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Für mehr Inklusion in der gynäkologischen Regelversorgung

Symbol Ausrufezeichen

Düsseldorf (kobinet) Der Sozialverband SoVD Landesverband Nordrhein-Westfalen hat den Landtag sowie die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in einem Forderungspapier eindringlich dazu aufgefordert, endlich Schritte hin zu einer umfassenden, barrierefreien gynäkologischen Versorgung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen einzuleiten. Nicht nur die Bundesrepublik, auch das Land NRW habe sich verpflichtet, die Regularien der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 umzusetzen. Dazu gehöre auch das Bereitstellen einer Gesundheitsversorgung von derselben Qualität und auf demselben Standard wie für alle anderen Menschen auch, heißt es vonseiten des SoVD NRW.

Ambulante Zwangsbehandlung – Wie nun auch der Bundesgerichtshof den ärztlichen Zwang nach Hause bringen will

Pfeil mit Knoten
Der lange Weg zum Menschenrecht
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Der folgende Text dient dazu, die Argumentation des Bundesgerichtshofs (BGH) in seinem neusten Beschluss zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen darzustellen. Die Argumentation wird von der Verfasserin dieses Textes in keiner Weise geteilt. Der Text soll Menschenrechtsaktivist*innen und Kritiker*innen der Behandlung unter Zwang dazu dienen, die Argumentationsweise des BGH nachzuvollziehen und gegen sie an zu argumentieren. Ohne einen starken Gegenwind aus der Zivilgesellschaft, wird der ambulante ärztliche Zwang in Deutschland sehr wahrscheinlich … In einer zynischen Kleinteiligkeit, die die Behandlung unter Zwang u.a. als „Maßnahme der staatlichen Fürsorge“ definiert, wird durch den BGH die Argumentation der Gesetzgebenden gegen den ambulanten Zwang auseinandergenommen, mit dem Ziel, ärztliche Zwangsmaßnahmen auch im Wohnumfeld der Betroffenen umsetzen zu können [0].

Ausstellung zum Auftakt des Terrors

ZweiFrauen  stehen seitlichan einer  Texttafel und unterhalten  sich
Eröffnung der Ausstellung „Auftakt des Terrors“ im Ständehaus.
Foto: Uwe Zucchi

KASSEL (kobinet) Im Ständehaus in Kassel wurde gestern eine Ausstellung mit dem Titel „Auftakt des Terrors“ eröffnet. Diese Ausstellung beleuchtet in zehn Kapiteln Rolle und Funktion der frühen Konzentrationslager als zentrales Terrorinstrument zur Zerstörung der Demokratie und zum Aufbau der NS-Diktatur. Gezeigt werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich Täterschaft, Haftalltag und unterschiedlichen Verfolgtengruppen. Die Ausstellung eröffnet auch Ausblicke in die Weiterentwicklung des KZ-Systems. Ein eigenes Modul widmet sich dem Erinnern und Gedenken nach 1945.

Mit MUVA in Berlin unterwegs

Kleinbus bei dem ein Rollstuhlfahrer  den   Seiteneinstieg mittels Lift nutzt
Barrierfreier Kleinbus des BVG Muva Aufzugersatz
Foto: BVG

BERLIN (kobinet) Ende Januar wurden rund 40 weitere U- und S-Bahnhöfe an das Muva Aufzugersatz System angebunden- Für das Jahr 2024 ist eine Ausweitung auf ganz Berlin vorgesehen. Mit diesem System können die barrierefreien Kleinbusse an rund 40 weiteren Berliner U- und S-Bahnhöfen vor allem im nördlichen Stadtgebiet genutzt werden, wenn ein Aufzug mal nicht in Betrieb oder noch nicht vorhanden ist.

Marco Scherer arbeitet im Lager eines Autohauses im Budget für Arbeit

Marco Scherer vor einem Auto
Marco Scherer vor einem Auto
Foto: Kreisverwaltung Bitburg-Prüm

Bitburg (kobinet) Im Hinblick auf die Reform des Werkstättensystems hört man Immer wieder, was alles angeblich nicht bei der Inklusion von Menschen, die herkömmlich in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, geht. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es demgegenüber vielfältige positive Beispiele für die Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. „Aktuell sind es über vierzig Betriebe im Landkreis, in denen Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung mit ihren guten Kompetenzen und ihrer Fachlichkeit beschäftigt sind“, heißt es in einem von der Kreisverwaltung des Eifelkreis Bitburg-Prüm veröffentlichten Beitrag. Am Beispiel von Marco Scherer, der mit Unterstützung des Budget für Arbeit eine Anstellung im Lagerbereich bei Automobile Conrady in Bitburg gefunden hat, wird deutlich, wie Türen für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geöffnet werden können und was dann zuweilen möglich ist.

Online-Lesung zum Kinderbuch Als Ela das All eroberte

Sharepic zum Kinderbuch Als Ela das All eroberte
Sharepic zum Kinderbuch Als Ela das All eroberte
Foto: Raul Krauthausen und Adina Hermann

Kehl / Ludwigsburg (kobinet) „Raul Krauthausen und Adina Hermann lesen am Freitag, den 8. März 2024, um 16:00 Uhr aus dem Kinderbuch „Als Ela das All eroberte“, das sie gemeinsam geschrieben haben. Die Lesung findet online statt und richtet sich an groß und klein – alle sind willkommen.“ Dies berichtet Bettina Krück, die zusammen mit Antonio Florio vom Verein Selbstbestimmt Leben im Landkreis Ludwigsburg diese gemeinsame Online-Lesung organisiert.

geh denken inklusiv

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Wir wollen Menschen mit Behinderungen und deren Unterstützer*innen ermutigen, sich an der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘- Morde und Zwangssterilisation zu beteiligen. Wir sind der Überzeugung, dass die Vermittlung der Geschichte der NS-Morde und Zwangssterilisation durch Menschen mit Behinderungen ein neues tragendes Format guter Erinnerungskultur darstellen könnte.“ So heißt es auf der Internetseite des Projekts geh denken inklusiv der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). „Unser Teilprojekt ‚(Un-)Wertes Leben on Tour‘ ist bei drei Veranstaltungen an Gedenkorten der NS-‚Euthanasie‘ und Zwangsterilisation aktiv. Wir möchten Euch dabei haben, für viele Erzählungen, Begegnungen und Auseinandersetzungen mit der Geschichte und deren Auswirkungen im Heute“, heißt es weiter in der Ankündigung der drei Besuche in Gedenkstätten im Juni und Juli 2024, für die noch Mitwirkende gesucht werden.

Welcher Hörfilm wird Publikumsliebling 2024?

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Welcher Film verfügt über die besten Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen? Ab sofort können wieder alle Hörfilmfans entscheiden, wer den begehrten Publikumspreis erhält. Hörfilmfans können auch in diesem Jahr ihren Favoriten für den 22. Deutschen Hörfilmpreis wählen. Dabei kann unter einundzwanzig nominierten Filmbeschreibungen ausgesucht werden. Die Bandbreite reicht von Kinofilmen wie Christian Petzolds „Roter Himmel“ über Serien wie „Haus aus Glas“ oder „Maxton Hall“ bis zu TV-Produktionen wie „Sörensen hat Angst“. Auch Kinder- und Jugendfilme wie „Elemental“ oder „Wo ist Anne Frank“ und Produktionen aus den Kategorien Dokumentation und Filmerbe stehen zur Wahl. Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hin.

Diskriminierung beim neuen Staatsbürgerrecht

Symbol Paragraph

Berlin (kobinet) „Das neue Staatsbürgerschaftsrecht erleichtert die Einbürgerung, schließt aber nicht nur behinderte Menschen aus. Das dürfte verfassungswidrig sein.“ Darüber berichtet die Tageszeitung taz in einem Bericht vom 9. Februar 2024. Handicap International und eine Reihe von weiteren Verbänden hatten gegen diese Regelungen protestiert.

Job | inklusivo ebnet Wege in die Arbeitswelt

Gruppe von Frauen und Männern in einem Schulraum, die sich ausliegende Broschüren  ansehen
jobinklusivo an der Schule Hochheim
Foto: Gerhard Lötsch

BAD KREUZNACH (kobinet) Inklusion und Integration in den Arbeitsmarkt kann gelingen, das weiß vor allem Gerhard Lötsch, der Abteilungsleiter für job|inklusivo der Stiftung kreuznacher diakonie. Job|inklusivo. Es ist bundesweit eine der wenigen Institutionen, die den Übergang von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt intensiv fördern.

Inklusive Projektwoche in der Küche

Drei Männer wobei die beiden links Berufskleidung tragen
Lehrer Florian Wagner (rechts) mit Daniel Blaschke und Suhada Krasniqi-Szoma, zwei Mitarbeitende des Küchen-Teams der Regnitz-Werkstätten.
Foto: Anja de Bruyn

ERLANGEN (kobinet) Das Team der Regnitz-Werkstätten hat im Rahmen einer Projektwoche die gemeinsame Arbeit mit Schülerinnen und Schülern verstärkt. Eine fünfte Ganztagsklasse, zwei sechste und eine siebte Klasse haben an einer Projektwoche teilgenommen und gemeinsam mit dem Team der Küche in den Regntz-Werkstätten gekocht.

Nachgehakt beim Bundesjustizminister in Sachen AGG-Reform

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Berlin (kobinet) Als Sprecher der LIGA Selbstvertretung, in der sich eine Reihe von Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen zusammengeschlossen haben, hat sich Ottmar Miles-Paul mit einem Schreiben erneut an den Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann gewandt, um den Stand der Aktivitäten für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zu erfagen. Im August 2023 hatte Ottmar Miles-Paul zusammen mit Vertreter*innen des Bündnis AGG Reform Jetzt den Bundesminister beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung mit der Frage nach dem Stand dieser im Koalitionsvertrag verankerten Reform konfrontiert. Das Versprechen, dass Vorschläge vorgelegt werden und eine entsprechende Beteiligung der Verbände stattfindet, hat der Minister bisher allerdings noch nicht umgesetzt.

Vergangenheit mit Gegenwart für bessere Zukunft verbinden

Katrin Grüber
Katrin Grüber
Foto: solveig schiebel – kontrast foto

Berlin (kobinet) Das Institut Mensch Ethik und Wissenschaft (IMEW) hat Ende 2023 nach 22 Jahren seine Tätigkeit eingestellt. Dr. Katrin Grüber hat dieses Institut 22 Jahren begleitet und geleitet. Nun ist sie in den Ruhestand gewechselt. Oder doch nicht? kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit Dr. Katrin Grüber ein Interview über ihr Wirken, was mit dem Insitut erreicht und welche heiße Eisen angepackt wurden und vor allem, was die engagierte Frau nun im Unruhestand macht. Für Dr. Katrin Grüber ist auf jeden Fall wichtig, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden als Grundlage für eine bessere Zukunft.

Berlinale mit umfangreichem Inklusionsangebot

Berlinale Bär
Berlinale Bär
Foto: Anke Glasmacher

Berlin (kobinet) Vom 15. bis 25. Februar 2024 findet die diesjährige Berlinale in Berlin statt, die mit einem umfangreichen Inklusionsangebot zu einem Filmfest für alle Menschen einlädt. Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) hat Informationen darüber zusammengestellt, wann in den nächsten Tagen Berlinale-Filme mit Audiodeskription gezeigt werden. Darauf macht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in seinem Newsletter dbsv-direkt aufmerksam.

Ergebnisse der Befragung behinderter Jugendlicher in Marburg

Franz-Josef Hanke
Franz-Josef Hanke
Foto: Franz-Josef Hanke

Marburg/Lahn (kobinet) Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion hat es endlich geschafft und ist mal wieder nach Marburg gefahren, wo er drei Jahre lang gelebt hat. Dort traf er u.a. auch auf den Journalisten Franz-Josef Hanke, der immer wieder auch Beiträge für die kobinet-nachrichten verfasst. Ein Fundstück, das Ottmar Miles-Paul aus Marburg mitgebracht hat, sind die Marburg News. Franz- Josef Hanke betreibt diesen Online-Nachrichtendienst zusammen mit anderen Aktiven schon seit vielen Jahren und berichtet dabe auch immer wieder über Themen, die behinderte Menschen betreffen. So veröffentlichten die Marburg News zum Beispiel einen Beitrag über die Ergebnisse einer Befragung behinderter Jugendlicher. Ein gutes Beispiel, wie die Beteiligung und Selbstvertretung behinderter Jugendlicher vor Ort gefördert werden kann, findet Ottmar Miles-Paul.

Erfolgreiche 20 Jahre Nationalpark Eifel

Eine blinde Frau und ein  sehender Junge stehen tastend an einem  kugelrunden Exponat
In der barrierefreien Erlebnisaustellung Wildnisträume
Foto: Dominik Ketz

SCHLEIDEN (kobinet) 20 Jahre nach seiner Gründung kann der Nationalpark Eifel auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurückblicken. Waren anfangs im Schutzgebiet 230 gefährdete Arten bekannt, konnten Forscherinnen und Forscher mittlerweile mehr als 2.600 Rote-Liste-Arten nachweisen, die im Nationalpark wertvollen Lebensraum finden. Insgesamt leben in dem Schutzgebiet an der belgischen Grenze sogar mehr als 11.300 Arten. Einen großen Anstieg zeigen auch die Gästezahlen des Schutzgebietes. Seit der ersten Untersuchung im Jahr 2007 mit rund 450.000 Gästen haben sich die Gästezahlen des Nationalparks auf über eine Millionen Gäste pro Jahr mehr als verdoppelt.

Momentaufnahme 334

Alte Gegenstände auf der Wand
Gegenstände
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Blattlaus frisst Pflanzen, der Rost Metalle und die Lüge die Seele. (Anton Pawlowitsch Tschechow)

Kinderhospizarbeit und Bedarfe der Familien

Bunt bemalte leuchtende Kugeln an einem Baum
Blick auf den stilisierten Lebensbaum
Foto: Ricchard LOHS

BERLIN (kobinet) Im Ehrenhof der Humboldt-Universität präsentierten die fünf Träger aus der Berliner Kinderhospizarbeit am gestrigen Nachmittag den von Exhibition Designer Till Hutzenlaub entworfenen stilisierten Lebensbaum, der den Kreislauf des Lebens symbolisiert. Als Wanderbaum konzipiert, steht er außerdem für den ständigen Wandel und die Veränderungen, denen Familien mit unheilbar kranken Kindern ausgesetzt sind.

Trauer um Carola Ewinkel aus Marburg

Carola Ewinkel
Carola Ewinkel
Foto: privat

Marburg/Lahn (kobinet) „Am 3. Februar 2024 ist Carola Ewinkel unerwartet gestorben. Sie war eine Bewegte der ersten Generation. Wenn auch nicht im bundesweiten Umfeld, war sie doch in Marburg eine Stimme, die beharrlich und besonnen für die Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen eintrat. Dies schreibt Anneliese Mayer in ihrem Nachruf auf Carola Ewinkel, den sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Sonderkolumne: Fünf Jahre Galgenfrist. Endlich liegen Zahlen vor!

gezeichneter, goldener Stier,wütend
Taurus
Foto: Pixabay/Agzam

Staufen (kobinet) „Alle Analysten“ sagen es jetzt: Es bleiben uns schlappe fünf Jährchen. Laut Generalinspekteur Breuer braut sich bis dahin hinlänglich aggressives Feindpotential zusammen, um gegen uns loszuschlagen. Nutzen wir die Frist, uns bis an die Zähne zu bewaffnen und dem Angriff standzuhalten. Der noch keine Wirklichkeit ist, sondern vorerst, so der General, „nur möglich“. Dieser Möglichkeit nicht im Wege zu stehen und sie unsererseits spiegelbildlich zu ermöglichen, um die Verwirklichung ihrer Wirklichkeit, sprich Krieg, zu verhindern, so wie die Abschreckungslogik es vorschreibt, die schon einmal prima funktioniert hat oder wie die Kölner sagen, „et hätt noch immer jot jejange“ – darum gilt von jetzt an nur mehr eines: Kriegstüchtig werden! Oder wie Kaiser Wilhelm sagte: Mitten im Frieden überfällt uns der Feind, darum, auf zu den Waffen, Brüder (und Schwestern wäre gendergerecht hinzuzufügen)! https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/kaiser-wilhelm-1914-aufruf-zum-krieg-100.html

Bei Barrierefreiheit ist deutscher Fußball nur Kreisliga

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Die Fußball-Bundesliga biegt schon bald in die Zielgerade dieser Saison ein und heute, am 10. Februar blicken viele auf das Spitzenspiel bei den Männern zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München. Aber wie sieht es in Sachen Barrierefreiheit in deutschen Stadien und bei den Fußballvereinenaus? Dieser Frage ist die ARD-sportsachau im Interview mit dem Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel nachgegangen. Das Urteil ist vernichtend. In Sachen Barrierefreiheit bewege sich der deutsche Fußball auf Kreisliga-Niveau.

Feierabendtreff von Selbst Aktiv Bayern startet am 15. Februar

Plakat zum Selbst Aktiv Feierabendtreff am 15.2.2024
Plakat zum Selbst Aktiv Feierabendtreff am 15.2.2024
Foto: Selbst Aktiv Bayern

Würzburg (kobinet) Am 15. Februar 2024 um 18.30 Uhr startet die Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv Bayern ihren Online-Feierabendtreff. Regelmäßig an jedem 3. Donnerstag im Monat öffnet der neue Online-Treff der AG Selbst Aktiv Bayern seine Pforten allen Menschen mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung für geselliges Miteinander, gute Gespräche, Anregungen und konstruktive Kritik.

Fatale Unterversorgung mit stationären Kinderhospizplätzen

DSC00519 von walnussbaer

FRANKFURT am MAIN (kobinet) Wenn in ganz Deutschland namhafte Gebäude grün angestrahlt und erleuchtet werden, wenn Fahrzeuge mit grünen Bändern geschmückt durch Städte und über Dörfer fahren, wenn Bäckereien ihr Gebäck mit grünem Zuckerguss überziehen, dann hat das am heutigen Samstag nichts mit Karneval oder Fasching zu tun: Am 10. Februar ist bundesweiter Tag der Kinderhospizarbeit.

Bundesgerichtshof entschied zugunsten von Umbauten für Barrierefreiheit

Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Foto: Bundesgerichtshof

Karlsruhe (kobinet) Der unter anderem für das Wohnungseigentumsrecht zuständige V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute am 9. Februar 2024 auf der Grundlage des im Jahr 2020 reformierten Wohnungseigentumsrechts in zwei Verfahren über die Voraussetzungen und Grenzen baulicher Veränderungen des Gemeinschaftseigentums entschieden, die von einzelnen Wohnungseigentümern als Maßnahmen zur Barrierereduzierung (Errichtung eines Personenaufzugs bzw. Errichtung einer 65 Zentimeter erhöhten Terrasse nebst Zufahrtsrampe) verlangt wurden. Auf diese Entscheidung, die für die Verbesserung der Barrierefreiheit im Wohnungswesen eine wichtige Rolle spielen dürfte, wies der Bundesgerichtshof in einer aktuellen Presseinformation hin.

Herr Biedermann geht pfeifen

Person in dunklem Hemd undgraueer Weste mit einem aufgeschlagenenBuch n den Händen an einem Regal
Portrait des Autors Roalnd Frickenhaus
Foto: privat

Plau am See (kobinet) Von Flensburg bis zum Bodensee finden gegenwärtig dutzende von Demonstrationsveranstaltungen gegen Rechtsextremismus und gegen die AfD statt. Seitdem „Correctiv“ über das Treffen von Rechtsaußen berichtete, ist, so scheint es, für viele Deutsche die Sofaecke keine Option mehr. Auf Biedermanns Dachboden tut sich was. Und mittlerweile weiß Herr Biedermann auch, wer da oben sein Unwesen treibt…

Wenn Partizipation zur Farce wird

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Saarbrücken (kobinet) Behinderte Menschen, die sich für Veränderungen in Sachen Inklusion einsetzen, kennen es zu Genüge. Man wird eingeladen, kommt vielleicht auch zu Wort, aber auf die Meinung der Betroffenen wird oft gepfiffen und andere Interessen setzen sich durch. Zudem gibt es für Stellungnahmen oder Informationen für wichtige Sitzungen häufig unangemessen kurze Fristen. Ein Lehrstück, wie man es machen kann, wenn man gar keine Partizipation möchte, sondern einfach nur seine Interessen durchsetzen will, mussten Vertreter*innen des saarländischen Landesbehindertenbeirats erst kürzlich anlässlich der Besetzung der Position des Landesbehindertenbeauftragten erleben.

Entscheidenden Durchbruch für EU-Behindertenausweis

Bild zum EU Behinderten- und Parkausweis
Bild zum EU Behinderten- und Parkausweis
Foto: Europäische Kommission

Wien / Brüssel (kobinet) Das Europäische Behindertenforum (EDF) feierte die Einigung der EU-Institutionen – dem Europäischen Parlament, dem Rat der Europäischen Union und der Europäischen Kommission – über das vorläufige Abkommen zum EU-Behindertenausweis. „Diese Einigung, die nun kurz vor den anstehenden EU-Wahlen im Juni 2024 erzielt wurde, ebnet den Weg für die Abstimmung über den endgültigen Text des Ausweises noch vor Ende der aktuellen Legislaturperiode“, heißt es im Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS vom 8. Februar 2024.

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

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Kassel (kobinet) kobinet-Leserin Trudi Kindl aus Kassel ist langjähriges Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen und Antifaschisten. Die Sonderkolumne von kobinet-Redakteur Hans-Willi Weis „Behinderte gegen Rechts. Jetzt initiativ werden“, hat Trudi Kindl zu einem Zwischenruf für die kobinet-nachrichten als Reaktion auf den Beitrag von Hans-Willi Weis veranlasst, den die kobinet-nachrichten im folgenden veröffentlichen. Sie plädiert dabei u.a. dafür, sich nicht nur in Behindertenverbänden, sondern auch in Parteien und anderen Organisationen aktiv zu werden.

Wie Inklusion in der Bildung International gedacht wird

Cover des IGEL-Podcast zur Zero Project Konferenz 2024
Cover des IGEL-Podcast zur Zero Project Konferenz 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Wien (kobinet) „Wie Inklusion in der Bildung International gedacht wird – Die Zero Project Conference 2024“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Die Zero Project Conference 2024 (#ZeroCon24) findet vom 21.-23. Februar 2024 in Wien statt. Im Vorfeld der Konferenz sprach der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang mit Robin Weis vom Zero Project im Vorfeld der anstehenden Konferenz.

Mitarbeitende für telefonische Patientenberatung gesucht

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Die im Dezember 2023 gegründete Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland möchte möglichst schnell die Beratung von Patient*innen aufnehmen. Deshalb sucht die Stiftung derzeit Mitarbeitende für die telefonische Patientenberatung, die aus dem Home-Office arbeiten und möglichst schnell mit der Tätigkeit beginnen können.

Kölner Rollstuhlbasketballer auf dem Weg zum Finale

Logo des RBC Köln 99ers zum Neustart in der Bundesliga
Logo des RBC Köln 99ers
Foto: Rollstuhlbasketball-News des RBC Köln 99ers

KÖLN (kobinet) In den jüngsten Begegnungen gegen die DONECK Dolphins Trier und im Europa-Pokal gegen die Hornets Le Cannet, Galatasaray und Bilbao zogen sich die Köln 99ers respektabel aus der Affäre. In diesen Partien enttäuschten die Kölner keineswegs, konnten sogar zwei Siege gegen Trier und Le Cannet einfahren.

„Wolle mer se eroylasse?“

Der Autor Stephan Laux, als fünfjähriger Junge in einem weißen Kätzchenkostüm, vor einem Hauseingang
Der Autor Stephan Laux, als fünfjähriger Junge in einem weißen Kätzchenkostüm, vor einem Hauseingang
Foto: Stephan Laux

Villmar – Weyer (kobinet) (wollen wir sie reinlassen)

eine Kolumne über die Teilhabeverweigerung

oder eine Büttenrede die nicht lustig ist

Artikel „Geheimplan für Deutschland“ in Leichter Sprache und zum Hören

Symbol Information

Münster (kobinet) Die Recherchen über Pläne zur Vertreibung von Menschen aus Deutschland bestimmen seit Wochen die öffentliche Diskussion und haben zu vielen Demonstrationen gegen rechts geführt. „Wir haben die Leichte-Sprache-Version des Artikels ‚Geheimplan gegen Deutschland‘ eingelesen. Diese Hörversion brauchen wir für Frauen im Netzwerk, die zwar die Demos besser verstehen wollen, aber eben nicht oder nur mit Mühe lesen können oder es wollen“, heißt es vonseiten des NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW, das darauf hinweist, dass es den Beitrag nun auch in Leichter Sprache und als Hörversion gibt.

Michael Schmaus neuer Behindertenbeauftragter im Saarland

Landkarte Lage Saarland in Deutschland
Lage Saarland in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Saarbrücken (kobinet) „Michael Schmaus muss nun die Scherben zusammenkehren“, so titelt die Saarlandwelle von SR 3 ihren Bericht darüber, dass Michael Schmaus nun zum neuen Landesbehindertenbeauftragten des Saarlands bestellt wurde. Im Hinblick auf das hochumstrittene Besetzungsverfahren dürfte der neue Landesbehindertenbeauftragte wirklich viel zu tun haben, um die Missachtung des Landesbehindertenbeirats bei der Besetzung der Position und den Umgang mit dem bisherigen Beauftragten und einigen Bewerber*innen wieder in geordnete Bahnen zu bringen. „Das Wahlverfahren war alles andere als ein demokratisches Lehrstück“, meint SR-Reporter Patrick Wiermer daher auch sehr treffend.

T4 Ophelias Garten knüpft an Erinnerungsarbeit und knüpft an aktuelle Lage an

Presseinfo zum Theaterstück T4. Ophelias Garten
Presseinfo zum Theaterstück T4. Ophelias Garten
Foto: Daniela_Buchholz

Bremen (kobinet) Um den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus gastierte das Theaterstück „T4 Opehlias Garten“ an drei Abenden nacheinander in Bremen. Alle drei Vorstellungen waren restlos ausverkauft. Initiator des Gastspiels war der Landesbehindertenbeauftragte der Freien Hansestadt Bremen Arne Frankenstein. Das breite Medienecho sowie die vielen Rückmeldungen zeigen nach Ansicht von Arne Frankenstein, dass dieses Stück dringend gebraucht wird, um die Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit zur systematischen Vernichtung und Verfolgung behinderten Lebens im Nationalsozialismus zu vertiefen.

Raul Krauthausen zu Gast bei Jürgen Dusel im Kleisthaus

Plakat zur Veranstaltung mit Jürgen Dusel und Raul Krauthausen
Plakat zur Veranstaltung mit Jürgen Dusel und Raul Krauthausen
Foto: Bundesbehindertenbeauftragter

Berlin (kobinet) Der „Salon im Kleisthaus“ ist das Talkformat von „Kultur im Kleisthaus“ des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel. Am 15. Februar 2024 um 19:00 Uhr ist Raul Krauthausen zu Gast bei Jürgen Dusel im Kleisthaus.

MmB-Community-Podcast zum Crip Camp

Logo des Podcast MmB Community
Logo des Podcast MmB Community
Foto: MmB Community

Kassel (kobinet) „2023 war ein fantastisches Jahr für den neuen Podcast ‚MmB Community‘ von Paul O’Dono und Mano Grande, die sich in der 25. Runde der Peer Counceling Weiterbildung des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) im Mai 2023 kennen lernten. In 2024 geht das Abenteuer weiter. In der ersten Folge des Jahres haben die beiden ein ganz besonders Gesprächsthema: ‚Filmpreview Crip Camp‘. Bei einem Filmabend im November 2023 des Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) in Kassel wurde die prämierte Dokumentation aus dem Jahr 2020 gespielt. Inhaltlich geht es um das aufkeimende Empowerment der Behindertenbewegung in Amerika. Dieses Empowerment tragen Paul und Mano in ihren Podcast und regen dazu an, sich vom Film und den echten Protagonisten mitreißen zu lassen. Der Film ist derzeit auf Netflix zu sehen“, heißt es in der Ankündigung der neuen Ausgabe des Podcast MmB Community.

Bedarf an sozialrechtlicher Beratung wächst weiter

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

Stuttgart (kobinet) Die Nöte und Sorgen der Menschen in Baden-Württemberg steigen weiter. Der Landesverband des VdK informiert darüber, dass es im Jahr 2023 mehr als 68.000 sozialrechtliche Beratungen gab. Durch die VdK-Juristen wurden so viele Beratungen wie noch nie zuvor durchgeführt. 12.200 Widersprüche, Klagen und Berufungen wurden eingereicht – gegen Rentenbescheide, abgelehnte Krankenkassenleistungen und die Pflegekasse – noch nie waren es mehr.

Abschied von Ursula Lehmann

Ursula Lehmann am Protesttag 2023 in Berlin
Ursula Lehmann am 5. Mai 2023 am Brandenburger Tor
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Ursula Lehmann ist am 13. Dezember 2023 kurz nach ihrem Achtzigsten Geburtstag gestorben. Die Beisetzung der Berliner Rollstuhlaktivistin findet am 13. Februar um 12.30 Uhr auf dem Dom-Friedhof der St. Hedwig-Gemeinde im Stadtbezirk Mitte, Liesenstraße 8 statt. Das Foto hat kobinet-Reporterin Irina Tischer am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im vergangenen Jahr in Berlin aufgenommen. Zur Veröffentlichung wählte sie ein Wort von William Shakspeare (1564 – 1616) aus: „Gesegnet, die auf Erden Frieden stiften.“

Agieren statt Evaluieren in Sachen Antidiskriminierung

Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3
Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3
Foto: NW3, Michael Möller

Berlin (kobinet) „Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis“, so lautet ein Sprichwort, das zuweilen typisch für die Verhinderung von Fortschritten ist. Im Hinblick auf die im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP verankerte Reform des Allgemeinen Arbeitskreis könnte man dies derzeit so formulieren: „Willst du nicht agieren, lass erst mal evaluieren“. Diesen Schluss zieht zumindest das NETZWERK ARTIKEL 3, das für die Verbesserung des Diskriminierungsschutz in Deutschland eintritt. Denn statt endlich konkrete Vorschläge für die Gesetzesreform vorzulegen, soll nun erst einmal die Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes evaluiert werden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung der Abgeordneten Clara Bünger vom 17: Januar 2024 hervor.