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Künstliche Intelligenz öffnet Türen für neue Assistenztechnologie

Symbol Information

Wien (kobinet) „Am 13. Mai 2024 hat OpenAI ihr neuestes Sprachmodell namens GPT-4o vorgestellt. Es wird spannend!“ So kündigt Markus Ladstätter vom österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen Beitrag an, der auf neue Möglichkeiten mit der Nutzung künstlicher Intelligenz für Assistenztechnologien hinweist. Ein Video zeigt dabei plastisch die neuen Möglichkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen auf.

Jürgen Schmidt kandidiert in Wasungen für den Stadtrat

Jürgen Schmidt
Jürgen Schmidt
Foto: privat

Wasungen (kobinet) Dem Aufruf der kobinet-nachrichten in Zusammenarbeit mit dem Projekt Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), wonach sich behinderte Kandidat*innen für die anstehenden Wahlen vorstellen und ihre Ziele schildern können, sind mittlerweile einige gefolgt. Jürgen Schmidt kandidiert ebenfalls und zwar für die Kommunalwahl am 26. Mai 2024 in Thüringen. Als Parteiloser tritt der Rollstuhlnutzer kommenden Sonntag für die Wahl des Stadtrats in Wasungen an. Der Einsatz für Barrierefreiheit ist eines der zentralen Ziele von Jürgen Schmidt, wie er in seinem Statement auf Facebook ankündigte.

Mitschnitt der Lesung des Romans Zündeln an den Strukturen in Berlin

Sabine Lohner am Mikro bei Buchlesung am 6. Mai 2024 in Berlin
Sabine Lohner am Mikro bei Buchlesung am 6. Mai 2024 in Berlin
Foto: EU-Schwerbehinderung

Berlin (kobinet) Der Online-Nachrichtendienst EU-Schwerbehinderung hat auf seinem YouTube-Kanal den Mitschnitt der Lesung aus dem Roman Zündeln an den Strukturen über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen vom 6. Mai 2024 in Berlin veröffentlicht. Ergänzend dazu gibt es ein Interview zu den Hintergründen des Romans mit dem Autor Ottmar Miles-Paul. „Der Reportage-Roman beschreibt die Situation in Werkstätte für Menschen mit Behinderungen (WfbM). In einer Buchlesung liest die sehbehinderte Sabine Lohner das Buch vor“, heißt es in der Ankündigung auf YouTube. Die letzte der insgesamt fünf Lesungen, die allein im Mai stattfinden, erfolgt am 31. Mai 2024 um 14:00 Uhr im Haus für Barrierefreiheit, Alsterdorfer Markt 7, in 22297 Hamburg von Ottmar Miles-Paul und dessen Leseassistentin Sabine Lohner auf Einladung der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderter Menschen (LAG) statt.

Spendenaufruf für Familie nach verheerendem Hochwasser

Bild von der vom Hochwasser betroffenen Familie im Saarland
Bild von der vom Hochwasser betroffenen Familie im Saarland
Foto: privat

Saarbrücken (kobinet) Als der Himmel vor kurzem im Saarland seine Schleusen öffente und die Auswirkungen der Wassermassen zu sehen waren, hat sich Dunja Reichert an die kobinet-nachrichten gewandt. Sie selbst ist in ihrer rollstuhlgerechten Wohnung unbeschadet geblieben, aber in ihrer Nachbarschaft haben die Wassermassen erheblichen Schaden angerichtet. Deshalb hat sie folgenden Aufruf für eine Crowdfunding-Aktion an die kobinet-nachrichten weitergeleitet, die die Redaktion ausnahmsweise aufgegriffen hat.

Versprechen des Grundgesetzes umsetzen

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Kassel (kobinet) Über 45 Jahre hat es gedauert bis der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Und dies nur unter massivem Druck behinderter Menschen und ihrer Verbände und der Tatsache, dass andere Gruppen wieder nicht berücksichtigt wurden. 30 Jahre nach Aufnahme des Benachteiligungsverbots behinderter Menschen im Grundgesetz ist es nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul nun allerdings an der Zeit, dass das im Grundgesetz verankerte Versprechen der Nichtbenachteiligung behinderter Menschen endlich ernsthaft angepackt und umgesetzt wird. Anlässlich des heutigen 75. Geburtstags des Grundgesetzes am 23. Mai 2024 hat sich Ottmar Miles-Paul dazu ein paar Gedanken gemacht.

Lebenshilfe nun auf digitalen Wegen

Im Zentrum ein Computer mit angedeuteten Verbindungen zu sozialen Netzen
Alles digital vernetzt
Foto: Pixabay/lakexyde

MAGDEBURG (kobinet) Die Lebenshilfe Sachsen-Anhalt, ein Dachverband, der sich der Unterstützung von Menschen mit Behinderung widmet, stand vor rund einem Jahr vor vielfältigen Herausforderungen in ihrer Kommunikation: Der Kommunikationsfluss innerhalb des Verbandes war nicht immer gegeben. Um dieses zu verändern, wurde im Sommer 2023 der digitale Treffpunkt von beUnity eingeführt. Mit beUnity hat der Dachverband einen wichtigen Schritt in die Zukunft der Verbandskommunikation gemacht.

AGG-Beschwerdestellen und positive Maßnahmen gegen Diskriminierung

Sharepic: AGG Reform Jetzt
Sharepic: AGG Reform Jetzt
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt

Berlin (kobinet) In der Zeit vom 24.4.2024 bis 21.8.2024 findet an sechs Terminen die Onlinevortragsreihe „Antidiskriminierung für Alle: Das Potenzial einer umfassenden AGG-Reform für mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe“ statt, in die Forderungen für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) näher angeschaut werdenen, die es aus der Zivilgesellschaft – vertreten durch das Bündnis AGG Reform Jetzt! – gibt. Die Vorträge sollen niedrigschwellig ins AGG und in die verschiedenen Kritikpunkte zum Gesetz einführen und anhand von Fallbeispielen aus der Praxis anschaulich machen, heißt es vonseiten des Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd). Um g geht es am 28. Mai 2024 von 10:00 – 12:00 Uhr beim Online-Voinnerbetriebliche AGG-Beschwerdestellen und positive Maßnahmen gegen Diskriminierunrtrag via Zoom.

„Behinderung“ im Grundgesetz – 1948/49 nur „vergessen“?

Hans-Günter Heiden
Hans-Günter Heiden
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Wurde von den Vätern und den wenigen Müttern des Grundgesetzes behinderte Menschen nur „vergessen“ als das Benachteiligungsverbot des Grundgesetzes heute vor 75 Jahren formuliert und beschlossen wurde? Oder steckt dahinter eine bis heute verbreitete Denkweise über behinderte Menschen? Dieser und anderen Fragen geht H.-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 heute am 23. Mai, da das Grundgesetz 75 Jahre alt wird, in seinem Zwischenruf für die kobinet-nachrichten nach.

Erinnerungskultur partizipativ und inklusiv gestalten

Logo des Projektes geh denken inklusiv
Logo des Projektes geh denken inklusiv
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten haben vor kurzem über das von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit Unterstützung des Förderkreises Gedenkort T4 und des Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) initiierte Projekt „geh-denken-inklusiv“ berichtet. kobinet-Redakteur Ottmar Miles Paul führte nun mit den Mitarbeiter*innen des Projektes Hannah Kindlein und Thomas Künneke ein Interview über die Ziele des Projekts, das u.a. Menschen mit Behinderungen und deren Unterstützer*innen ermutigen möchte, sich an der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen „Euthanasie“- Morde und Zwangssterilisation zu beteiligen.

Politische Teilhabe Querschnittgelähmter verbessern

Bild zur Tagung in Berlin
Bild zur Tagung in Berlin
Foto: FGQ

Berlin (kobinet) Auf dem am 22. Mai begonnenen Kongress der European Spinal Cord Injury Federation (ESCIF) 2024 in Berlin werden die bisherigen Bemühungen der europäischen Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Querschnitlähmung vorgestellt, deren politische Teilhabe zu verbessern. Mehrere Referenten bieten Einblicke in die Arbeit der nationalen sowie des Europäischen Parlamentes und berichten von den Veränderungen seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention. Durch einen aktiven Austausch von Vertretern von 32 Organisationen aus 29 europäischen Ländern, Diskussionsrunden und Workshops werden wichtige Impulse für die weitere politische Arbeit der ESCIF Mitgliedsorganisationen gegeben. Die Vernetzung der europäischen Selbsthilfeverbände ist essenziell, um die Interessen von Menschen mit Behinderung auf politischer Ebene effektiv vertreten zu können, heißt es in einer Presseinformation zum Kongress, der am 25. Mai endet.

Tagung: Umsetzung der UN-BRK in Österreich, der Schweiz und in Deutschland

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Kassel (kobinet) Deutschland, Österreich und die Schweiz sind Vertragsstaaten der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Der Fachausschuss der Vereinten Nationen hat 2023 zum zweiten Mal seine Abschließenden Bemerkungen zu den Staatenprüfverfahren für Österreich und Deutschland veröffentlicht. Für die Schweiz legte er im Jahr 2022 zum ersten Mal Abschließende Bemerkungen vor. Die Verfahren und Berichte bieten eine gute Grundlage für eine vertiefte und vergleichende Diskussion zum Umsetzungsstand der Konvention. „Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland, Österreich und der Schweiz – Ausblicke nach den Prüfungen der Staatenberichte“ lautet daher der Titel einer Tagung, die am 20. und 21. Juni 2024 im Science Park der Universität Kassel stattfindet.

überZEUGEN kommt wieder nach Berlin

Tafel mit Übersichten eines Zeitstrahls und den Deckblättern von  Broschüren
Tafel aus der Ausstellung
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Die Ausstellung „überZEUGEN“ berichtet an Beispielen der Geschichten von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und der Ukraine über das Leben dieser Menschen. Nachdem diese Wanderausstellung bereits im Jahr 2021 in vier Städten in der Ukraine sowie dann an drei Orten in Berlin, Waren/Müritz und in Leipzig zu Gast war, wird sie nun während der Inklusionstagen 2024 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales am 3. und 4. Juni 2024 wieder in Berlin zu sehen sein.

Im Sport gemeinsam voran

pressedrachen-007 von Der Stadtfotograf

Dieses Artikelbild ist lizenziert unter Creative Commons BY 2.0 .

HANNOVER (kobinet) Der Behinderten-Sportverband Niedersachsen, der Gehörlosen-Sportverband Niedersachsen und Special Olympics Niedersachsen haben eine Kooperation abgeschlossen. Die drei großen Behindertensportverbände dieses Bundeslandes werden künftig enger zusammenarbeiten, um die Anliegen von Menschen mit Behinderungen im niedersächsischen Sport voranzubringen und ihre Stimme zu stärken.

Petition für barrierefreie Busse und Bahnen

Symbol Ausrufezeichen

Baindt (kobinet) Marion Jurgovsky aus Baindt hat sich mal wieder so richtig über die Deutsche Bahn geärgert und hat auf der Plattform openpetition eine Petition gestartet. „Die Deutsche Bahn und den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei machen“, lautet der Titel der Petition. Sie wird damit wahrscheinlich nicht erreichen, dass dies sofort erreicht wird, wenn man aber auf den Koalitionsvertrag der rot-grün-gelben Regierungskoalition blickt, müssten endlich entsprechende Initiativen kommen, damit der Weg zur Barrierefreiheit der Bahn und des öffentlichen Personennahverkehrs endlich entscheidend beschleunigt wird.

Elke Gerdes: Weg auf den ersten Arbeitsmarkt ebnen

Elke Gerdes
Elke Gerdes
Foto: privat

Bremen (kobinet) Elke Gerdes engagiert sich seit 20 Jahren für Inklusion. Zuerst im schulischen Bereich und nun verstärkt auch im Bereich des Übergangs behinderter Jugendlicher auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion hat die engagierte Bremerin auf einen Kaffee getroffen und mit ihr folgendes Interview über ihr Engagement und ihre Ziele geführt.

Netzwerktreffen behinderter Menschen zur Arbeit außerhalb von Werkstätten

Logo: Budget für Arbeit nutzen
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Foto: Netzwerk Artikel 3

Berlin (kobinet) Am 5. April 2024 wurde das Netzwerk behinderter Menschen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten (wollen) bei einer Online-Veranstaltung gegründet. Nun lädt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) im Rahmen des Projektes Budgetkompetenz zum zweiten Austausch ein. Dieses findet am 14. Juni 2024 von 15:00 bis 17:00 Uhr online über Zoom statt. Dabei stehen Informationen zum Budget für Arbeit im Mittelpunkt des Austauschs. Interessierte, die bereits auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten oder dort anstatt in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten wollen, können sich bei der ISL für diesen Austausch anmelden.

Lesung mit Udo Sierck aus dem Buch Körperkult und Behinderung

Cover des Buches Körperkult und Behinderung von Udo Sierck
Cover des Buches Körperkult und Behinderung von Udo Sierck
Foto: AG Spak

Hamburg (kobinet) Am 27. Mai 2024 um 17:00 Uhr findet im Haus für Barrierefreiheit, Alsterdorfer Markt 7, in 22297 Hamburg eine Lesung statt. Zu Gast ist der Autor Udo Sierck, der aus seinem neuesten Buch „Körperkult und Behinderung. Eine Geschichte zwischen Erniedrigung und Faszination“ lesen wird. Herr Sierck sagt dazu: „Besondere Körper sind seit Jahrhunderten der Sensationslust ausgesetzt. Gegenwärtig sind sie bei Misswahlen, auf dem Laufsteg oder bei olympischen Spielen zu betrachten. Ist das die Fortsetzung der Historie oder Ausdruck von Emanzipation? Der zu beobachtende Kult um den makellosen Körper widerspricht der angeblichen Akzeptanz. Gleichzeitig gibt es die Gratwanderung, Beeinträchtigung sozial zu verorten und Nachteile einzugestehen.“

Sozialverband fordert mehr Engagement für Gerechtigkeit

Bild vom Grundgesetz
Grundgesetz
Foto: omp

HANNOVER (kobinet) Das Grundgesetz ist die Basis für das demokratische Zusammenleben in unserem Land. Anlässlich dieses Jubiläums macht der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deutlich, dass durch das Grundgesetz auch die Regeln für ein soziales Deutschland festgelegt werden. Er fordert deshalb seitens der Politik mehr Anstrengungen, um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.

Djamila ist nicht vergessen

Drei Männer und eine Frau vor einer Wand mit Holzdekor
Omurbek Tekebaev, der Botschafter der Kirgisischen Republik, und Botschaftsrätin Ainura Tursumbaeva bei dem Bundestagsabgeordneten Dr. André Hahn (Die Linke) mit Büroleiter André Nowak
Foto: Daniel Lücking

BERLIN (kobinet) In einem Gespräch mit dem Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe Dr. André Hahn (DIE LINKE) haben Omurbek Tekebaev, der Botschafter der Kirgisischen Republik, und Botschaftsrätin Ainura Tursumbaeva ihn und
seinen Büroleiter André Nowak über aktuelle Entwicklungen in seinem Land sowie die zahlreichen Aktivitäten und Vorhaben zur Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder informiert sowie gemeinsame Möglichkeiten besprochen. Bemerkenswert ist, dass in dieser diplomatischen Unterredung auch die Unterstützung des Projektes „Djamila – ein Rolli-Bus für Kirgisistan“ 2021 ein Gesprächsthema war.

25 Jahre Selbstvertretung behinderter Eltern

Gruppenbild von der Feier zu 25 Jahre bbe am 19. Mai 2024 in Uder
Gruppenbild von der Feier zu 25 Jahre bbe am 19. Mai 2024 in Uder
Foto: bbe

Uder (kobinet) Heute am 21. Mai 2024 geht in der Bildungs- und Ferienstätte Uder die Jahrestagung des Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) mit dem Thema Selbstvertretung von Eltern mit Behinderung zu Ende. Seit dem 17. Mai tauschen sich dort behinderte Eltern über ihre Situation aus und entwickeln heute zum Abschluss Ideen für die Verbesserung der Partizipation. Das Highlight des diesjährigen Treffens war die Feier zum 25jährigen Bestehen der Selbstvertretung behinderter Eltern, die am Sonntag im gut gefüllten Tagungshaus der Bildungsstätte stattfand. Dabei zeichnete die Geschäftsführerin des bbe, Kerstin Blochberger, einige Stationen der Entwicklung des Verbands nach. Während behinderte Menschen, die Eltern sind, früher oftmals nicht wahrgenommen wurden, zeigen die Mitglieder des Verbands heute in vielen Gremien und Zusammenhängen Präsenz.

Wie es zum Buch Stoppt Ableismus kam

Karina Sturm und Anne Gersdorff mit Buch Stoppt Ableismus
Karina Sturm und Anne Gersdorff mit Buch Stoppt Ableismus
Foto: Andi Weiland

Berlin / Hameln (kobinet) „Stoppt Ableismus! Diskriminierung erkennen und abbauen“, so lautet der Titel eines in diesem Jahr erscheinenen Buchs von Anne Gersdorff und Karina Sturm, auf das die kobinet-nachrichten bereits hingewiesen haben. „Die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen ist der Grund, warum auch heute noch nicht alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Noch immer verhindern Berührungsängste einen Dialog über Ableismus. So bleiben nahezu 15 Prozent der globalen Bevölkerung von der Gesellschaft ausgeschlossen. Ohne erhobenen Zeigefinger, mit einfachen Erklärungen und anhand anschaulicher Beispiele legt dieses praxisorientierte Handbuch Barrieren und Ausschlussmechanismen der Dominanzgesellschaft offen“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Buches. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte nun mit Anne Gersdorff und Karina Sturm, die über zwei Jahre an der Entwicklung des Buches gearbeitet haben, folgendes Interview zur Entstehung und Bedeutung des Buches.

Tina Deeken: Benachteiligungsverbot im Grundgesetz

Bild vom Grundgesetz
Grundgesetz
Foto: omp

Hannover (kobinet) Die Sportlerin Tina Deeken hat sich in einem Video der niedersächsischen Landesregierung zum Benachteiligungsverbot in Artikel 3 des Grundgesetzes mittels eines Kurzstatements geäußert. Während am 23. Mai 2024 das 75jähriges Bestehen des Grundgesetzes gefeiert wird, wurde der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ erst am 15. November 1994 ins Grundgesetz mit aufgenommen. Umso wichtiger ist es, gerade auch auf diesen Satz hinzuweisen, wie beispielsweise im Video mit Tina Deeken.

Handlungsbedarf beim Schutz von Minderheiten vor Diskriminierungen

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) „Die Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman sieht dringenden Handlungsbedarf beim Schutz von Minderheiten. Sie fordert eine Ausweitung des Artikels 3 des Grundgesetzes – dieser sei bislang ‚löchrig‘.“ Darüber hat die tagesschau am Pfingstsonntag berichtet. Die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung Ferda Ataman hat mit der von ihr geäußerten Kritik auch die Forderungen vieler Verbände nach einer dringend notwendigen Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) mit befördert. Denn 75 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes gelte es nun, den Schutz benachteiligter Gruppen besonders im Hinblick auf die zunehmenden antidemokratischen Tendenzen und der damit verbundenen Diskriminierungen zu stärken.

Behinderte Menschen beim Umgang mit Klimawandel berücksichtigen

Symbol Ausrufezeichen

Kassel (kobinet) Wie schnell es gehen kann, dass beispielsweise durch Starkregen katastrophale Situationen entstehen können, das haben die Menschen im Saarland und in Rheinland-Pfalz gerade wieder erleben müssen. Auch bei großer Hitze sind wir enormen Herausforderungen ausgesetzt. Dass dabei besonders auch Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen betroffen sind und dass dieser Gruppe immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels gewidmet wird, das geht aus einem aktuellen Beitrag hervor, der in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht wurde und auf den Andreas Reigbert die kobinet-nachrichten hingewiesen hat.

Gipfeltreffen mit Verena Bentele

Portrait von Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Hollenbach (kobinet) Die zwölffache Olympiasiegerin, vierfache Weltmeisterin, ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung und aktuelle Präsidentin des VdK ist heute Abend um 17:45 Uhr Gast von Werner Schmid beim Gipfeltreffen des Bayerischen Rundfunks. Für Schmidbauer eine neue Erfahrung: Wandern mit einer blinden Begleitung.

Die Festivalsaison – barrierefreie Teilhabe kennt noch viele Hürden

Cover der Episode des IGEL-Podcast mit Sonntag trifft IGEL vom 19.5.2024
Cover der Episode des IGEL-Podcast mit Sonntag trifft IGEL vom 19.5.2024
Foto: IGEL-Media

Halle / Bad Segeberg (kobinet) „Die Festivalsaison – barrierefreie Teilhabe kennt noch viele Hürden“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der einmal monatlich erscheinenden Ausgabe unter dem Motto Sonntag trifft IGEL tauschen sich die Journalistin Jennifer Sonntag und der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang über das Thema aus.

Selbst Landesverwaltung erreicht Beschäftigungsquote nicht

Wappen Bundesland Baden-Württenberg
Wappen Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Im Sozialausschuss des Landtags von Baden-Württemberg wurde kürzlich der neue Bericht der Landesregierung zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen in der Landesverwaltung Baden-Württemberg für das Jahr 2022 diskutiert. Am Tag vorher hatte der Ministerrat endlich den seit fast fünf Jahren vom Landtag geforderten und finanzierten „Stellenpool“ beschlossen. Der Stellenpool sei zwar ein wichtiges Symbol, so wurde festgestellt, aber ohne weitere Änderungen werde die Quote eher weiter sinken als steigen.

Arbeit für mehr Inklusion im und durch Sport gestartet

Gruppe von Personen im Foyer eines großen Gebäudes
Das Bild zeigt die Teilnehmenden des Workshops zusammen mit Simone Fischer und Jella Riesterer vom Social Innovations Lab
Foto: Social Innovation Lab

STUTTGART (kobinet) Ein wichtiges Anliegen in der Arbeit der Beauftragten der Landesregierung, Simone Fischer, ist es, Sportangebote auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich machen und damit das inklusive Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. In Kooperation mit dem Social Innovation Lab (Grünhof e.V) startet sie nun ein Innovationsvorhaben zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Sport. Im Kreativpark Lokhalle in Freiburg sprudelten dazu die Ideen und Zukunftsvisionen: Es war der Auftakt für einen Prozess, der dazu dienen soll, Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg den Zugang zu Sportangeboten zu vereinfachen.

Beim Benachteiligungsverbot im Grundgesetz geht noch was

Natalie Rosenke bei der SPD-Veranstaltung zum Grundgesetz im Reichstag am Mikro
Natalie Rosenke bei der SPD-Veranstaltung zum Grundgesetz im Reichstag am Mikro
Foto: Maurice Weiss

Berlin (kobinet) Dass noch Platz in Artikel 3 des Grundgesetzes ist, in dem es um das Benachteiligungsverbot verschiedener benachteiligter Gruppen geht, das machte Natalie Rosenke von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung für das Bündnis AGG Reform Jetzt bei einer Veranstaltung der SPD Bundestagsfraktion zum 75. Jubiläum des Grundgesetzes diese Woche im Reichstag deutlich. Zudem verwies sie darauf, dass es auch bei der Umsetzung des Benachteiligungsverbots – und dabei vor allem beim Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – noch viel Luft nach oben gibt. Ein breites Bündnis von Organisationen hatte hierzu bereits im Januar 2023 eine Vielzahl an Vorschlägen gemacht, die immer noch auf die Umsetzung warten. „Viel erreicht und noch viel vor! 75 Jahre Grund(gesetz) zum Feiern!“ So lautet der Titel der Veranstaltung, zu der die SPD-Bundestagsfraktion am 15. Mai 2024 ins Reichstagsgebäude eingeladen hatte.

Schulungsprogramm für inklusive Entwicklungsexpert*innen

Logo: bezev
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Foto: bezev

Essen (kobinet) Der Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit bietet ein Fortbildungsprogramm mit insgesamt sechs Online-Seminaren an, mit dem junge Menschen mit und ohne Behinderung dazu befähigt werden sollen, sich aktiv in die Entwicklungszusammenarbeit einzubringen und inklusive Projekte zu gestalten. Durch die Vermittlung von Fachwissen über Entwicklungszusammenarbeit und inklusive Ansätze sowie durch Einblicke in die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit erhalten die Teilnehmenden einen niedrigschwelligen Einstieg in Strukturen und die Umsetzung von Entwicklungszusammenarbeit, wie es in der Ankündigung des Online-Fortbildungsprogramm mit dem Titel „Entwicklungszusammenarbeit kompakt: Schulungsprogramm für inklusive Entwicklungsexpert*innen“ heißt. Die Anmeldung ist bis zum 7. Juli 2024 möglich.

Ein Roman, vier Beauftragte und eine engagierte Diskussion zum Werkstättensystem

Bild vom Podium bei der Lesung am 17.5.24 in Potsdam
Bild vom Podium bei der Lesung am 17.5.24 in Potsdam
Foto: Nina Waskowski

Potsdam (kobinet) Die Tatsache, dass an einem Freitagabend vor Pfingsten mit frühlingshaftem Wetter, das zum Grillen einlud, der Saal des Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum in Potsdam gut gefüllt war, wäre für sich schon ein Indikator für ein großes Interesse an einem Thema. Dass dabei noch vier Behindertenbeauftragte vom Bund, über das Land, der Stadt und aus dem Landkreis anwesend waren, macht besonders deutlich, wie aktuell das Thema des Romans von Ottmar Miles-Paul „Zündeln an den Struktuen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen ist. Die Rede ist von der Lesung aus dem Roman des Behindertenrechtlers, die am 17. Mai 2024 im Rahmen des umfangreichen Programms der Potsdamer Inklusionstage stattfand. Deutlich wurde dabei, dass noch sehr viel für die Inklusion behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt getan werden kann und muss.

Für die inklusive Lehre besser gerüstet

Person an einem Rednerpult dahinter ein Display mit Informationen zum Vortrag
Auch barrierefrei dozieren muss gelernt sein
Foto: Prof. Dr. Andrea Platte

HILDESHEIM (kobinet) Die Forschungsstelle Leichte Sprache an der Stiftung Universität Hildesheim das Projekt „#incluTeach“ vorgestellt. .Bei diesem Projekt geht es vor allem darum, Menschen mit Behinderung verstärkt in eine barrierefreie akademische Lehre einzubeziehen. Bisher wurde in der Inklusionsforschung vor allem der Blick auf Studierende mit Behinderung gelegt. Hinsichtlich einer Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in die Lehre besteht bisher Nachholbedarf.

Unterstützung für Wahlmanifest von ENIL durch Katrin Langensiepen

Logo: ENIL - European Network on Independent Living
Logo: ENIL – European Network on Independent Living
Foto: ENIL

Brüssel (kobinet) Da die Behindertenpolitik der Europäischen Union gerade auch für behinderte Menschen eine wichtige Rolle spielt, hat das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (ENIL) ein Wahlmanifest mit Forderungen zur Europawahl veröffentlicht. Florian Sanden von ENIL freut sich nun darüber, dass von der deutschen Europaparlaments-Abgeordneten Katrin Langensiepen in einer Videobotschaft Unterstützung für dieses Manifest geäußert wurde.

Niedersachsen fördert Barrierefreiheit in Praxen auf dem Land

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Bundesland Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANNOVER (kobinet) Rund 800.000 Euro stellt das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung bereit, um Hausärztinnen und Hausärzte auf dem Land bei der barrierefreien Ausgestaltung ihrer Praxen zu unterstützen. Dieser Betrag soll das Anschaffen höhenverstellbarer Untersuchungsmöbel sowie bauliche Änderungen unterstützen, um die Zugänglichkeit zur Praxis auch für Rollstuhlfahrende zu erleichtern, behindertengerechte Parkplätze und Toilettenanlagen einzurichten, Orientierungshilfen für sehbehinderte oder hörgeschädigte Patientinnen und Patienten anzuschaffen oder auch barrierefreie Kommunikationsmittel in der Praxis zu etablieren.

Leichte Sprache schafft Teilhabe und Selbstbestimmung

Mann, der ein Buch zur Leichten Sprache in der Hand hält undden Daumen nach oben zeigt
Leichte Sprache – eine Voraussetzung fürTeilhabe und Selbstbestimmung
Foto: Lebenshilfe NRW

HÜRTH (kobinet) Die Leichte Sprache ist eine wichtige Möglichkeit, Informationen und Texte in einem solchen Maße verständlich zu gestalten, damit sie für alle Menschen leicht zugänglich sind. Der Landesverband der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen erinnert mit Blick auf den bevorstehenden Tag der Leichten Sprache daran, dass einige Menschen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben – zum Beispiel Menschen mit geistiger Behinderung. Auch diesen Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen, macht Leichte Sprache unverzichtbar.

Eine inklusive EURO 2024 bleiben wohl leere Worte

Blick in ein Stadion mit grünem Rasen und zwei Flutlichtanlagen
Blick in ein Stadion mit Flutlichtanlagen
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BERLIN (kobinet) Das Versprechen der Bundesregierung, die UEFA EURO 2024 zu einem inklusiven Turnier zu machen und den Aufenthalt für Menschen mit Behinderungen in größtmöglichem Umfang zu ermöglichen, werden wohl leere Worte bleiben. „Das wird mit der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, Johann Saathoff (SPD), auf meine Frage zu den in den 10 Ausrichterstädten zur Verfügung stehenden >Toiletten für alle< wiederholt und eindrucksvoll belegt“, erklärt der Abgeordnete Dr. André Hahn, stellvertretender Vorsitzender und sportpolitischer Sprecher der LINKEN im Bundestag.

Sachsen wickelt Dachverband der Migrantenorganisationen ab

Im oberen Teil bunte und mehrfarbiege Kreise darunter der Text Inkluion in Sachsen ich bin die Gesellschaft Du bist
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Foto: Integrationsnetzwerks Sachsen

DRESDEN (kobinet) Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen (DSM) hat sich seit seiner Gründung im April 2017 als Nachfolger des Integrationsnetzwerks Sachsen mit wachsender Professionalität für die Interessen migrantisierter Personen und Gruppen und für die gleichberechtigte Teilhabe und Integration der Migrantinnen und Migranten am gesellschaftlichen und politischen Leben in Sachsen engagiert. Jetzt soll dieser Dachverband in Insolvenz gehen und abgewickelt werden.

Jürgen Dusel: Jahresempfang mit Bundeskanzler Olaf Scholz

Bild von Olaf Scholz und Jürgen Dusel
Olaf Scholz und Jürgen Dusel
Foto: Bundesfinanzministerium

Berlin (kobinet) In einem Terminhinweis hat der Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel auf seinen diesjährigen Jahresempfang hingewiesen. Dieser soll voraussichtlich am 10. September 2024 mit Bundeskanzler Olaf Scholz ab 17:00 Uhr im Cafe Moskau (Karl-Marx-Allee 34 in 10178 Berlin, stattfinden. Die konkrete Einladung soll dann im Juli erfolgen. Olaf Scholz war schon einmal beim Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten zu Gast als dieser noch Bundesfinanzminister war. Damals ging es u.a. um die längst überfällige Anpassung der Behinderten-Pauschbeträge, die Ende 2020 vollzogen wurde. Was der Bundeskanzler dieses Mal im Gepäch hat, darauf darf man sehr gespannt sein.

Umfrage zeigt Jobanwärtern ist Vielfalt und Inklusion wichtig

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Foto: Aktion Mensch

Erfurt (kobinet) „Angehenden Arbeitnehmern ist laut einer Umfrage Vielfalt und Inklusion bei zukünftigen Arbeitgebern wichtig. Etwa drei von vier befragten Studierenden und Auszubildenden gaben in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der IU Internationale Hochschule in Erfurt an, dass es ihnen sehr wichtig oder eher wichtig sei, dass ihr künftiger Arbeitgeber Maßnahmen in dem Feld ergreift.“ Dies berichtet ZEIT ONLINE in einem Beitrag vom 14. Mai 2024.