Zehn Jahre UN-Konvention

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

 UNO-Flagge mit Behindertenrechtskonvention
UNO-Flagge mit Behindertenrechtskonvention
Bild: BIZEPS

Berlin (kobinet) Zu 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland erklärte heute das Deutsche Institut für Menschenrechte, dass das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung immer noch nicht der Normalfall sei. Nachdem am 26. März 2009 die Konvention in Deutschland in Kraft getreten ist, sei vieles auf den Weg gebracht worden, um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen."Doch auch 2019 ist Deutschland noch keine inklusive Gesellschaft", zu diesem Schluss kommt der Bericht des Instituts, der die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in neun Bereichen, etwa Bildung, Wohnen, Arbeiten oder Mobilität, in den Blick nimmt.

"Dass Menschen mit Behinderungen das Recht haben, selbst über ihr Leben zu bestimmen und gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein, ist in den letzten zehn Jahren zunehmend ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt", sagt Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Zahlreiche Menschen aus Politik und Verwaltung, aus Verbänden und verschiedenen Professionen hätten sich engagiert an die Umsetzung der UN-Konvention gemacht. "Es ist in den letzten zehn Jahren allerdings nicht gelungen, das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen zum Normalfall und Sondereinrichtungen wie Förderschulen, Werkstätten und Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen überflüssig zu machen."

"Zentrale Aufgabe der nächsten Jahre ist es, die strukturell angelegte Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen abzubauen. Erst wenn jeder Mensch von Anfang an und unabhängig von Art und Schwere einer Beeinträchtigung gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben kann, ist Inklusion erreicht", so Aichele. Inklusion komme nicht nur den Menschen mit Behinderungen, sondern allen zugute, sie sei Ausdruck der Wertschätzung menschlicher Vielfalt.

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