstättensystem

Mann mit weißem Haar im dunklen Anzug mit weißem Hemd und schwarzem Schlips
Pressefoto von Hubert Hüppe
Foto: René Golz

Berlin (kobinet) Nach den Medienberichten über den erst einmal geplatzten Prozess zu einer besonders schweren Untreue der ehemaligen Geschäftsführerin der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung, die inzwischen schon einige Zeit zurückliegt, hat der Bundestagsabgeordnete der CDU, Hubert Hüppe klare Worte zum Werkstättensystem gefunden. Vor allem kritisiert er das inklusionsfeindliche Verhalten so mancher Werkstatt, aber auch ein mangelndes Kontrollsystem.

Selbst Aktiv Appell für barrierefreie Europawahl

Logo: Selbst Aktiv
Logo: Selbst Aktiv
Foto: AG Selbst Aktiv

Berlin (kobinet) Der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv – Menschen mit Behinderungen in der SPD richtet einen Appell an die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden für barrierefreie Wahllokale Sorge zu tragen. Deutschlandweit leben über 10 Millionen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Ihnen bleibt noch zu häufig der Gang zur Wahlurne durch Umweltbarrieren verschlossen, heißt es in der Presseinformation von Selbst Aktiv.

Eis-Zeit für alle

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn / Helmstedt (kobinet) „Der Sommer kommt und damit werden auch die Schlangen vor den Eisdielen immer länger. Hast du dabei schon mal über Barrierefreiheit nachgedacht? Nicht nur das Betreten eines Lokals kann Schwierigkeiten bereiten, auch das Lesen der Karte kann zur Hürde werden. Muss das sein? Keinesfalls! Ein von der Aktion Mensch gefördertes Eiscafé in Helmstedt macht es vor: Dort bestellen auch Menschen mit Lernschwierigkeiten jetzt endlich ihr Lieblingseis. Und so gehts“, heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch mit dem Verweis auf den Hintergrundbericht.

Lebenshilfe: Keine Stimme für rechtsextreme Kräfte

Symbol Ausrufezeichen

Berlin/Erfurt (kobinet) Die Lebenshilfe sieht die Demokratie in Thüringen und auch in Deutschland durch rechtsextreme Kräfte bedroht. Vor den heute am 26. Mai 2024 stattfindenden Kommunalwahlen in Thüringen am riefen die Bundesvorsitzende Ulla Schmidt und die Thüringer Landesvorsitzende Antje Tillmann gemeinsam dazu auf, zur Wahl zu gehen und die Demokratie zu stärken. „Geben Sie Ihre Stimme Politikerinnen und Politikern, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung und für eine inklusive Gesellschaft einsetzen“, so Ulla Schmidt. Die ca. 1,7 Millionen Wähler*innen stimmen heute nach Angaben der tagesschau über die Zusammensetzung von insgesamt 17 Kreistage, 605 Stadt- und Gemeinderäte sowie über, 13 Landräte und 94 Bürgermeister und Oberbürgermeister ab.

IGEL-Podcast zur 21. SightCity in Frankfurt

Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2024
Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Wie wars – 21. SightCity in Frankfurt“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei sprach der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, mit Christian Stahlberg vom Podcast Sightviews und mit Dagmar Krutzki, der Leiterin der SightCity.

Jana Sohm und Stefan Kretzschmar bei SWR1 Leute

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Foto: SWR

Stuttgart (kobinet) Jana Sohm und Stefan Kretzschmar, Handbiker im TetraTeam, machen sich für die Belange Querschnittgelähmter stark. Am 28. Mai 2024 sind die beiden live in der renommierten Radio-Sendung SWR1 Leute Baden-Württemberg von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Hockey jetzt offiziell bei Special Olympics Deutschland

Viele Hockeysportler im Halbkreise auf einem Spielfeld
Große Freude bei den Hockeyspielern von Special Olympics bei den Landesspielen in Münster
Foto: Special Olympics NRW / Sarah Rauch

MÜNSTER (kobinet) Hockey erweitert ab sofort die Liste der anerkannten Special Olympic Deutschland (SOD) – Sportarten. Dies ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Hockey bei den nächsten Nationalen Spielen im Saarland 2026 von Special Olympics Deutschland in das Wettkampfprogramm aufgenommen wird. Im Rahmen der Special Olympics Landesspiele in Münster haben am Freitag Thomas Gindra für SOD und Henning Fastrich für den Deutschen Hockey-Bund die Vereinbarung unterzeichnet.

Rotarier spenden für Haus Huckfeld

Im Hintergrunnd ein zweigeschossiges Gebäude davor  eine Bank mit drei Personen dahinter  vier Personen stehend
Bei der Übergabe der Spendengelder im Haus Huckfeld
Foto: Rotary Club Seevetal_FuW

SEEVETAL (kobinet) Der Rotary Club Seevetal hat Haus Huckfeld, ein Haus der Hittfelder Einrichtung, eine Spende von 6.000 Euro übergeben. Nicole Maack, die Präsidentin des Clubs hatte diese Spende im Haus Huckfeld überreicht und erklärte bei diesem Anlass im Kreis von Bewohnerinnen und Bewohnern: „Wir Rotarier wollen eine Welt unterstützen, in der Diversität, Gleichstellung und Inklusion unerlässlich sind.

DBSV-Appell: Gemeinsam gegen rechtsextreme Kräfte

Sharepic mit Andreas Bethke mit Statement gegen Diskriminierung
Sharepic mit Andreas Bethke mit Statement gegen Diskriminierung
Foto: DBSV

Düsseldorf (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat am 24. Mai 2024 auf seinem Verbandsrat in Düsseldorf einen Appell mit dem Titel „Inklusion braucht Demokratie und Demokratie braucht Inklusion: Gemeinsam gegen rechtsextreme Kräfte“ verabschiedet. Darauf hat der Verband in seinem Newsletter dbsv-direkt aufmerksam gemacht.

Noch keine Entscheidung zu überhöhtem Gehalt in Duisburger Werkstatt

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Duisburg (kobinet) „Ein Fall, der sich gefühlt schon eine Ewigkeit hinzieht sollte ab heute vor Gericht entschieden werden. Es geht um besonders schwere Untreue bei der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Plötzlich ist der Prozess jedoch vorerst geplatzt.“ Darauf hat radio duisburg in einem Bericht vom 24. Mai 2024 hingewiesen. Die Rede ist von einem Skandal, der schon einige Jahre zurückliegt und weite Kreise hinsichtlich der Gehälter von Leitungspersonen in Werkstätten für behinderte Menschen gezogen hatte. Im Dezember 2022 hat sich sogar die ZDF-Kabarettsendung Die Anstalt mit den massiven Verdienstunterschieden von behinderten Werkstattbeschäftigten und dem Leitungspersonal befasst.

Stellenangebote zur Selbstvertretung behinderter Menschen

Symbol Information

Kassel / Berlin (kobinet) Auch wenn die Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen trotz Rückendeckung der UN-Behindertenrechtskonvention und der bei der Staatenprüfung Deutschlands betonten Bedeutung der Selbstvertretung durch Organisationen behinderter Menschen (DPO) nicht in der komfortablen Lage einer institutionellen Förderung sind, gibt es immer wieder interessante Stellenausschreibungen aus diesem Bereich. Das Weibernetz musste auch in diesem Jahr wieder bangen, eine erneute Projektförderung durch das Bundesfrauenministerium zu erhalten. Trotz des klammen Haushalts ist es zum Glück wieder gelungen. Und so kann die bundesweite politische Interessenvertretung behinderter Frauen beim Weibernetz ihre Arbeit fortsetzen und schreibt eine Stelle aus. Auch bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) gibt es ein interessantes Stellenangebot.

Wie sähe ein kultureller Wendepunkt für echte Inklusion aus?

Porträt von Raul Krauthausen
Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Wie sähe ein kultureller Wendepunkt für echte Inklusion aus?“ So lautet der Titel einer Veranstaltung mit Raul Krauthausen bei der diesjährigen republica am 28. Mai 2024 von 13:00 – 13:30 Uhr auf der Stage 1. „Es geht um weit mehr als barrierefreie Zugänge und normative Lösungen. Es geht um eine tiefgreifende kulturelle Veränderung, die Inklusion nicht als Herausforderung, sondern als Chance begreift“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung auf der republica, die vom 27. – 29. Mai in der STATION in Berlin stattfindet.

Für Stephanie Aeffner ist das Grundgesetz etwas ganz besonderes

Portraitfoto Stephanie Aeffner, eine junge Frau mit langen blonden Haaren
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Foto: Stephanie Aeffner

Berlin (kobinet) Dass für Stephanie Aeffner das Grundgesetz etwas ganz besonderes ist, das machte die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen mittels eine Instagram-Videos deutlich. Vor allem auch deshalb, weil vor 30 Jahren der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ in Artikel 3 des Grundgesetzes mit aufgenommen wurde.

Keine Toleranz gegenüber Intoleranz

Bild vom Grundgesetz
Grundgesetz
Foto: omp

STUTTGART (kobinet) Mit dem Blick auf den Jahrestag der Gültigkeit des Grundgesetzes mahnt der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg, das Grundgesetz vor verfassungsfeindlichen Tendenzen zu schützen. Demokratische Grundwerte und Menschenrechte seien, das unterstreicht dieser Verband, die Basis für unser Grundgesetz und ein solidarisches gesellschaftliches Zusammenleben. Dieses Fundament habe bereits in der Geschichte geholfen, viele Herausforderungen zu bewältigen. Um diese Basis auch weiterhin stabil zu halten, erfordere es, die Bedürfnisse und Bedarfe aller Mitglieder der Gesellschaft ernst zu nehmen, zu berücksichtigen und niemanden auszuschließen.

Zwischen blühenden Rosen das Leben genießen

Parklandschaft mit Springbrunnen in Bildmitte, Rosenbeeten im Vordergrund und Staketbogen mit Rosen im linken Bildteile
Im Rosengarten in Forst (Lausitz)
Foto: PatLografie – Patrick Lucia

FORST (LAUSITZ) (kobinet) Die Reisezeit hat wieder begonnen und mit ihr auch die Hauptblütezeit der Rosen. Warum also nicht einmal in eine Stadt fahren, in der es viele dieser „Königinnen der Blumen“ gibt. Im Südosten Brandenburgs, unmittelbar an der Grenze zur Republik Polen, lädt die Stadt Forst (Lausitz) zu Entdeckungen ein, welche vermutlich noch nicht jeder kennt.

Minister der Bundesländer sprechen sich gegen Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe aus

Foto Geld
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Foto: Irina Tischer

BREMEN (kobinet) Bei ihrer Zusammenkunft in Bremen haben sich die Jugend- und Familienminister auf dieser Konferenz (JFMK) gegen mögliche finanzielle Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe ausgesprochen. Hintergrund sind die geplanten Einsparungen im Bundeshaushalt 2025. Die JFMK begründet ihre Ablehnung mit den gestiegenen Belastungen, etwa durch den Fachkräftemangel, neue gesetzliche Aufgaben wie der Ganztagsbetreuung an Grundschulen sowie aus COVID-Pandemie, Angriffskrieg Russlands und dessen Folgen resultierender multipler Krisenlage.

Dabei beim Demokratiefest in Berlin für die Reform des AGG

AGG-Katze im Kinderwagen auf Tour
AGG-Katze im Kinderwagen auf Tour
Foto: Natalie Rosenke vom Bündnis AGG Reform Jetzt

Berlin (kobinet) Das Grundgesetz ist nun 75 Jahre alt – ein Grund zu feiern: Vom 24. bis zum 26. Mai veranstaltet die Bundesregierung daher ein Demokratiefest in Berlin. Das Bündnis AGG Reform Jetzt, das sich für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) einsetzt hat dazu einige Veranstaltungen zusammengestellt, auf denen man mit Minister*innen und Staatssekräter*innen in Kontakt kommen kann. Für Ambitionierte sind auch Termine des Kanzlers dabei. Ähnlich wie beim letzten Tag der offenen Tür der Bundesregierung will das Bündnis die Verantwortlichen über den Stand der im Koalitionsvertrag versprochenen Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) befragen und mit diesen ins Gespräch kommen. Wer dabei sein will, kann auf die AGG-Katze achten, die schon längst nicht mehr wie ein Miezekätzchen freundlich schnurrt, sondern ungeduldig für die AGG-Reform miaut, wie Natalie Rosenke vom Bündnis AGG Reform Jetzt mitteilte.

Künstliche Intelligenz öffnet Türen für neue Assistenztechnologie

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Wien (kobinet) „Am 13. Mai 2024 hat OpenAI ihr neuestes Sprachmodell namens GPT-4o vorgestellt. Es wird spannend!“ So kündigt Markus Ladstätter vom österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen Beitrag an, der auf neue Möglichkeiten mit der Nutzung künstlicher Intelligenz für Assistenztechnologien hinweist. Ein Video zeigt dabei plastisch die neuen Möglichkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen auf.

Jürgen Schmidt kandidiert in Wasungen für den Stadtrat

Jürgen Schmidt
Jürgen Schmidt
Foto: privat

Wasungen (kobinet) Dem Aufruf der kobinet-nachrichten in Zusammenarbeit mit dem Projekt Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), wonach sich behinderte Kandidat*innen für die anstehenden Wahlen vorstellen und ihre Ziele schildern können, sind mittlerweile einige gefolgt. Jürgen Schmidt kandidiert ebenfalls und zwar für die Kommunalwahl am 26. Mai 2024 in Thüringen. Als Parteiloser tritt der Rollstuhlnutzer kommenden Sonntag für die Wahl des Stadtrats in Wasungen an. Der Einsatz für Barrierefreiheit ist eines der zentralen Ziele von Jürgen Schmidt, wie er in seinem Statement auf Facebook ankündigte.

Mitschnitt der Lesung des Romans Zündeln an den Strukturen in Berlin

Sabine Lohner am Mikro bei Buchlesung am 6. Mai 2024 in Berlin
Sabine Lohner am Mikro bei Buchlesung am 6. Mai 2024 in Berlin
Foto: EU-Schwerbehinderung

Berlin (kobinet) Der Online-Nachrichtendienst EU-Schwerbehinderung hat auf seinem YouTube-Kanal den Mitschnitt der Lesung aus dem Roman Zündeln an den Strukturen über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen vom 6. Mai 2024 in Berlin veröffentlicht. Ergänzend dazu gibt es ein Interview zu den Hintergründen des Romans mit dem Autor Ottmar Miles-Paul. „Der Reportage-Roman beschreibt die Situation in Werkstätte für Menschen mit Behinderungen (WfbM). In einer Buchlesung liest die sehbehinderte Sabine Lohner das Buch vor“, heißt es in der Ankündigung auf YouTube. Die letzte der insgesamt fünf Lesungen, die allein im Mai stattfinden, erfolgt am 31. Mai 2024 um 14:00 Uhr im Haus für Barrierefreiheit, Alsterdorfer Markt 7, in 22297 Hamburg von Ottmar Miles-Paul und dessen Leseassistentin Sabine Lohner auf Einladung der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderter Menschen (LAG) statt.

Spendenaufruf für Familie nach verheerendem Hochwasser

Bild von der vom Hochwasser betroffenen Familie im Saarland
Bild von der vom Hochwasser betroffenen Familie im Saarland
Foto: privat

Saarbrücken (kobinet) Als der Himmel vor kurzem im Saarland seine Schleusen öffente und die Auswirkungen der Wassermassen zu sehen waren, hat sich Dunja Reichert an die kobinet-nachrichten gewandt. Sie selbst ist in ihrer rollstuhlgerechten Wohnung unbeschadet geblieben, aber in ihrer Nachbarschaft haben die Wassermassen erheblichen Schaden angerichtet. Deshalb hat sie folgenden Aufruf für eine Crowdfunding-Aktion an die kobinet-nachrichten weitergeleitet, die die Redaktion ausnahmsweise aufgegriffen hat.

Versprechen des Grundgesetzes umsetzen

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Kassel (kobinet) Über 45 Jahre hat es gedauert bis der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Und dies nur unter massivem Druck behinderter Menschen und ihrer Verbände und der Tatsache, dass andere Gruppen wieder nicht berücksichtigt wurden. 30 Jahre nach Aufnahme des Benachteiligungsverbots behinderter Menschen im Grundgesetz ist es nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul nun allerdings an der Zeit, dass das im Grundgesetz verankerte Versprechen der Nichtbenachteiligung behinderter Menschen endlich ernsthaft angepackt und umgesetzt wird. Anlässlich des heutigen 75. Geburtstags des Grundgesetzes am 23. Mai 2024 hat sich Ottmar Miles-Paul dazu ein paar Gedanken gemacht.

Lebenshilfe nun auf digitalen Wegen

Im Zentrum ein Computer mit angedeuteten Verbindungen zu sozialen Netzen
Alles digital vernetzt
Foto: Pixabay/lakexyde

MAGDEBURG (kobinet) Die Lebenshilfe Sachsen-Anhalt, ein Dachverband, der sich der Unterstützung von Menschen mit Behinderung widmet, stand vor rund einem Jahr vor vielfältigen Herausforderungen in ihrer Kommunikation: Der Kommunikationsfluss innerhalb des Verbandes war nicht immer gegeben. Um dieses zu verändern, wurde im Sommer 2023 der digitale Treffpunkt von beUnity eingeführt. Mit beUnity hat der Dachverband einen wichtigen Schritt in die Zukunft der Verbandskommunikation gemacht.

AGG-Beschwerdestellen und positive Maßnahmen gegen Diskriminierung

Sharepic: AGG Reform Jetzt
Sharepic: AGG Reform Jetzt
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt

Berlin (kobinet) In der Zeit vom 24.4.2024 bis 21.8.2024 findet an sechs Terminen die Onlinevortragsreihe „Antidiskriminierung für Alle: Das Potenzial einer umfassenden AGG-Reform für mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe“ statt, in die Forderungen für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) näher angeschaut werdenen, die es aus der Zivilgesellschaft – vertreten durch das Bündnis AGG Reform Jetzt! – gibt. Die Vorträge sollen niedrigschwellig ins AGG und in die verschiedenen Kritikpunkte zum Gesetz einführen und anhand von Fallbeispielen aus der Praxis anschaulich machen, heißt es vonseiten des Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd). Um g geht es am 28. Mai 2024 von 10:00 – 12:00 Uhr beim Online-Voinnerbetriebliche AGG-Beschwerdestellen und positive Maßnahmen gegen Diskriminierunrtrag via Zoom.

„Behinderung“ im Grundgesetz – 1948/49 nur „vergessen“?

Hans-Günter Heiden
Hans-Günter Heiden
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Wurde von den Vätern und den wenigen Müttern des Grundgesetzes behinderte Menschen nur „vergessen“ als das Benachteiligungsverbot des Grundgesetzes heute vor 75 Jahren formuliert und beschlossen wurde? Oder steckt dahinter eine bis heute verbreitete Denkweise über behinderte Menschen? Dieser und anderen Fragen geht H.-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 heute am 23. Mai, da das Grundgesetz 75 Jahre alt wird, in seinem Zwischenruf für die kobinet-nachrichten nach.

Erinnerungskultur partizipativ und inklusiv gestalten

Logo des Projektes geh denken inklusiv
Logo des Projektes geh denken inklusiv
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten haben vor kurzem über das von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit Unterstützung des Förderkreises Gedenkort T4 und des Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) initiierte Projekt „geh-denken-inklusiv“ berichtet. kobinet-Redakteur Ottmar Miles Paul führte nun mit den Mitarbeiter*innen des Projektes Hannah Kindlein und Thomas Künneke ein Interview über die Ziele des Projekts, das u.a. Menschen mit Behinderungen und deren Unterstützer*innen ermutigen möchte, sich an der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen „Euthanasie“- Morde und Zwangssterilisation zu beteiligen.

Politische Teilhabe Querschnittgelähmter verbessern

Bild zur Tagung in Berlin
Bild zur Tagung in Berlin
Foto: FGQ

Berlin (kobinet) Auf dem am 22. Mai begonnenen Kongress der European Spinal Cord Injury Federation (ESCIF) 2024 in Berlin werden die bisherigen Bemühungen der europäischen Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Querschnitlähmung vorgestellt, deren politische Teilhabe zu verbessern. Mehrere Referenten bieten Einblicke in die Arbeit der nationalen sowie des Europäischen Parlamentes und berichten von den Veränderungen seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention. Durch einen aktiven Austausch von Vertretern von 32 Organisationen aus 29 europäischen Ländern, Diskussionsrunden und Workshops werden wichtige Impulse für die weitere politische Arbeit der ESCIF Mitgliedsorganisationen gegeben. Die Vernetzung der europäischen Selbsthilfeverbände ist essenziell, um die Interessen von Menschen mit Behinderung auf politischer Ebene effektiv vertreten zu können, heißt es in einer Presseinformation zum Kongress, der am 25. Mai endet.