Mobilitätsservice der Bahn ist wieder uneingeschränkt für alle da

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul, Hartmut Smikac

Kundgebung vor dem Bahn Tower
Kundgebung vor dem Bahn Tower
Bild: Aleksander Ahrens

Berlin (kobinet) Erfolg bei Demo: Die Deutsche Bahn rudert zurück. Auf der eben veranstalteten Demo des Kollektivs UNgehindert vor dem Bahntower in Berlin gab eine Sprecherin der DB bekannt, dass man die Regelung vom 1. Februar zur Einschränkung des Mobilitätsservice wieder zurück nimmt.


Impression von der Kundgebung vor dem Bahntower Foto: Aleksander Ahrens

Die Deutsche Bahn bietet somit auch weiterhin uneingeschränkten Service für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und rüstet immer mehr Züge und Infrastruktur barrierefrei aus. Die Mobilitätsservice-Zentrale unterstützt Reisende also wieder bei der gesamten Planung ihrer Bahnreise.

Link zum ersten Teil der Aufzeichnung der Kundgebung von Raul Krauthausen auf Youtube

Link zum zweiten Teil der Aufzeichnung der Kundgebung von Raul Krauthausen auf Youtube

Lesermeinungen zu “Mobilitätsservice der Bahn ist wieder uneingeschränkt für alle da” (3)

Von profifahrgast

Der wahre Hintergrund der DB-Aktion: Die Mobilitätszentrale wurde aus Stationsentgelten bezahlt. Diese Stationsentgelte müssen alle Verkehrsunternehmen nach einer Preisliste der DB zahlen, für jeden Halt einen festen Betrag. Für den Schienen-Nahverkehr werden die Stationsentgelte über Regionalisierungsmittel des Bundes nach dem Regionalisierungsgesetz refinanziert.
Seit 2017 kann die DB die Stationsentgelte nicht mehr frei erhöhen, sondern nur noch um die 1,8 Prozent, um die die Regionalisierungsmittel steigen (§ 37 ERegG). Die DB unterliegt der Regulierung durch die Bundesnetzagentur.
Daher sucht die DB nach neuen Geldquellen. Da fraglich ist, ob die MSZ zum Betrieb der Stationen gehört, nutzt die DB die ihr günstigere Auslegung, dass die MSZ nicht dazu gehört, und verlangt Geld von den Verkehrsunternehmen. Ein Teil der Verkehrsunternehmen lässt sich die Stationsentgelte von den SPNV-Aufgabenträgern (www.bag-spnv.de) erstatten und hat daher die neue Forderung der DB nicht akzeptiert, weil sie die so unerwartet neuen „Stationsgebühren durch die Hintertür“ nicht akzeptieren. Viele Rechtsfragen sind noch ungeklärt, aber die DB schafft schon einmal Fakten, verschleiert aber die Zusammenhänge. Um das zu verstehen, muss man sich in der Finanzierung des SPNV genau auskennen. Wer eine gute Dauerlösung will, ssollte sich mit der BAG-SPNV und ihren Mitgliedern besprechen.

Von Uwe Heineker

es zeigt sich. kämpfen lohnt sich - heute genauso wie auch 1978, l die Einführung des "eisenbahngerechten Rollstuhl" abgewendet wurde (https://www.zeit.de/1978/41/fliegender-wechsel-im-er)

Von ZORRO

DB-Meldung vom 15.03.2019
www.tinyurl.com/Bahn-Mobilitaetsservice

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