Arbeiten in Werkstätten für Behinderte

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: omp

Berlin (kobinet) Immer wieder und gerade aktuell wird engagiert über Werkstätten für Behinderte debattiert. Dabei äußern sich Mitarbeiter von Werkstätten manchmal zufrieden über die Möglichkeit, dort zu arbeiten. Zugleich wird immer wieder die Forderung erhoben: Werkstätten endlich auflösen ! bereits im Jahr 2015 hatte inclusio.tv einen Bericht darüber veröffentlicht, in dem Mitarbeiter einer Werkstatt für behinderte Menschen erzählen, warum sie dort arbeiten und wie sie sich auf einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt vorbereiten. 

Vieles am System Werkstatt müsste dringend verändert werden, das haben die Autoren dieses Beitrages bereits damals so gesehen. Auch gegenwärtig betonen sie: "Zum Beispiel die Einkommensstruktur ist stark verbesserungswürdig. Die Betreuer, Anleiter oder wie auch immer sie genannt werden, müssen erkennen, dass sie von den dort beschäftigten Mitarbeitern bezahlt werden und nicht umgekehrt, das Mitspracherecht ist verbesserungswürdig. Solche Anreden wie Klienten oder Kunden gar machen die Bevormundung ja nicht besser". Zugleich schränken sie ein: "Aber Werkstätten generell zu verteufeln ist einfach nur die Aufteilung der Welt in Schwarz oder Weiß."

Der Film von inclusion.tv aus dem Jahr 2015 ist hier zu sehen.

Lesermeinungen zu “Arbeiten in Werkstätten für Behinderte” (2)

Von rgr

Für differenzierte Antworten hätte inclusion.tv differenzierte Fragen stellen müssen.

Von rgr

inclusion.tv stellt in seinem Film nicht die Systemfrage. Aus den Beiträgen der Werkstattbeschäftigten kann daher nicht geschlossen werden, das sie alternativlos mit dem System WfbM zufrieden seien. Den Vorwurf der Schwarz-Weiß Malerei müssen sie sich daher selbst gefallen lassen.

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