Inklusion retten !

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Berlin (kobinet) Eine intensive Diskussion während des jüngsten ABiD-Verbandstages in Berlin kam zu dem Schluss, dass es nicht in erster Linie darum gehen kann, die (exkludierenden) Behinderteneinrichtungen zu reformieren. Vielmehr muss die (noch-nichtbehinderte) Mehrheitsgesellschaft Inklusion wirklich wollen.

Damit bekräftigte das höchste Gremium des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland "Für Selbstbestimmung und Würde" (ABiD) das vom Marcus Graubner, dem Vorsitzenden, für dieses Jahr - in dem die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland seit zehn Jahren geltendes Recht ist - ausgegebene Motto "Inklusion retten!".

 Die politisch Verantwortlichen und die in den Verwaltungen mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention betrauten Beamt*innen und Angestellten müssen dieses Wollen - in enger Kooperation mit unseren Selbstvertreter-Organisationen - endlich auch praxiswirksam werden lassen. Für Alle und für jede*n Einzelne*n spürbar.

Der ABiD ist jederzeit kooperationsbereit. Wenn nötig, aber auch konfliktfähig. Wir werden weiterhin kritisieren, was uns stigmatisiert und ausgrenzt, aber gern auch jeden Schritt mitgehen und lobend begleiten, der unsere Teilhabemöglichkeiten erweitert.

Lesermeinungen zu “Inklusion retten !” (3)

Von rgr

Wenn Sie die Inklusion retten wollen, dann müssen Sie eine breite gesellschaftliche Debatte über die Frage ermöglichen, was aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe und der Werkstätten für behinderte Menschen im Zuge der Inklusion werden soll. Diese müssten, nämlich der Überprüfung im Zuge der UN-BRK, in einem allgemeineren und größeren soziokulturellen Kontext aufgehen und so hinweg gehoben werden. Der Kurs soll noch in diesem Jahr eingeschlagen werden, d.h. 'die Uhr tickt'.

Auf eine bisher nicht erteilte Antwort der Werkstatträte zu warten ist fahrlässig! Auf Antworten aus der großen Koalition zu warten ist fahrlässig! Auf ein Ende der Ausbeutung und Beherrschung des Menschen durch den Menschen im Zuge des Endes der kapitalistischen Epoche zu verweisen und darauf zu vertrauen das dann auch der Behinderten gedacht werde, ist einfach nur lächerlich!

Von waltraud berger

Ich dachte immer, dass man vor Unterschrift von Verträgen überlegt , ob man es wirklich will . Jedenfalls ist die internationale UN_BRK bereits die Mehrheit , man muss sie nur noch umsetzen und dazu gehört Vorkehrungen für Inklusion zu treffen , weil Inklusion Menschenrecht für Alle ist und daher Exklusion auch nicht zum Wohle .

Von rgr

So geht Defätismus.

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