19. Bernd-Best-Turnier zu Ende

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Im Finale zwischen dem Team Londo und Red Lions wurde sich ordentlich gestreckt
Im Finale zwischen dem Team Londo und Red Lions wurde sich ordentlich gestreckt
Bild: Michelle Saal

Köln (kobinet) Das 19. Bernd-Best-Turnier in Köln ist Geschichte. Das größte Rollstuhlrugby-Turnier der Welt lockte am vergangenen Wochenende 32 Teams aus ganz Europa, 250 Spielerinnen und Spieler, 300 Ehrenamtler und am Finaltag knapp 250 Zuschauer nach Köln in die Willy-Brandt-Gesamtschule Höhenhaus. Untermauert wurde der Erfolg der attraktiven „paralympischen Nischensportart“ durch dreistellige Zuschauerzahlen am weltweit ausgestrahlten Livestream. „Ein starkes Turnier, leider viel zu wenig Zuschauer. Dieser Sport hätte einfach eine große Kulisse verdient. Wir gucken, wenn möglich, jedes Jahr mal rein. Und klasse organisiert ist es auch. Viele freiwillige Helfer, sehr freundlich und hilfsbereit.“ kommentierte das Ereignis ein Fan auf Facebook.

„Ich bin müde, aber glücklich“, ließ es sich eine erleichterte, aber rundum zufriedene Turnier-Organisatorin Anke Opiela in der Cafeteria der Willy-Brandt-Gesamtschule am späten Sonntagnachmittag entlocken. Ihr Team und Opiela selbst, die während der Veranstaltung auch noch Spiele als Referee leitete, hatten gerade das größte Rollstuhlrugby-Turnier der Welt hinter sich gebracht. 72 Stunden lang duellierten sich die besten und ambitioniertesten Rollstuhlrugby-Spieler der Welt neben Hobby- und Gelegenheitssportlern.

Ein einmaliges Ambiente und Miteinander, das die knapp 250 Athleten und 84 Unparteiischen aus Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Dänemark, Irland und vielen weiteren Ländern, seit 20 Jahren zu schätzen wissen. „Das Bernd-Best-Turnier“, holt Opiela aus, „ist eine sportliche Großveranstaltung, die nicht nur ihresgleichen auf dem Erdball sucht, sondern auch mit jeder Menge Zeit, Kraft, Aufwand und logistischem Geschick verbunden ist.“ Die Familienmutter und Unparteiische spielt dabei auf die Heerscharen Rollstuhlfahrer an, die sich an drei Tagen ihren Weg zwischen den Hallen, Parkplätzen und der Jugendherberge Köln-Riehl bahnen müssen. Ein rollender Ameisenhaufen, der in vier Leistungsklassen die Turniersieger ausspielte. Während in der „Champions League“ das Team “London“ den Titel abräumte, gewann in der „Professional League“ das Team „Hellfire“, in der „Advanced League“ die „Falcons“ und in der „Basic League“ die dänische Equipe „Aarhus BurnOuts“. Einen starken dritten Platz in der Basic League belegte indes das reine Damenteam der „hot chicks“, das bei der Siegerehrung am Sonntag, unter den Augen von Kölns Bürgermeister Dr. Ralf Heinen, den meisten Applaus kassierte. Weitere Informationen zum Turnier und die Abschlussergebnisse sind auf der BBT-Website nachzulesen.

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