AfD will Bonus statt Pflichtquote

Veröffentlicht am von Jens Wegener

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Bild: omp

Berlin (hib/Wegener) Nach Informationen des Pressedienstes des Deutschen Bundestages fordert die AfD-Fraktion ein Bonus-System statt der gegenwärtigen Pflichtquote, um Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen. Gegenwärtig besteht die Verpflichtung für Arbeitgeber ab 20 Beschäftigten fünf Prozent der Arbeitsplätze an Schwerbehinderte zu vergeben. Bei Verletzung dieser Quote wird eine Ausgleichsabgabe gefordert.

In einem entsprechenden Antrag der Bundestagsfraktion dieser Partei heißt es weiter, das System solle sich nur auf privatrechtliche Betriebe beziehen und auch für jene Arbeitgeber gelten, die nicht zur Schaffung solcher Arbeitsplätze verpflichtet sind. Bei Vollzeitbeschäftigung soll sich der steuerfreie Bonus auf 250 Euro pro Monat belaufen. Ausbildungsplätze für Schwerbehinderte sollen wie Vollzeitstellen behandelt werden, verlangt die "Alternative  für Deutschland". Um diese Maßnahmen umzusetzen, soll Kapitel 2 des Neunten Sozialgesetzbuches geändert werden.

Lesermeinungen zu “AfD will Bonus statt Pflichtquote” (1)

Von nordihydro

Die Überschrift zu diesem Beitrag ist falsch. Da hat die Kobinet-Redakion wohl nicht richtig gelesen. Das Wort "statt" kommt in der Meldung des Pressedienstes des Deutschen Bundestags gar nicht vor. Sie besagt nicht, dass von der AfD anstatt der Pflichtquote ein Bo­nus ge­for­dert wird. Von einer Ab­schaf­fung der Aus­gleichs­ab­ga­be ist auch im Antrag der AfD-Fraktion gar nicht die Rede. Gefordert wird offenbar die zusätzliche Einführung eines Bonussystems für private Arbeitgeber bei Übererfüllung der Mindestbschäftigung für schwerbehinderte Menschen.

Viele Grüße, Michael Karpf

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