Berufsbetreuer erhalten mehr Geld

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Geldscheine
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Bild: omp

Berlin/Hamburg (kobinet) Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer erhalten ab Juli 2019 mehr Geld. Die Vergütung für Berufsbetreuer steigt um durchschnittlich 17 Prozent. Es ist die erste Erhöhung nach 14 Jahren. Die Länder haben im Bundesrat dem Gesetz mit großer Mehrheit zugestimmt, das im Mai vom Bundestag in zweiter und dritter Lesung angenommen worden war.

Der Bundesverband der Berufsbetreuerinnen / Berufsbetreuer begrüßt die Entscheidung als ersten wichtigen Schritt zur Sicherung des Systems Betreuung. Der BdB-Vorsitzende Thorsten Becker stellte dazu fest: „Wie freuen uns, dass die Vergütungserhöhung endlich Realität wird. Sie ist von zentraler Bedeutung, um das Überleben der Betreuung kurzfristig zu sichern.“ Becker mahnte weitere Reformschritte an: „Wir haben die Rezepte für eine erfolgreiche Reform des Betreuungswesens in der Schublade und die Zutaten die nötig sind, um die Qualität der rechtlichen Betreuung für Menschen mit Behinderungen in Deutschland nachhaltig zu sichern. Lassen Sie uns darüber reden.“

Schleswig-Holsteins Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung Dr. Sabine Sütterlin-Waack betonte, dass dieses Ergebnis nur möglich war, weil Bund und Länder im Vorfeld des Gesetzentwurfs eng zusammengearbeitet hätten.

Lesermeinungen zu “Berufsbetreuer erhalten mehr Geld” (1)

Von RalleGA

Die ehrenamtlichen BetreuerInnen erhalten einen Auslagenersatz nach § 1835 (BGB 299,- €). Wann wird hier mal an einer Erhöhung gedacht?
Am Besten wäre es natürlich, wenn diese unverzüglich ebenso umgesetzt werden würde. Aber Ehrenamt ist ja Ehrenamt. Wenn ich in meinem Flächenlandkreis 900 km fahre, erhalte ich die Km-Pauschale als Auslagenpauschale. Für die Tätigkeit selbst leider nichts. Bei den vielen Stunden die man sich ans Bein bindet, sollten zumindest Fahrtkosten extra zahlen zuzüglich Ehrenamtspauschale von 299,-€, also nicht zusammen rechnen, "um das Überleben der Betreuung kurzfristig zu sichern.“

Bei Berufsbetreuern gehts doch auch.
Es wäre nur gerecht, wenn sich der Bundesverband der (Berufs) Betreuer auch für die Ehrenamtlichen so ins Zeug schmeißen würden, denn ohne diese wäre man "vollbeschäftigt".

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