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Wahlrecht nutzen – Demokratie stärken

Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Kassel (kobinet) Die Wahllokale für die Europawahl sind seit 8:00 Uhr nun auch in Deutschland geöffnet. Jetzt gilt es zu entscheiden, wie das Europäische Parlament zukünftig zusammengesetzt sein wird. Eine Reihe von Behindertenverbänden und viele andere gesellschaftliche Kräfte haben dazu aufgerufen, das Wahlrecht zu nutzen und demokratisch zu wählen. Denn auf europäischer Ebene werden wichtige Entscheidungen getroffen. Die Aktion Mensch hat hierzu einen Überblick über die Haltung der einzelnen Parteien zur Inklusion erstellt. Aber auch die Kommunalwahlen sind wichtig, die heute am 9. Juni in 8 Bundesländern stattfinden. Hier wird vor Ort über vieles entschieden, was für die Bürger*innen und damit auch für behinderte Menschen und ihre Verbündeten wichtig ist.

Neue Thüringer Bauordnung legt Rückwärtsgang ein – Barrierefreies Bauen wird erschwert

Daumen unten
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Foto: Irina Tischer

Erfurt (kobinet) Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen Joachim Leibiger hat mit Unverständnis auf die beabsichtigte Novellierung der Thüringer Bauordnung reagiert. Der für das Gesetzgebungsvorhaben zuständige Infrastrukturausschuss habe Kritik und Warnungen des Beauftragten, von Verbänden und der Architektenkammer Thüringen offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen und den Weg frei gemacht für eine Verabschiedung durch das Plenum in dieser Woche. „Thüringen benötigt aufgrund des demografischen Wandels wie kein anderes Bundesland barrierefreie Wohnungen. Der nun im Landtag zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf bewegt sich trotz dieser Tatsache und der aus der UN-Behindertenrechtskonvention folgenden Verpflichtungen in die entgegengesetzte Richtung“, kritisiert Joachim Leibiger.

„Die innere Leere“

die innere Leere
Stephan Laux mit seinem Kopf auf der Tastatur seines Laptops
Foto: Stephan Laux

Villmar – Weyer (Kobinet) Eine vorläufig finale Kolumne über Schreibhemmungen.

In vielen, sportlichen Ligen sind die entscheidenden Phasen der letzten Saison gerade vorbei. In der Fußball-Bundesliga wurde eine angebliche „Werkself“ deutscher Meister. Ob sich Fußball-Deutschland größtenteils mit Bayer Leverkusen freut oder doch nur erleichtert ist, dass es nicht wieder Bayern München geworden ist, bleibt dahingestellt. Viel dramatischer und spannender verliefen hingegen die Relegationsspiele, die über Auf- und Abstiege entschieden. Bei Interviews betroffener Spieler oder Trainer der unterlegenen Mannschaften herrschte vorwiegend der gleiche Gemütszustand: „Innere Leere!“

Gracia Schade kandidiert in Nieder-Olm für den Stadtrat

Wahlplakat mit Gracia Schade
Wahlplakat mit Gracia Schade
Foto: SPD Ortsverein Nieder-Olm

Nieder-Olm (kobinet) Dem Aufruf der kobinet-nachrichten in Zusammenarbeit mit dem Projekt Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), wonach sich behinderte Kandidat*innen für die anstehenden Wahlen vorstellen und ihre Ziele schildern können, sind mittlerweile einige gefolgt. Gracia Schade kandidiert ebenfalls und zwar bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz. Die langsjährig aktive Rollstuhlnutzerin setzt sich seit vielen Jahren für inklusive Kommunen und dabei besonders für ein inklusives Nieder-Olm ein. Sie kandidiert auf der Liste der SPD Nieder-Olm für den Stadtrat.

Behindertengleichstellungsgesetz-Reform soll bis Ende des Jahres verabschiedet werden

Takis Mehmet Ali
Takis Mehmet Ali
Foto: Maurice Weiss/Ostkreuz

Berlin (kobinet) „Im Koalitionsvertrag haben wir uns verpflichtet, Deutschland in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens barrierefrei zu gestalten – insbesondere bei Mobilität, Wohnen, Gesundheit und im digitalen Bereich. Deshalb überarbeiten wir das Behindertengleichstellungsgesetz und planen, es bis Ende des Jahres zu verabschieden.“ Darauf wies der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen der SPD-Bundestagsfraktion auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

Barrieren erkennen – Barrieren abbauen – Zugänge schaffen

Zwei Frauen und ein Mann stehen vor einer Tafel mit Informationen zu dieser Veranstaltung
BKSF Fachtag
Foto: CHRISTIAN VON POLENTZ

BERLIN (kobinet) Im Festsaal der Berliner Stadtmission hat in dieser Woche der Fachtag „Barrieren erkennen – Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“ stattgefunden. Diese von der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF) organisierte Veranstaltung bot ein vielfältiges Programm mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Workshops. Im Mittelpunkt des Programms standen inklusive Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen, die sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend erleben und erleben mussten.

Asbacher Hütte bringt Teilhabe und Bio-Geflügel unter einen Hut

Ein junger Mann und eine junge Frau in weißer Kleidung und  mit Mütze  am Tisch beim Zerkleineren  von Geflügeteilen
Christian Wittgen und Lisa Lanz vom Fleischerei-Team des Hüttenhofes
Foto: Stiftung kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

ASBACHER HÜTTE (kobinet) Die Beschäftigten der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Asbacher Hütte verkaufen Bioland-zertifiziertes Geflügelfleisch auf dem Wochenmarkt in Idar-Oberstein, aber auch im eigenen Hofladen der Stiftung kreuznacher diakonie auf der Asbacher Hütte im Kreis Birkenfeld. Oft steht dort Christian Wittgen hinter der Ladentheke. Seit dem Jahr 2014 ist der in der Werkstatt tätig und hat ausgelotet, was er kann und was er möchte. Seit neun Jahren arbeitet der 35-Jährige für den Hüttenhof und hat damit seinen Platz in der Arbeitswelt gefunden.

Hilfsmittelnummern für Audio Nachrüstungen

Logo Schrift Feelware
Logo Feelware BV
Foto: Feelware BV

AACHEN (kobinet) Vor sechs Jahren wurde die Firma Feelware mit dem Ziel gegründet, blinden und sehbehinderten Menschen den barrierefreien Zugang zu warmen Speisen und sauberer Wäsche zu ermöglichen. Auf dieser Reise hat dieses Unternehmen nun einen wichtigen Meilenstein erreicht – die Feelware Audio Nachrüstung für Elektroherde, Öfen, Waschmaschinen und Wäschetrockner wurde vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen als Hilfsmittel anerkannt und in das Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen .

Gesellschaft soll wahrnehmen, was Menschen mit Beeinträchtigung leisten

Eine  junge Sportlerin kniet vor einer Frau im weißen Kleid mit goldenem  Gürtel und wird von ihr gesegnet
Natascha Wermelskirchen (knieend) bei der Weihung durch die Hohepriesterin (
Foto: Alexander Hassenstein

BERLIN (kobinet) Vor einem Jahr reiste eine Delegation um Sven Albrecht und Natascha Wermelskirchen nach Athen. Eine emotionale und wichtige Reise auf dem Weg zum größten inklusiven Sportevent weltweit für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. Am 7. Juni 2023 wurde die Special Olympics Flamme ‘Flame of Hope‘ an den CEO der Weltspiele Berlin 2023 und Geschäftsführer von Special Olympics Deutschland und die Torhüterin der Special Olympics Fußball-Nationalmannschaft überreicht und nach Berlin gebracht. Am 17. Juni wurde diese Flamme feierlich im Berliner Olympiastadion entzündet und die Special Olympics World Games Berlin 2023 damit eröffnet.

Wer Barrierefreiheit blockiert, der verliert

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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Dass die Geduld vieler behinderter Menschen und Verbände in Sachen Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen, die im Koalitionsvertrag verankert sind – vor allem zur Barrierefreiheit – zu Ende geht, das wurde bei den Inklusionstagen am 3. und 4. Juni 2024 deutlich. Auch der Deutsche Behindertenrat hat die Blockade des Gesetzgebungsprozesses zur Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetz und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz scharf kritisiert. Dies hat kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul zu einem Kommentar mit dem Titel „Wer Barrierefreiheit blockiert, der verliert“ veranlasst.

Katrin Langensiepen: Gute Chancen im Europaparlament zu bleiben

Katrin Langensiepen freut sich über Abstimmungserfolg im EU-Sozialausschuss
Katrin Langensiepen freut sich über Abstimmungserfolg im EU-Sozialausschuss
Foto: Katrin Langensiepen

Hannover (kobinet) „Aus der hannoverschen Kommunalpolitik ins Europaparlament: Kathrin Langensiepen war 2019 die erste Frau mit sichtbarer Behinderung im EU-Parlament. Jetzt will sie erneut ins EU-Parlament einziehen“, so heißt es in einem Beitrag des NDR über Katrin Langensiepen von Christina Harland. Obwohl Katrin Langensiepen bei der Listenaufstellung der Grünen auf einen guten Listenplatz für die Europwahl gewählt wurde, kämpft die u.a. auch behindertenpolitisch äusserst engagierte Niedersächsin bis zum letzten Tag für ein gutes Ergebnis für die Grünen und damit auch für sich.

Geh-denken-inklusiv auf Tour

Logo des Projektes geh denken inklusiv
Logo des Projektes geh denken inklusiv
Foto: ISL

Berlin / Brandenburg an der Havel (kobinet) „Wir gehen mit unserem Projekt (Un-)Wertes Leben on tour auf die Reise. Kommt uns besuchen an den Gedenkorten der Opfer und gebt ihnen mit uns eine mahnende Stimme. Wir brauchen euch! Es wird auch einen Live-Stream geben.“ Dies teilten Hanna Kindlein und Thomas Künneke vom von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit Unterstützung des Förderkreises Gedenkort T4 und des Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) initiierten Projekt „geh-denken-inklusiv“ mit. Ziel des Projektes ist es u.a., Menschen mit Behinderungen und deren Unterstützer*innen zu ermutigen, sich an der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde und Zwangssterilisation zu beteiligen. Am 19. Juni geht es beispielsweise nach Wuhlgarten-Berlin und am 22. Juni nach Brandenburg an der Havel.

Wie stehen die deutschen Parteien bei der Europawahl zu Inklusion?

Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Unter www.aktion-mensch.de/europawahl2024 können sich interessierte Wähler*innen darüber informieren, wie sich die derzeit bereits im Europaparlament vertretenen 14 deutschen Parteien zu Inklusion positionieren. Sie alle sollten die Frage beantworten, was sie in der nächsten Legislaturperiode tun wollen, um Inklusion in Europa voranzubringen. Bis auf drei, darunter die AfD, haben alle geantwortet, heißt es vonseiten der Aktion Mensch.

Über 10.000 schwerbehinderte Arbeitslose mehr als vor einem Jahr

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Im Mai 2024 waren in Deutschland 173.224 behinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar gut 500 weniger als noch im April 2024, doch wenn man sich die Vergleichszahl vom Mai 2023 anschaut, wird deutlich, wie dramatisch sich die Situation behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt im letzten Jahr verschlechtert hat. Im Mai 2023 waren nämlich 163.075 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, das waren über 10.000 weniger als im Mai 2024.

Kundgebung für Demokratie – gegen Rechtsextremismus in Marburg

Plakat für die Demo am 7. Juni 2024 in Marburg
Plakat für die Demo am 7. Juni 2024 in Marburg
Foto: Marburger Bündnis

Marburg (kobinet) „Es stehen die Europawahlen bevor. Grund genug sich noch einmal sichtbar für mehr Demokratie stark zu machen! Nur gelebte unbehinderte Demokratie ist wirksam, für alle. Die Entwicklungen in manchen Ländern Europas gehen in eine andere Richtung, das bleibt nicht ohne Folgen, auch für uns. Dazu findet heute, am 7. Juni 2024 von 16.30 bis 17.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Erwin Piscator Haus/Stadthalle in der Biegenstraße in Marburg statt. Machen Sie mit, stehen wir zusammen, zeigen wir Gesicht“, heißt es in einer Info, die Bernd Gökeler aus Marburg den kobinet-nachrichten geschickt hat.

Wahlaufruf: Zeichen setzen für Demokratie und Menschenwürde

Kreuz auf Wahlzettel
Kreuz auf Wahlzettel
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Anlässlich der am 9. Juni 2024 stattfindenden Wahlen rufen die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern dazu auf, wählen zu gehen und mit der Stimmabgabe ein klares Bekenntnis zur Demokratie zu verbinden. „Wir feiern in diesen Tagen den 75. Geburtstag unserer Verfassung und auch 30 Jahre Artikel 3 Absatz 3 Satz 2 Grundgesetz: ‚Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden‘. Gleichzeitig nehmen die Beauftragten wahr, dass Hass, Hetze und Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen zunehmen. Dem muss entschieden entgegengetreten werden, denn wer Menschen mit Behinderungen angreift, greift unsere demokratischen Grundwerte an“, heißt es vonseiten der Behindertenbeauftragten.

ABiD verurteilt feigen Angriff auf Wohnheim der Lebenshilfe

Paragraphenzeichen, Waage und Hammer
Hoffen auf ein entsprechendes Urteil
Foto: Pixabay/succo

BERLIN (kobinet) Der Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland „Für Selbstbestimmung und Würde“(ABiD) verurteilt den feigen Angriff auf das Wohnheim der Lebenshilfe in Mönchengladbach. Zugleich fordert dieser Verband dazu auf, aufzupassen, dass wir unsere Demokratie vor extremistischen Angriffen schützen.

Ein soziales Miteinander wählen

Zeichnung von verschiedenen Menschen unterschiedlicher Größe und Hautfarbe. Eine Person im Rolstuhl
Inklusion für die selbstbestimmte Teilhabe alle
Foto: Lebenshilfe Bayern

ERLANGEN (kobinet) Anlässlich der Europawahlen am kommenden Wochenende ruft die Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern Carolina Trautner alle Menschen mit und ohne Behinderungen dazu auf, wählen zu gehen und mit der Stimme für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen sowie sich für die selbstbestimmte Teilhabe aller zu entscheiden. „Wählen Sie ein demokratisches und soziales Miteinander in Europa.“, sagt Carollna Trautner

überZEUGEN auf den Inklusionstagen 2024

Rechts zwei Männer im  dunklen  Anzug,  links eine junge Frau mit Bluse mit Nationalmotiven  der Ukraine
Kuratorin Nataliia Zviagintseva, Bundesminister Hubertus Heil und stellvertretender IB&P-Vorsitzender André Nowak
Foto: Peter Halle

BERLIN (kobinet) Das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation (IB&P) und INKuLtur (Austausch e.V.) hat am 3. und 4. Juni im Rahmen der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales organisierten Inklusionstage 2024 in Berlin ihre Wanderausstellung „überZEUGEN: Geschichten von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und der Ukraine“ präsentiert.

Zuversichtlich trotz großer Herausforderungen

Portrait eine Mannes mit kahlem Kopf im dunklen Anzug, mit weißem  Hemd und grauem Schlips
Vorstandsvorsitzenden Professor Dr. med. Dieter Bach
Foto: JONAS RATERMANN

NEU-ISENBURG (kobinet) Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation hatte am 4. Juni 2024 in der Zentrale in Neu-Isenburg ihre 55. ordentlichen Mitgliederversammlung als Hybridveranstaltung durchgeführt. Neben dem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2023 standen die zukünftigen Herausforderungen auf der Tagesordnung. Das KfH sieht sich in einer stabileren Ausgangslage und könne, so der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. med. Dieter Bach, optimistischer in die Zukunft blicken,

4. Auflage der Schattenübersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Berlin (kobinet) Die Behindertenverbände wartet seit vielen Jahren darauf, dass die deutsche Übersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aktualisiert wird, so dass beispielsweise der Begriff „inclusion“ mit „Inklusion“ statt mit „Integration“ übersetzt wird. Das NETZWERK ARTIKEL 3 hat daher die nunmehr 4. Auflage der Schattenübersetzung des Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention) der Vereinten Nationen veröffentlicht. „In der vorliegenden 4. Auflage haben wir lediglich an drei Stellen das ‚Wohl des Kindes‘ in das ‚beste Interesse des Kindes‘ umgewandelt. Damit orientiert sich die Schattenübersetzung enger am englischen Original ‚best interest of the child‘ sowie an der Kinderrechtskonvention. Das ‚Wohl des Kindes‘ reduziert das Kind auf ein Schutzobjekt. Es ist jedoch primär Menschenrechtssubjekt und Rechtsträger*in“, heißt es in der Einführung in die 4. Auflage der Schattenübersetzung des NETZWERK ARTIKEL 3.

Nina Waskowski kandidiert bei Kommunalwahlen in Potsdam

Nina Waskowski
Nina Waskowski
Foto: privat

Potsdam (kobinet) Dem Aufruf der kobinet-nachrichten in Zusammenarbeit mit dem Projekt Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), wonach sich behinderte Kandidat*innen für die anstehenden Wahlen vorstellen und ihre Ziele schildern können, sind mittlerweile einige gefolgt. Nina Waskowski kandidiert ebenfalls und zwar für die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in Potsdam. Die langsjährig aktive sehbehinderte Frau setzt sich u.a. für Vielfalt, Barrierefreiheit und soziale Gerechtigkeit ein und kandidiert als Parteiunabhängige auf der Liste der LINKEN in Potsdam im Wahlkreis 5.

Sehbehindertentag: Kampagne für mehr Sicherheit an Kreuzungen startet

Logo des DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Sehbehinderte und blinde Menschen sind an vielen Kreuzungen großen Risiken ausgesetzt – dabei wäre Abhilfe möglich. Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) anlässlich des heutigen Sehbehindertentages, der traditionell am 6. Juni begangen wird, hin. Kreuzungen sind neuralgische Punkte im Straßenverkehr – hier treffen unterschiedliche Verkehrsteilnehmende aus verschiedenen Richtungen zusammen. Das Verkehrsgeschehen ist komplex und das führt zu Problemen: Nach Unfalldaten des Statistischen Bundesamtes passieren rund die Hälfte aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden an Kreuzungen und Einmündungen, heißt es vonseiten des DBSV.

Gedenkrede von Arne Frankenstein

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) An jedem 30. Mai seit 1996 wird in Bremen daran erinnert, dass psychisch kranke und behinderte Menschen aus Bremen im Nationalsozialismus systematisch verfolgt, misshandelt, zwangssterilisiert und umgebracht worden sind. Arne Frankenstein, der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, hat zu diesem Gedenktag eine Rede gehalten. Eine Rede, die bemerkenswert unsere derzeitigen Herausforderungen beschreibt, findet kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul. Deshalb dokumentieren die kobinet-nachrichten im folgenden die Rede von Arne Frankenstein vom 30. Mai 2024.

Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung des ZSL Nord

Landkarte mit EUTB-Angeboten des ZSL Nord
Landkarte mit EUTB-Angeboten des ZSL Nord
Foto: ZSL Nord

Kiel (kobinet) Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) ist eine wichtige Errungenschaft im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes. Sie soll behinderten Menschen und ihren Angehörigen eine Anlaufstelle für Fragen im Zusammenhang mit einer Behinderung bieten. Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) bietet beispielsweise an 14 Standorten in Schleswig-Holstein eine umfassende Beratung, wie dieses auf X mitteilte. Dort heißt es: „Unsere EUTB-Beratungsstellen auf einen Blick! Wir beraten Menschen mit #Behinderungen, deren Angehörige und Interessierte in Schleswig-Holstein. Rufen Sie einfach an und machen einen Beratungstermin aus oder besuchen unsere offene Sprechstunde.“

VdK: Bundesjustizministerium steht Barrierefreiheit im Weg

Portrait von Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Das Bundesjustizministerium steht trotz Versprechen im Koalitionsvertrag als Hindernis auf dem Weg zu mehr Barrierefreiheit und Diskriminierungsschutz in Deutschland. Statt eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) voranzutreiben, setzt Bundesjustizminister Buschmann auf eine erneute Evaluation und verschwendet wertvolle Zeit. Menschen mit Behinderung werden deshalb weiter ausgegrenzt – in der Gesundheitsversorgung, beim Wohnen und der Mobilität, auf dem Arbeitsmarkt und in der Bildung“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Inklusive Katastrophenvorsorge in Baden-Württemberg gestartet

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Die Beauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Simone Fischer, und der DRK Landesverband Baden-Württemberg haben die Gründung einer „Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge Baden-Württemberg“ angeregt. Am Beginn dieser Woche wurde diese Initiative unter der Schirmherrschaft von Thomas Strobl, Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen mit weiteren 14 Partnerinnen und Partnern in Stuttgart gegründet.

Paritätischer und Deutsches Studierendenwerk fordern Nachbesserungen beim BAföG

Zeichnung  von  Büchern, die einen Halbkreis in einem Lektionssaal bilden
Studium braucht Zeit und Geld
Foto: Pixabay/manfredsteger

BERLIN (kobinet) Fast 36 Prozent aller Studierenden sind arm. Das ist das Ergebnis einer Kurzexpertise der Paritätischen Forschungsstelle, die der Paritätische Gesamtverband heute vorstellt. Gemeinsam mit dem Deutschen Studierendenwerk fordert der Wohlfahrtsverband nun eine substanzielle Nachbesserung bei der kommenden BAföG-Novelle. Dazu müssten die für die Reform zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von 150 Millionen Euro voll ausgeschöpft werden. Sowohl der Paritätische als auch das Deutsche Studierendenwerk sind heute zur Sachverständigenanhörung zum BAföG im zuständigen Ausschuss des Bundestages eingeladen.

Deutsche Delegation für Special Olympics Weltwinterspielen Turin 2025 nominiert

Zwei Frauen im Einskunstlaugfdresse zeigen ihre  Medaillen
Nominiert für Turin 2025: Emma Gania (l) und Unified Partnerin Lena Vollbrecht bei der Siegerehrung im Eiskunstlauf von Thüringen 2024
Foto: SOD/ Sascha Klahn

BERLIN (kobinet) 54 Sportlerinnen und Sportler werden vom 8. bis 16. März 2025 Deutschland bei den Special Olympics World Games in Turin vertreten und bei diesem größten inklusiven Multisportevent an den Start gehen. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden 48 Athletinnen und Athleten sowie sechs Unified Partner durch das Präsidium von SOD nominiert. Das Team Special Olympics Deutschland (TeamSOD) vereint Aktive aus neun Landesverbänden und wird in acht Sportarten an Wettbewerben teilnehmen.

„Ich habe keinen Bock mehr bis 2060 oder 2070 zu warten“

Alexander Ahrens mit Rollstuhl von hinten mit T-Shirt-Aufschrift
Alexander Ahrens mit Rollstuhl von hinten mit T-Shirt-Aufschrift „mit Verspätung ist zu rechnen“
Foto: Ottmar MIles-Paul

Berlin (kobinet) „Ich habe keinen Bock mehr bis 2060 oder 2070 zu warten bis die letzte Bushaltestelle barrierefrei ist“, mit diesen Worten und der Frage, was die Verantwortlichen konkret mitgebracht haben, um die Mobilität behinderter Menschen zu verbessern, hat Alexander Ahrens bei der Abschlussdiskussion der Inklusionstage 2024 mit Bundestagsabgeordneten die Stimmung, die über der Veranstaltung schwebte, gut auf den Punkt gebracht. Denn gut ein Jahr vor Ende der derzeitigen Regierungskoalition ist die Ungeduld groß, ob und wann die im Koalitionsvertrag verankerten behindertenpolitischen Maßnahmen endlich verabschiedet werden. War der Beifall bei den früher recht regen Inklusionstagen bei der Diskussion mit den Abgeordneten bisher höflich bis bescheiden gewesen, brandete dieser nach der „Frustattacke“ von Alexander Ahrens förmlich auf. Alexander Ahrens hatte übrigens ein T-Shirt mit der Aufschrift „mit Verspätung ist zu rechnen“ an.

Neuer Podcast mit Kerstin Latzke zum Projekt geh-denken-inklusiv

Kerstin Latzke und Hubertus Heil bei der Ordensverleihung
Kerstin Latzke und Hubertus Heil Ordensverleihung
Foto: Thomas Rafalzyk

Berlin (kobinet) Das Projekt geh-denken-inklusiv weist auf einen neuen Podcast mit Kerstin Latzke hin. Kerstin Latzke aus Golzow wurde am 20. September 2022 für ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz von Bundesminister Hubertus Heil überreicht, das der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihr bereits im Juli verliehen hatte. Seit 2017 engagiert sie sich in der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel und führt Gäste als Gedenkstätten-Guide, als Mensch mit einer Lernschwierigkeit, ein- bis zweimal pro Woche durch die Gedenkstätte und informiert dabei über die nationalsozialistischen Krankenmorde.

Inklusion initiieren: Leuchtfeuer an Ottmar Miles-Paul verliehen

Bild von der Verleihung des Marburger Leuchtfeuer vom 3. Juni 2024
Bild von der Verleihung des Marburger Leuchtfeuer vom 3. Juni 2024
Foto: Humanistische Union

Marburg an der Lahn (kobinet) „Inklusion initiieren: Leuchtfeuer an Ottmar Miles-Paul verliehen“, so titelte Laura Schiller einen Bericht in den marbur.news über die Verleihung des Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte an Ottmar Miles-Paul am 3. Juni 2024, den diese den kobinet-nachrichten zur Veröffentlich zur Verfügung stellt. Die Laudatio auf den Preisträger hielt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Stehen Sie nicht länger auf der Bremse Herr Buschmann

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

Berlin (kobinet) „‚Stehen Sie nicht länger auf der Bremse, Herr Buschmann!‘ Deutscher Behindertenrat fordert ein klares ‚Ja‘ zum Schutz vor Diskriminierung auf nationaler und europäischer Ebene“, so titelt der Deutsche Behindertenrat eine aktuelle Presseerklärung. „Seit langem setzt sich der Deutsche Behindertenrat für eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ein. Es braucht klare gesetzliche Regelungen zur Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Gütern und Dienstleistungen, die für die Öffentlichkeit bereitgestellt werden. Auch private Anbieter von Gütern und Dienstleistungen müssen zur Barrierefreiheit verpflichtet werden, mindestens jedoch zu angemessenen Vorkehrungen im Einzelfall“, heißt es in der Presseerklärung des Deutschen Behindertenrat vom 4. Juni 2024.

Augenerkrankungen im Alter: Sehverlust gezielt verhindern

Logo des DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Gutes Sehen bis ins hohe Alter ist wichtig – zur Wahrnehmung der Umwelt und zur Wahrung der Teilhabe im Alltag, aber beispielsweise auch zur Prävention von Stürzen. Aufgrund der alternden Gesellschaft steigt in Deutschland derzeit die Zahl der von Augenkrankheiten Betroffenen kontinuierlich an. Volkskrankheiten wie der Grüne Star können unbehandelt gar zum Sehverlust oder zur Erblindung führen. Doch bislang gibt es nur vereinzelte Früherkennungsprogramme, von denen die Patientinnen und Patienten häufig noch nicht einmal wissen. Im Vorfeld der Fachtagung „Sehen im Alter“ des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) in Kooperation mit der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen kritisiert ein Experte, dass sich in aktuellen gesundheitspolitischen Maßnahmen weder die besondere Bedeutung des Sehens noch der wachsende Handlungsbedarf aufgrund zunehmender Zahlen von Augenerkrankungen widerspiegele.

Neuer Song von Birger Höhn mit der farbwerk-Band: Wir sind stark

Farbwerk-Band
Farbwerk-Band
Foto: Farbwerk-Band

Dresden (kobinet) Mit ihrem Werkstatt-Song mit dem wiederkehrenden Refrain „Immer wieder Werkstatt“ hat die farbwerk-Band aus Dresden bereits einen Nerv getroffen. Birger Höhn, der in der farbwerk-Band mitwirkt, hat darüber hinaus einen neuen Song mit dem Titel „Wir sind stark“ für die Band entwickelt, der nun auf YouTube eingestellt wurde. „Wir sind stark und haben keine Angst“, dieser Refrain des neuen Songs von Birger Höhn hat nach dem Anschlag auf ein Wohnheim in Mönchengladbach seiner Meinung nach eine ganz besondere Bedeutung bekommen.

Hamburg bietet Überblick

Tastbares  Bild de rInnenstadt von Hamburg
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Foto: Rolf Barthel

HAMBURG (kobinet) Noch ist es Zeit, einen Besuch in Hamburg vorzubereiten. Dort lädt der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) zum Donnerstag, dem 13. Juni in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr blinde und sehbehinderte Menschen sowie Augenpatienten zur jährlich stattfindenden Messe „Überblick“ ins Louis-Braille-Center (LBC) ein.

Unabhängige Schlichtungsstelle verzeichnet stark ansteigende Fallzahlen

Paragraphenzeichen, Waage und Hammer
Hoffen auf ein entsprechendes Urteil
Foto: Pixabay/succo

BERLIN (kobinet) Die Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) – kurz Schlichtungsstelle BGG – hat ihren Jahresbericht für das Jahr 2023 und somit ihren siebenten Jahresbericht veröffentlicht. Im Jahr 2023 sind die Fallzahlen erneut gestiegen, waren es in 2022 noch 189 Schlichtungsanträge, konnte das Team der Schlichterinnen und Schlichter einen starken Anstieg auf 267 Anträge verzeichnen – das entspricht einem Anstieg von mehr als 40 Prozent.

Rudern nun auch Sportart der SOD

Junger Ruderer von hinten gesehen in einem schmalem Boot mit zwei Paddel auf einer Regattastrecke
Special Olympics Ruderer Finjan Grimm auf der Regattastrecke in Grünau
Foto: Special Olympics Deutschland / Florian Conrads

BERLIN (kobinet) Special Olympics Deutschland fördert die Entwicklung von Sportarten bewusst, um den Athletinnen und Athleten mehr Wahlmöglichkeiten zum Ausüben ihrer Sportarten zu bieten. Mit dem Deutschen Ruderverband (DRV) wurde bereits eine Kooperation vereinbart, um mehr Menschen mit geistiger Beeinträchtigung für diese Sportart zu gewinnen und in den Sportvereinen vor Ort barrierefreie und inklusive Angebote zu schaffen. Ab sofort gehört jetzt auch Rudern zu den offiziellen Sportarten von SOD und hat damit die Möglichkeit, bei den nächsten Nationalen Spielen Saarland 2026 in das Wettbewerbsprogramm aufgenommen zu werden.

Einschränkung sieht man häufig nicht

Halbportrait eines Mannes mit kurzem Haarschnitt, grauem Anzug, weißem Hemd  und rotem Schlips
Portrait von Dr. Stefan Insam
Foto: Baumung/ Dr. Stefan Insam

MÜNCHEN (BBSB / kobinet) In einem Interview anlässlich des bundesweiten Sehbehindertentages am 6. Juni spricht der stellvertretender Landesvorsitzender des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB), Dr. Stefan Insam, über seine Erfahrungen und appelliert an die Gesellschaft für mehr Verständnis und Rücksichtnahme. Im Vorfeld des diesjährigen Sehbehindertentags rückt damit die Diskussion über die Bedeutung barrierefreier Infrastruktur für Menschen mit Sehbehinderungen in den Fokus. Wir veröffentlichen hier dieses Interview in dem Dr. Insam nicht nur persönliche Erfahrungen mitteilt, sondern auch wertvolle Einsichten und Empfehlungen zur Schaffung einer inklusiven und barrierefreien Umgebung.

Wieder keine Initiativen zur Behindertenpolitik im Bundestag

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Während in dieser Woche am 3. und 4. Juni 2024 die Inklusionstage in Berlin stattfinden, zeigt ein Blick auf die Tagesordnung des Plenums des Deutschen Bundestages erneut gähnende Leere und nicht einmal einen Hauch in Sachen Umsetzung der im Koaltionsvertrag vereinbarten und auf Umsetzung wartenden behindertenpolitischen Reformen. Und dies, obwohl mittlerweile klar ist, dass die Uhr für die Einlösung der Versprechen der Regierungskoalition kräftig tickt. Wird hier gebrochen, was versprochen? Diese Frage dürfte heute, am zweiten Tag der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales durchgeführten Inklusionstage wie ein roter Elefant über den Diskussionen schweben. Wie lange werden behinderte Menschen das noch mit sich machen lassen? Das fragt sich kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der sich heute vor Ort in Berlin ein Bild von der Stimmung unter behinderten Menschen machen wird.