Inklusionsfilm in den Kinocharts

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Plakat zum Film
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Bild: S.U.M.O. FILM

Köln (kobinet) Einer Graswurzelbewegung ist es gelungen, den Inklusionsfilm DIE KINDER DER UTOPIE am 15. Mai auf Platz 3 der deutschen Kinocharts zu bringen. In mehr als 160 Kinos bundesweit erreichte der Dokumentarfilm von Hubertus Siegert – an einem einzigen Aktionstag nahezu 20.000 Zuschauer, teilte heute mittendrin e.V. mit.

Mehr als 1.000 freiwillige Unterstützerinnen hatten in den vergangenen Wochen Vorführungen des Films und Gesprächsrunden zum Thema „Inklusion und Schule" in einem Kino ihrer Stadt organisiert und damit für volle Häuser gesorgt. "Das ist in eindeutiges Zeichen, dass sehr viele Menschen in Deurtschland ein großes Interesse an gelebter Inklusion haben", sagt Tina Sander vom Kölner Elternverein mittendrin e.V., bei dem die Fäden der Kampagne zusammen liefen, "Wir sind überwältigt, was für ein bunter Querschnitt der Gesellschaft sich an unserem Aktionsabend beteiligt hat."

Lesermeinungen zu “Inklusionsfilm in den Kinocharts” (1)

Von kirsti

Ohne den Film „Kinder der Utopie“ gesehen zu haben, ist für mich INKLUSION für alle und jeden das Ziel und die „conditio sine qua non“ – oder die Bedingung, ohne die nichts geht oder läuft. Da kommt es nicht auf die Art und Schwere der Behinderung an, Inklusion kann und muss sein.
In diesem Kontext ist die Aussage von Susanne Linke: „Es gibt Menschen mit Behinderung, die nicht inkludiert werden wollen“, unverständlich und fehl am Platz. Ich stelle der Behauptung „nicht inkludiert werden wollen“ das unanfechtbare Recht auf Inklusion entgegen. Diesem Satz ist ebenso zu widersprechen wie der verführerischen Idee, Menschen mit Behinderung seien irgendwie doch alle kleine Genies. Der ach so wunderbare Vergleich mit Hochbegabten, die auf die eine oder andere behindert waren, führt in die Irre. Man stelle sich vor: „Beethoven hätte in einer Werkstatt gearbeitet. Oder Einstein wäre auf eine Sonderschule gegangen. Thomas Edison. George Washington. Frida Kahlo. Stephen Hawking.“ Normale Behinderte sind meist vollkommen „normale“ Menschen, sie mögen Sonder- und, oder Inselbegabungen haben, aber die meisten sind normal- behindert. Und sie sind Menschen wie alle anderen auch. Und alle Menschen sind mit den gleichen Menschenrechten ausgestattet. Schade, dass diese Aussagen von Susanne Linke einem Film vorangestellt werden, der seinen Sinn ins Gegenteil verkehrt.

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