Aktion gegen E-Roller auf Gehwegen in Berlin

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Symbol: Mensch mit Blindenstock
Symbol: Mensch mit Blindenstock
Bild: domain public

Berlin (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und seine Landesorganisationen haben bereits mehrfach dagegen protestiert, dass zukünftig E-Roller und andere Elektro-Kleinstfahrzeuge auf Gehwegen zugelassen werden sollen. Wer sich aktiv am Protest beteiligen möchte, hat am kommenden Dienstag in Berlin erneut Gelegenheit dazu. Am 23. April sind ab 17:30 Uhr am Invalidenpark (Invalidenstraße/Ecke Schwarzer Weg), westlich vom Bundesverkehrsministerium in der Invalidenstraße 44, in 10115 Berlin verschiedene öffentlichkeitswirksame Aufführungen geplant, wie der DBSV mitteilte.

Eine Verordnung, die Elektro-Kleinstfahrzeuge auf Gehwegen legalisiert, soll voraussichtlich am 17. Mai im Bundesrat beschlossen werden. Noch gibt es nach Ansicht des DBSV die Chance, das zu verhindern. Die Interessenvertretung von Fußgängern in Deutschland, Fuss e. V., ruft in diesem Zusammenhang zu der Aktion am 23. April auf und bittet um Unterstützung. "Es sind verschiedene öffentlichkeitswirksame Aufführungen geplant: mit einem E-Roller werden Fußgänger-Pappfiguren an- und umgefahren, Menschen zu Fuß, mit Rollator, Blindenlangstock, im Rollstuhl und mit Kinderwagen stellen sich symbolisch dem E-Roller in den Weg und ein E-Roller wird symbolisch entsorgt. Wer möchte, kann sich daran beteiligen oder einfach dazu kommen und Präsenz zeigen", heißt es im Aufruf für die Aktion.

Zum Invalidenpark gelangt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln am besten vom bzw. in Richtung Hauptbahnhof mit der Straßenbahn M5, M8 oder M10 sowie mit dem Bus 245 bis Invalidenpark. Vom Hauptbahnhof kommend, befindet sich der Invalidenpark genau gegenüber der Haltestelle, also auf der linken Straßenseite. Der Treffpunkt Invalidenstraße/Ecke Schwarzer Weg befindet sich in Fahrtrichtung 25 m weiter. Alternativ kann man auch die U-Bahn U6 bis Naturkundemuseum (400 m Fußweg) nehmen. Bei Unterstützungsbedarf kann man sich vorab auch in der Geschäftsstelle des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins (ABSV) melden: Paloma Rändel, Tel.: 030 895 88-123, E-Mail: presse@absv.de