Monotoring zum Aktionsplan in Sachsen

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Blick auf das Podium anlässlich der
Blick auf das Podium anlässlich der "Offenen Tagung" des Behindertenbeauftragten Sachsen zur Umsetzung der UN-Behindertentenrechtskonvention und des Aktionsplanes der Sächsischen Staatsregierung in Dresden
Bild: SMS/Beauftragter/Übernahme aus PM

Dresden (kobinet) Nach einer Bereicht des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen fand Anfang März im Dresdner Haus an der Kreuzkirche im Beisein der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch, die 10. Offene Tagung des Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephan Pöhler, statt. Im Rahmen seines Monitorings zum „Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ führt der Beauftragte regelmäßig "Offene Tagungen" durch, die den Stand der Umsetzung des Landesaktionsplans in verschiedenen Handlungsfeldern untersuchen.

So wurde an diesem Tag vor über 80 Gästen aus Verbänden, Organisationen, Initiativen, Politik, Verwaltung und Einzelpersonen die Handlungsfelder „Familie“, „Gesundheit und Rehabilitation“ und „Behinderung und Pflegebedürftigkeit/ Behinderung im Alter“ näher betrachtet. Nach einer Einleitung durch Sozialministerin Barbara Klepsch hielten am Vormittag der Landesgeschäftsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen sowie weitere Vertreter vom Epilepsiezentrum Radeberg sowie vom Landratsamt Bautzen eindrucksvolle Referate.

In der von Susann Mühlner vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz eingeleiteten Podiumsdiskussion fand am Nachmittag ein angeregter Austausch zwischen den Tagungsteilnehmern und den Referenten statt. So wurden Themen wie die barrierefreie medizinische Versorgung, Medizinische Versorgungszentren für Erwachsene mit Behinderung, Eltern mit Behinderung/Elternassistenz, der Umsetzungsstand der Maßnahmen aus dem Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung sowie aktuelle Praxisbeispiele Betroffener angesprochen und diskutiert.

„Die Offenen Tagungen tragen dazu bei, dass der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und das Thema Barrierefreiheit im Bewusstsein aller bleibt und diskutiert wird. Der Aktionsplan zeigt Barrieren und gleichzeitig Maßnahmen auf, mit denen wir Probleme beseitigen können. Fast alle Maßnahmen, welche die Schwerpunkte der Offenen Tagung betreffen, sind bei uns in der Umsetzung und viele davon auch schon abgeschlossen. Damit sind aber die Themen für uns lange noch nicht beendet. Wir arbeiten weiter aktiv daran, eine für alle zugängliche Versorgung und Angebote zu schaffen“, stellte Sozialministerin Barbara Klepsch in diesem Zusamenhang fest.

„Wir haben zu prüfen, auf welchem Stand sich die Gesundheits-, Rehabilitations-, Pflege- und Familiensysteme im Freistaat Sachsen befinden. Denn nur deren stetige Weiterentwicklung kann den Herausforderungen der heutigen Zeit, wie Demografie, Digitalisierung, Migration oder veränderte Lebens- und Arbeitsbedingungen angemessen begegnen.", sagte Pöhler während der Tagung. „Ziel ist es, dass alle Menschen mit und ohne Behinderung, die erforderlichen Gesundheits-, Pflege- und Teilhabeleistungen erhalten. Ein uneingeschränkter und umfassender barrierefreier Zugang ist dabei unumgänglich und daher fordere ich die Verantwortlichen auf, schnellstmöglich eine Richtlinie zur Förderung barrierefreier Arztpraxen auf den Weg zu bringen.“, betonte Pöhler in der Podiumsdiskussion sehr deutlich.

Lesermeinungen zu “Monotoring zum Aktionsplan in Sachsen” (1)

Von TN

(Aus der kobinet-Veröffentlichung)
"... Medizinische Versorgungszentren für Erwachsene mit Behinderung ..."
Bruch des Rechts auf freie Arztwahl! Und fern jedweder Selbstbestimmung durch die Betroffenen beziehungsweise deren Wahrnehmer ihrer Rechte.
(Schwerstmehrfach)behinderte werden erneut dem med. Apparat und deren Protagonist/innen ZUGEWIESEN. Das gabs schon einmal. Seinerzeit konnte dies tödlich für die Betroffenen enden. Offensichtlich nähert sich Deutschland wieder an jene Zeit an, mit offensichtlich Riesenschritten. Jedenfalls schreibt kobinet nix darüber, ob jemand gegen diesen Mist derer auf der Veranstaltung angegangen ist, die solches Zeug als Verbesserung in der med. Versorgung präsentieren und bejubeln.
Zuerst wurde dieser Quatsch mit dem organisierten Verbrechen des Zuführens an Sanitätshäuser begonnen. Und nun feiert dieser Quatsch bei der organisierten fremdbestimmten Zuführung zum med. Personal und med. Arsenal fröhliche Urständ. Wie sagte mal ein Maler, in Anbetracht des Faschismus der 1930er Jahre: Er könne gar nicht so viel fr*ssen, wie er kot*en könne. Wie recht der Mann hatte.

Über den SPNV wurde wohl kein Wort verloren? Das SPNVe Grauen kommt einem bei den Zügen der Mitteldeutschen Regiobahn und deren Personal auf der Relation Leipzig Hbf.-Chemnitz vice versa sowie bei dem nicht behindertengerechten Wagenmaterial der Privatbahn auf der Relation Leipzig Hbf.-Borna (bei Leipzig) via Bad Lausick.

Fazit:
Was nutzen alle Gremien, wenn die Beteiligten geschichtslos, arglos, brav und unwissend sind? Rausgeworfenes Geld. Verplemperte Sitzungszeit.
Da in den Gremien Behinderte mit dabei sind, frage ich mich selbstverständlich, welcher Nicht-Sachverstand da vorhanden sein muss, um solche Schoten, wie das In-Gesetz-'Gießen' von der Zwangszuführung zu med. Zentren für Behinderte nicht auszubremsen und in den geschichtlichen Orkus zu befördern.



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