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Sonntagsreden reichen nicht

Fahne: Diskriminierung spaltet, Demokratie vereint - Bündnis AGG Reform Jetzt!
Fahne: Diskriminierung spaltet, Demokratie vereint – Bündnis AGG Reform Jetzt!
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet) Die Tageszeitung taz hat den Offenen Brief des Bündnis AGG Reform Jetzt zum Anlass für einen umfassenden Bericht über die Forderungen des Bündnis und die Erfahrungen mit Diskriminierungen in Deutschland genutzt. „Sonntagsreden reichen nicht“ titelt die taz den Beitrag und greift damit die Unzufriedenheit der über 120 Verbände auf, die sich im Bündnis für eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) einsetzen.

Audioguide zum Gelände der ehemaligen Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein

Hand mit enem Smartphone bei einem alten Flachbau
Mit dem Audioguide an der Station zum ehemaligen Wachkommando
Foto: StSG

PIRNA (kobinet) Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein haben ab sofort die Möglichkeit, mit einem kostenlosen Audioguide mehr über die Nutzung der umliegenden Gebäude während der nationalsozialistischen Krankenmorde in den Jahren 1940/ 1941 in Pirna-Sonnenstein zu erfahren.

Lebenswerte Lebensräume für alle

Eine  Frau spricht in einer im Raum sitzenden Gruppe mit dem  Mikrofon in der  Hand
Elke Falk von der Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit
Behinderungen der Stadt Münster (KIB) zur Nutzung Leichter Sprache bei Veranstaltungen.
Foto: KSL.Münster

MÜNSTER (kobinet) Zugänglichkeit und die Chance auf Teilhabe wurden in einer Tagung in Münster als grundlegende Vorbedingungen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen herausgestellt. Über die Umsetzung dieses inklusiven Anspruchs sprachen Expertinnen und Experten der Stadt Münster sowie Mitwirkende des inklusiven Tourismusangebots Vredens bei der Fachveranstaltung „Lebensraum Stadt –Attraktiv für alle!“. Dazu lud das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Münster Ende Januar in den Freiherr-vom-Stein-Saal der Bezirksregierung in Münster ein. Die Konzepte der Referenten entpuppten sich im Verlauf dieser Veranstaltung auch als Inspirationsquelle für andere Städte, Gemeinden und Kreise in NRW.

Erste Hilfe in leichter Sprache (Schulung Erkennen-Helfen -Retten)

3 symbolische Personen in Herzform verbunden
Logo TeamPlus inklusiv
Foto: TeamPlus inklusiv

Köln (kobinet) Bei den Kölner Maltesern führt Team Plus inklusiv in Köln Erste Hilfe Kurse in Leichter Sprache durch. Das ist Teilgabe und Teilhabe, wie es gut ist.
Wissen und Kompetenz Erste Hilfe für alle Menschen zu vermitteln, findet nicht nur kobinet gut.

Demokratie schützen heißt Menschen vor Hass und Diskriminierung schützen

Logo: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Logo: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet) Das zivilgesellschaftliche Bündnis AGG-Reform Jetzt! fordert in einem Offenen Brief an die Bundesregierung, ihr Koalitionsversprechen zu halten und die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) unverzüglich anzugehen. Millionen Menschen in Deutschland demonstrieren derzeit für Menschenrechte, Demokratie, Vielfalt und gegen Rechtsextremismus auf der Straße. Dies nimmt das zivilgesellschaftliche Bündnis zum Anlass, mit einem Offenen Brief die Bundesregierung erneut an ihr Koalitionsversprechen zu erinnern.

NDR Benefizaktion erbringt rund 4,2 Millionen Euro

Gruppe von neune Personen, davon eine  Frau mit Rollstuhl hinter einem Sceck mit der Angabe 4.225.481, 09 Euro
Bei der Scheckübergabe
Foto: NDR/Janis Röhlig

BERLIN (kobinet) Um Menschen mit Behinderung und deren Familien zu unterstützen hatte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) die Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ durchgeführt. Unter dem Motto „Besser zusammen!“ konnte ein Spendenergebnis von 4,2 Millionen Euro erreicht werden. NDR Intendant Joachim Knuth hat gestern einen symbolischen Scheck über die Summe an den Partner dieser Aktion: die Lebenshilfe – vertreten durch die Bundesvereinigung und ihre fünf norddeutschen Landesverbände übergeben. Ihnen kommen die Spenden zu 100 Prozent zugute, und sie verteilen die Gelder in eigener Verantwortung an ihre Projekte.

Vom Saulus zum Paulus: Genialer Schachzug zur Inklusion im Saarland

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Saarbrücken (kobinet) Die Art und Weise sowie die Auswahl bei der Neubesetzung der Position des Landesbehindertenbeauftragten im Saarland mit dem langjährigen Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen im Saarland hat bei vielen Akteur*innen, die sich für Inklusion und echte Partizipation einsetzen, Kopfschütteln ausgelöst. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der dieser Neubesetzung und vor allem der miserablen Einbeziehung des saarländischen Landesbehindertenbeirats anfangs sehr kritisch gegenüberstand, hat nun aber die wahre Absicht des saarländischen Landtags erkannt. Bei seinen Recherchen ist er nämlich auf den Urspung des Sprichworts „Vom Saulus zum Paulus“ gestoßen und da kam ihm die Erleuchtung, was die schlauen Saarländer*innen da vor haben. In seiner Kolumne geht er auf die geniale Strategie der saarländischen Landespolitik zum absoluten Umsteuern zur Inklusion ein.

Vom Novemberblues 2019 zum Februarblues 2024 oder Trump Reloaded ist kein Fake

Hans-WilliWeis auf Bank am Wald und Bruce Springsteen
Hans-Willi Weis und Bruce Springsteen (Collage)
Foto: HW, HT, ov

Staufen (kobinet) Nein, der american king of white trash ist leider nicht im politischen und juristischen Spamfilter hängengeblieben. Und dürfte bald nicht nur über fly over country sein bekanntes Unwesen treiben. Nobody knows the trouble we will see! – Stockt nicht auch euch der Atem? Zu sehen, nach vier Jahren wiederholt sich etwas, von dem wir glaubten, sein politisches Horrorszenario läge hinter uns. Wir treten, so fühlt es sich an, auf der Stelle und deren Boden ist heute noch schlüpfriger und dichter am Abgrund als vier Jahre zuvor. Sie habe Herzschmerzen bekommen, so eine Bekannte von uns, als sie am Bildschirm sah, wie US-Amerikaner stundenlang bei hohen Minustemperaturen Schlange stehen, um ihrem Idol, ihrem „Erlöser“, zum Triumph zu verhelfen. „Trump came from heaven to earth, this time it was no virgin birth.“

Nachruf auf Dörte Gregorschewski

Bild von Dörte Gregorschewski mit Trauerrand
Bild von Dörte Gregorschewski mit Trauerrand
Foto: Brigitte Faber – Weibernetz

Berlin (kobinet) Am 23. Januar 2024 ist Dörte Gregorschewski gestorben. Die früheren Vorstandsfrauen des Netzwerks behinderter Frauen Berlin haben nun einen Nachruf für Dörte Gregorschewski verfasst, die eine langjährige Mitarbeiterin im Netzwerk behinderter Frauen Berlin war. In Ergänzung zum Nachruf des Weibernetz, den die kobinet-nachrichten bereits veröffentlicht hat, veröffentlicht die Redaktion Im folgenden den Nachruf der früheren Vorstandsfrauen des Netzwerks behinderter Frauen Berlin, den Andrea Schatz den kobinet-nachrichten zugesandt hat.

Fehlender bezahlbarer Wohnraum ist eines der dringendsten Probleme

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die SPD im Bundestag hat in einem Brief an Bundesjustizminister Marco Buschmann mehr Schutz vor stark steigenden Mieten und die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben gefordert. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Es fehlt bezahlbarer Wohnraum. Das ist eines der dringendsten sozialen Probleme momentan. Wenn nicht endlich gehandelt wird, gefährdet das den sozialen Frieden. Wir hören aus unseren Beratungsstellen, dass viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie die steigenden Mieten bezahlen sollen. Das betrifft nicht zuletzt Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen mit Behinderung. Viele sparen am Essen, an Kleidung und Medikamenten, um die Miete aufzubringen. Das kann nicht die Lösung für immer mehr Menschen sein. Das Problem betrifft längst auch die sogenannte Mittelschicht.“

Neue Sichtweisen-Homepage mit gebündelten Informationen

Logo des DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Die Sichtweisen, der Informationsdienst des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) haben ein neues digitales Zuhause. „Neben der Ausgabe in Print, Braille und Audio gibt es ab sofort unter www.sichtweisen-online.org eine moderne, barrierefreie Website, die viele Sichtweisen-Inhalte und weitere DBSV-Kanäle bündelt. Sie finden online ausführliche Beiträge, Podcasts und zukünftig auch Videos zu vielfältigen Themen aus der Selbsthilfe, ebenso aktuelle Neuigkeiten rund um den DBSV. Dazu immer die neuesten Social-Media-Posts. Der bundesweite Veranstaltungskalender weist auf Seminare, Reisen und Termine aus Kultur und Sport hin“, heißt es in der Ankündigung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes für die neue Internetseite.

Modelprojekt „LIVE – #ZusammenInklusiv” erfolgreich beendet

Eine Gruppe von Menschen, darunter auch eine Rollstuhlnutzerin, in Sportdress und mit freudig  erhobenen Armen
Teilhabe-Beratende aus Karlsruhe bei einem Einsatz
Foto: SOD

BERLIN (kobinet) Ende des Jahres 2023 wurde das Modellprojekt „#ZusammenInklusiv – LIVE – Lokal Inklusiv Verein(tes)“ von Special Olympics Deutschland (SOD) abgeschlossen. Mit diesem Projekt wurde auf kommunaler Ebene ein bedeutender Schritt in Richtung inklusiver Gesellschaft getan. In fünf Modellregionen in Baden-Württemberg/Hessen, Brandenburg, Hamburg/Bremerhaven, Niedersachsen und Sachsen/Sachsen-Anhalt wurden über 170 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung zu Experten und Expertinnen in eigener Sache ausgebildet.

Barrierefreiheit auf Bahnhöfen – Deutschland europaweit mit vorn

Gezeichnete Figur,  die mit einem großen Hammer Barrieren einreißt
Barrieren einreißen
Foto: Pixabay/manfredsteger

BERLIN (kobinet) Omio, die Buchungsplattform für Bahn, Bus und Flug, hat eine umfangreiche Untersuchung zur Barrierefreiheit an Bahnhöfen in 16 europäischen Ländern durchgeführt. Die Studie analysierte Aspekte wie rollstuhlgerechten Zugang zu Bahnsteigen, Blindenführung und die Bereitstellung von visuellen Echtzeit-Informationen. Um ein vielseitiges Bild der Barrierefreiheit im Bahnnetz zu vermitteln, wurden sowohl große Verkehrsknotenpunkte in städtischen Zentren als auch kleinere ländliche Stationen berücksichtigt. Die Ergebnisse basieren auf offiziellen Daten der lokalen Bahnnetzbetreibern sowie eigenen Recherchen und zeigen länderspezifische Herausforderungen auf.

Im Lausitzer Seenland startet das Netzwerk Barrierefrei

Ein Rollstuhlfahrer wind von zwei Helfern mit einem kleinen    Schwenkkran über eine  Hafenmauer in ein Boot gesetztt
Umsetzen eines Besuchers mit Rollstuhl in ein Boot im Hafencamp Senftenberger See
Foto: Nada Quensel

SENFTENBERG (kobinet) Der Tourismusverband Lausitzer Seenland wurde jetzt das Projekt „Netzwerk Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ gestartet. Das dreijährige Förderprojekt verfolgt das Ziel, den barrierefreien Tourismus in der jungen, länderübergreifenden Urlaubsregion zwischen Dresden und Berlin zu fördern und auszubauen. Dabei konzentrieren sich die Beteiligten auf das barrierefreie Reisen, das als ein wachsendes Segmente im Tourismus großes ökonomisches Potential bietet und einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der Reiseregion leisten kann, von dessen Weiterentwicklung Einheimische ebenso wie Urlauber profitieren.

Stellenausschreibung zur Barrierefreiheit in Hamburg

Symbol Fragezeichen

Hamburg (kobinet) Die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) hat aktuell zwei unbefristeten Vollzeitstellen für den Bereich barrierefreier Hochbau und barrierefreie Information des Kompetenzzentrums für ein barrierefreies Hamburg ausgeschrieben.

Projekt zur Inklusion im Ehrenamt bei den Maltesern Köln

Symbol Information

Köln (kobinet) Die Malteser Köln haben ein Projekt zur Inklusion im Ehrenamt ins Leben gerufen: Mit dem inklusiven Dienst TeamPLUS ermöglichen die Malteser Köln Menschen mit Downsyndrom oder anderen geistigen Beeinträchtigungen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das TeamPLUS will im Rahmen des Projektes Möglichkeiten gegeben, sich in integrativen Teams ehrenamtlich bei den Maltesern zu engagieren.

Broschüre: Mein Recht auf Rehabilitation und Teilhabe

Symbol Paragraph

Düsseldorf (kobinet) „Mein Recht auf Rehabilitation und Teilhabe“ lautet der Titel einer Broschüre der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen (BAG Selbsthilfe). Die im Dezember 2023 veröffentlichte Broschüre beschäftigt sich auch damit, was sich seit Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes geändert hat, heißt es im aktuellen Newsletter der hessischen Landesbehindertenbeauftragten Rika Esser.

Für mehr Inklusion in der gynäkologischen Regelversorgung

Symbol Ausrufezeichen

Düsseldorf (kobinet) Der Sozialverband SoVD Landesverband Nordrhein-Westfalen hat den Landtag sowie die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in einem Forderungspapier eindringlich dazu aufgefordert, endlich Schritte hin zu einer umfassenden, barrierefreien gynäkologischen Versorgung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen einzuleiten. Nicht nur die Bundesrepublik, auch das Land NRW habe sich verpflichtet, die Regularien der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 umzusetzen. Dazu gehöre auch das Bereitstellen einer Gesundheitsversorgung von derselben Qualität und auf demselben Standard wie für alle anderen Menschen auch, heißt es vonseiten des SoVD NRW.

Ambulante Zwangsbehandlung – Wie nun auch der Bundesgerichtshof den ärztlichen Zwang nach Hause bringen will

Pfeil mit Knoten
Der lange Weg zum Menschenrecht
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Der folgende Text dient dazu, die Argumentation des Bundesgerichtshofs (BGH) in seinem neusten Beschluss zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen darzustellen. Die Argumentation wird von der Verfasserin dieses Textes in keiner Weise geteilt. Der Text soll Menschenrechtsaktivist*innen und Kritiker*innen der Behandlung unter Zwang dazu dienen, die Argumentationsweise des BGH nachzuvollziehen und gegen sie an zu argumentieren. Ohne einen starken Gegenwind aus der Zivilgesellschaft, wird der ambulante ärztliche Zwang in Deutschland sehr wahrscheinlich … In einer zynischen Kleinteiligkeit, die die Behandlung unter Zwang u.a. als „Maßnahme der staatlichen Fürsorge“ definiert, wird durch den BGH die Argumentation der Gesetzgebenden gegen den ambulanten Zwang auseinandergenommen, mit dem Ziel, ärztliche Zwangsmaßnahmen auch im Wohnumfeld der Betroffenen umsetzen zu können [0].

Ausstellung zum Auftakt des Terrors

ZweiFrauen  stehen seitlichan einer  Texttafel und unterhalten  sich
Eröffnung der Ausstellung „Auftakt des Terrors“ im Ständehaus.
Foto: Uwe Zucchi

KASSEL (kobinet) Im Ständehaus in Kassel wurde gestern eine Ausstellung mit dem Titel „Auftakt des Terrors“ eröffnet. Diese Ausstellung beleuchtet in zehn Kapiteln Rolle und Funktion der frühen Konzentrationslager als zentrales Terrorinstrument zur Zerstörung der Demokratie und zum Aufbau der NS-Diktatur. Gezeigt werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich Täterschaft, Haftalltag und unterschiedlichen Verfolgtengruppen. Die Ausstellung eröffnet auch Ausblicke in die Weiterentwicklung des KZ-Systems. Ein eigenes Modul widmet sich dem Erinnern und Gedenken nach 1945.

Mit MUVA in Berlin unterwegs

Kleinbus bei dem ein Rollstuhlfahrer  den   Seiteneinstieg mittels Lift nutzt
Barrierfreier Kleinbus des BVG Muva Aufzugersatz
Foto: BVG

BERLIN (kobinet) Ende Januar wurden rund 40 weitere U- und S-Bahnhöfe an das Muva Aufzugersatz System angebunden- Für das Jahr 2024 ist eine Ausweitung auf ganz Berlin vorgesehen. Mit diesem System können die barrierefreien Kleinbusse an rund 40 weiteren Berliner U- und S-Bahnhöfen vor allem im nördlichen Stadtgebiet genutzt werden, wenn ein Aufzug mal nicht in Betrieb oder noch nicht vorhanden ist.

Marco Scherer arbeitet im Lager eines Autohauses im Budget für Arbeit

Marco Scherer vor einem Auto
Marco Scherer vor einem Auto
Foto: Kreisverwaltung Bitburg-Prüm

Bitburg (kobinet) Im Hinblick auf die Reform des Werkstättensystems hört man Immer wieder, was alles angeblich nicht bei der Inklusion von Menschen, die herkömmlich in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, geht. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es demgegenüber vielfältige positive Beispiele für die Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. „Aktuell sind es über vierzig Betriebe im Landkreis, in denen Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung mit ihren guten Kompetenzen und ihrer Fachlichkeit beschäftigt sind“, heißt es in einem von der Kreisverwaltung des Eifelkreis Bitburg-Prüm veröffentlichten Beitrag. Am Beispiel von Marco Scherer, der mit Unterstützung des Budget für Arbeit eine Anstellung im Lagerbereich bei Automobile Conrady in Bitburg gefunden hat, wird deutlich, wie Türen für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geöffnet werden können und was dann zuweilen möglich ist.

Online-Lesung zum Kinderbuch Als Ela das All eroberte

Sharepic zum Kinderbuch Als Ela das All eroberte
Sharepic zum Kinderbuch Als Ela das All eroberte
Foto: Raul Krauthausen und Adina Hermann

Kehl / Ludwigsburg (kobinet) „Raul Krauthausen und Adina Hermann lesen am Freitag, den 8. März 2024, um 16:00 Uhr aus dem Kinderbuch „Als Ela das All eroberte“, das sie gemeinsam geschrieben haben. Die Lesung findet online statt und richtet sich an groß und klein – alle sind willkommen.“ Dies berichtet Bettina Krück, die zusammen mit Antonio Florio vom Verein Selbstbestimmt Leben im Landkreis Ludwigsburg diese gemeinsame Online-Lesung organisiert.

geh denken inklusiv

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Wir wollen Menschen mit Behinderungen und deren Unterstützer*innen ermutigen, sich an der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘- Morde und Zwangssterilisation zu beteiligen. Wir sind der Überzeugung, dass die Vermittlung der Geschichte der NS-Morde und Zwangssterilisation durch Menschen mit Behinderungen ein neues tragendes Format guter Erinnerungskultur darstellen könnte.“ So heißt es auf der Internetseite des Projekts geh denken inklusiv der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). „Unser Teilprojekt ‚(Un-)Wertes Leben on Tour‘ ist bei drei Veranstaltungen an Gedenkorten der NS-‚Euthanasie‘ und Zwangsterilisation aktiv. Wir möchten Euch dabei haben, für viele Erzählungen, Begegnungen und Auseinandersetzungen mit der Geschichte und deren Auswirkungen im Heute“, heißt es weiter in der Ankündigung der drei Besuche in Gedenkstätten im Juni und Juli 2024, für die noch Mitwirkende gesucht werden.

Welcher Hörfilm wird Publikumsliebling 2024?

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Welcher Film verfügt über die besten Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen? Ab sofort können wieder alle Hörfilmfans entscheiden, wer den begehrten Publikumspreis erhält. Hörfilmfans können auch in diesem Jahr ihren Favoriten für den 22. Deutschen Hörfilmpreis wählen. Dabei kann unter einundzwanzig nominierten Filmbeschreibungen ausgesucht werden. Die Bandbreite reicht von Kinofilmen wie Christian Petzolds „Roter Himmel“ über Serien wie „Haus aus Glas“ oder „Maxton Hall“ bis zu TV-Produktionen wie „Sörensen hat Angst“. Auch Kinder- und Jugendfilme wie „Elemental“ oder „Wo ist Anne Frank“ und Produktionen aus den Kategorien Dokumentation und Filmerbe stehen zur Wahl. Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hin.

Diskriminierung beim neuen Staatsbürgerrecht

Symbol Paragraph

Berlin (kobinet) „Das neue Staatsbürgerschaftsrecht erleichtert die Einbürgerung, schließt aber nicht nur behinderte Menschen aus. Das dürfte verfassungswidrig sein.“ Darüber berichtet die Tageszeitung taz in einem Bericht vom 9. Februar 2024. Handicap International und eine Reihe von weiteren Verbänden hatten gegen diese Regelungen protestiert.

Job | inklusivo ebnet Wege in die Arbeitswelt

Gruppe von Frauen und Männern in einem Schulraum, die sich ausliegende Broschüren  ansehen
jobinklusivo an der Schule Hochheim
Foto: Gerhard Lötsch

BAD KREUZNACH (kobinet) Inklusion und Integration in den Arbeitsmarkt kann gelingen, das weiß vor allem Gerhard Lötsch, der Abteilungsleiter für job|inklusivo der Stiftung kreuznacher diakonie. Job|inklusivo. Es ist bundesweit eine der wenigen Institutionen, die den Übergang von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt intensiv fördern.

Inklusive Projektwoche in der Küche

Drei Männer wobei die beiden links Berufskleidung tragen
Lehrer Florian Wagner (rechts) mit Daniel Blaschke und Suhada Krasniqi-Szoma, zwei Mitarbeitende des Küchen-Teams der Regnitz-Werkstätten.
Foto: Anja de Bruyn

ERLANGEN (kobinet) Das Team der Regnitz-Werkstätten hat im Rahmen einer Projektwoche die gemeinsame Arbeit mit Schülerinnen und Schülern verstärkt. Eine fünfte Ganztagsklasse, zwei sechste und eine siebte Klasse haben an einer Projektwoche teilgenommen und gemeinsam mit dem Team der Küche in den Regntz-Werkstätten gekocht.

Nachgehakt beim Bundesjustizminister in Sachen AGG-Reform

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Berlin (kobinet) Als Sprecher der LIGA Selbstvertretung, in der sich eine Reihe von Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen zusammengeschlossen haben, hat sich Ottmar Miles-Paul mit einem Schreiben erneut an den Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann gewandt, um den Stand der Aktivitäten für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zu erfagen. Im August 2023 hatte Ottmar Miles-Paul zusammen mit Vertreter*innen des Bündnis AGG Reform Jetzt den Bundesminister beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung mit der Frage nach dem Stand dieser im Koalitionsvertrag verankerten Reform konfrontiert. Das Versprechen, dass Vorschläge vorgelegt werden und eine entsprechende Beteiligung der Verbände stattfindet, hat der Minister bisher allerdings noch nicht umgesetzt.

Vergangenheit mit Gegenwart für bessere Zukunft verbinden

Katrin Grüber
Katrin Grüber
Foto: solveig schiebel – kontrast foto

Berlin (kobinet) Das Institut Mensch Ethik und Wissenschaft (IMEW) hat Ende 2023 nach 22 Jahren seine Tätigkeit eingestellt. Dr. Katrin Grüber hat dieses Institut 22 Jahren begleitet und geleitet. Nun ist sie in den Ruhestand gewechselt. Oder doch nicht? kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit Dr. Katrin Grüber ein Interview über ihr Wirken, was mit dem Insitut erreicht und welche heiße Eisen angepackt wurden und vor allem, was die engagierte Frau nun im Unruhestand macht. Für Dr. Katrin Grüber ist auf jeden Fall wichtig, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden als Grundlage für eine bessere Zukunft.

Berlinale mit umfangreichem Inklusionsangebot

Berlinale Bär
Berlinale Bär
Foto: Anke Glasmacher

Berlin (kobinet) Vom 15. bis 25. Februar 2024 findet die diesjährige Berlinale in Berlin statt, die mit einem umfangreichen Inklusionsangebot zu einem Filmfest für alle Menschen einlädt. Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) hat Informationen darüber zusammengestellt, wann in den nächsten Tagen Berlinale-Filme mit Audiodeskription gezeigt werden. Darauf macht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in seinem Newsletter dbsv-direkt aufmerksam.

Ergebnisse der Befragung behinderter Jugendlicher in Marburg

Franz-Josef Hanke
Franz-Josef Hanke
Foto: Franz-Josef Hanke

Marburg/Lahn (kobinet) Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion hat es endlich geschafft und ist mal wieder nach Marburg gefahren, wo er drei Jahre lang gelebt hat. Dort traf er u.a. auch auf den Journalisten Franz-Josef Hanke, der immer wieder auch Beiträge für die kobinet-nachrichten verfasst. Ein Fundstück, das Ottmar Miles-Paul aus Marburg mitgebracht hat, sind die Marburg News. Franz- Josef Hanke betreibt diesen Online-Nachrichtendienst zusammen mit anderen Aktiven schon seit vielen Jahren und berichtet dabe auch immer wieder über Themen, die behinderte Menschen betreffen. So veröffentlichten die Marburg News zum Beispiel einen Beitrag über die Ergebnisse einer Befragung behinderter Jugendlicher. Ein gutes Beispiel, wie die Beteiligung und Selbstvertretung behinderter Jugendlicher vor Ort gefördert werden kann, findet Ottmar Miles-Paul.

Erfolgreiche 20 Jahre Nationalpark Eifel

Eine blinde Frau und ein  sehender Junge stehen tastend an einem  kugelrunden Exponat
In der barrierefreien Erlebnisaustellung Wildnisträume
Foto: Dominik Ketz

SCHLEIDEN (kobinet) 20 Jahre nach seiner Gründung kann der Nationalpark Eifel auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurückblicken. Waren anfangs im Schutzgebiet 230 gefährdete Arten bekannt, konnten Forscherinnen und Forscher mittlerweile mehr als 2.600 Rote-Liste-Arten nachweisen, die im Nationalpark wertvollen Lebensraum finden. Insgesamt leben in dem Schutzgebiet an der belgischen Grenze sogar mehr als 11.300 Arten. Einen großen Anstieg zeigen auch die Gästezahlen des Schutzgebietes. Seit der ersten Untersuchung im Jahr 2007 mit rund 450.000 Gästen haben sich die Gästezahlen des Nationalparks auf über eine Millionen Gäste pro Jahr mehr als verdoppelt.

Kinderhospizarbeit und Bedarfe der Familien

Bunt bemalte leuchtende Kugeln an einem Baum
Blick auf den stilisierten Lebensbaum
Foto: Ricchard LOHS

BERLIN (kobinet) Im Ehrenhof der Humboldt-Universität präsentierten die fünf Träger aus der Berliner Kinderhospizarbeit am gestrigen Nachmittag den von Exhibition Designer Till Hutzenlaub entworfenen stilisierten Lebensbaum, der den Kreislauf des Lebens symbolisiert. Als Wanderbaum konzipiert, steht er außerdem für den ständigen Wandel und die Veränderungen, denen Familien mit unheilbar kranken Kindern ausgesetzt sind.

Trauer um Carola Ewinkel aus Marburg

Carola Ewinkel
Carola Ewinkel
Foto: privat

Marburg/Lahn (kobinet) „Am 3. Februar 2024 ist Carola Ewinkel unerwartet gestorben. Sie war eine Bewegte der ersten Generation. Wenn auch nicht im bundesweiten Umfeld, war sie doch in Marburg eine Stimme, die beharrlich und besonnen für die Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen eintrat. Dies schreibt Anneliese Mayer in ihrem Nachruf auf Carola Ewinkel, den sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Sonderkolumne: Fünf Jahre Galgenfrist. Endlich liegen Zahlen vor!

gezeichneter, goldener Stier,wütend
Taurus
Foto: Pixabay/Agzam

Staufen (kobinet) „Alle Analysten“ sagen es jetzt: Es bleiben uns schlappe fünf Jährchen. Laut Generalinspekteur Breuer braut sich bis dahin hinlänglich aggressives Feindpotential zusammen, um gegen uns loszuschlagen. Nutzen wir die Frist, uns bis an die Zähne zu bewaffnen und dem Angriff standzuhalten. Der noch keine Wirklichkeit ist, sondern vorerst, so der General, „nur möglich“. Dieser Möglichkeit nicht im Wege zu stehen und sie unsererseits spiegelbildlich zu ermöglichen, um die Verwirklichung ihrer Wirklichkeit, sprich Krieg, zu verhindern, so wie die Abschreckungslogik es vorschreibt, die schon einmal prima funktioniert hat oder wie die Kölner sagen, „et hätt noch immer jot jejange“ – darum gilt von jetzt an nur mehr eines: Kriegstüchtig werden! Oder wie Kaiser Wilhelm sagte: Mitten im Frieden überfällt uns der Feind, darum, auf zu den Waffen, Brüder (und Schwestern wäre gendergerecht hinzuzufügen)! https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/kaiser-wilhelm-1914-aufruf-zum-krieg-100.html

Bei Barrierefreiheit ist deutscher Fußball nur Kreisliga

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Die Fußball-Bundesliga biegt schon bald in die Zielgerade dieser Saison ein und heute, am 10. Februar blicken viele auf das Spitzenspiel bei den Männern zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München. Aber wie sieht es in Sachen Barrierefreiheit in deutschen Stadien und bei den Fußballvereinenaus? Dieser Frage ist die ARD-sportsachau im Interview mit dem Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel nachgegangen. Das Urteil ist vernichtend. In Sachen Barrierefreiheit bewege sich der deutsche Fußball auf Kreisliga-Niveau.

Feierabendtreff von Selbst Aktiv Bayern startet am 15. Februar

Plakat zum Selbst Aktiv Feierabendtreff am 15.2.2024
Plakat zum Selbst Aktiv Feierabendtreff am 15.2.2024
Foto: Selbst Aktiv Bayern

Würzburg (kobinet) Am 15. Februar 2024 um 18.30 Uhr startet die Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv Bayern ihren Online-Feierabendtreff. Regelmäßig an jedem 3. Donnerstag im Monat öffnet der neue Online-Treff der AG Selbst Aktiv Bayern seine Pforten allen Menschen mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung für geselliges Miteinander, gute Gespräche, Anregungen und konstruktive Kritik.

Fatale Unterversorgung mit stationären Kinderhospizplätzen

DSC00519 von walnussbaer

FRANKFURT am MAIN (kobinet) Wenn in ganz Deutschland namhafte Gebäude grün angestrahlt und erleuchtet werden, wenn Fahrzeuge mit grünen Bändern geschmückt durch Städte und über Dörfer fahren, wenn Bäckereien ihr Gebäck mit grünem Zuckerguss überziehen, dann hat das am heutigen Samstag nichts mit Karneval oder Fasching zu tun: Am 10. Februar ist bundesweiter Tag der Kinderhospizarbeit.