IUHB Touristik-Radar veröffentlicht

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Strandzugang für Badegäste mit Rollstuhl am Strand von Binz auf Rügen
Strandzugang für Badegäste mit Rollstuhl am Strand von Binz auf Rügen
Bild: P. Neumann

Erfurt (kobinet) Die IUHB Internationale Hochschule hatte kürzlich in Zusammenarbeit mit RUNA-reisen und NeumannConsult eine online-Umfrage unter Reisenden mit Behinderungen sowie ihren Angehörigen und Freunden durchgeführt. Die "kobinet Nachrichten" hatten im Januar auf diese Umfrage hingewiesen. In Verbindung zur ITB-Tourismusmesse in Berlin wurden nun die Ergebnisse dieser Umfrage veröffentlicht.

Mehr als 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die beim Reisen von Barrieren betroffen sind, haben an dieser Umfrage teilgenommen. Sie ist damit aktuell die größte deutsche Online-Studie zum barrierefreien Tourismus. Dementsprechend sind die Einzelheiten der Befragung als grundlegend wichtig für weitere Entscheidungen von Tourismusanbietern sowie der entsprechenden politischen Weichenstellung zu bewerten.

Zu den wichtigsten Aussagen der Studie gehört die Tatsache, dass Reisende und Urlauber mit Behinderungen keine Sonderwünsche hinsichtlich der Reiseziele gegenüber allen anderen Urlaubern haben. Ihre Urlaubswünsche unterscheiden sich nicht grundlegend. Zu den bevorzugten Urlaubsaktivitäten gehört es auch bei mobilitätseingeschränkten Urlaubern, mal zu faulenzen, sich zu entspannen, oder eben zu wandern beziehungsweise Kultur zu erleben. Badeurlaub und Städtereisen erwiesen sich auch hier als beliebteste Urlausarten.

An erster Stelle der Informationsquellen für die Reisevorbereitung steht auch bei Menschen mit Behinderung das Internet, insbesondere Internetseiten mit Informationen zum barrierenfreien Reisen. Auch die Buchung von Unterkünften geht meistens online - am liebsten beim Vermieter direkt.

Gebucht werden vor allem Individualreisen mit Partner, der Familie oder Freunden. Gruppenreisen sind augenscheinlich weniger beliebt. Dabei ist vor allem die Barrierefreiheit vor Ort entscheidend. Rund 95 Prozent der Befragten betonten das und unterstrichen dabei, dass sie für ein komfortables Urlaubserlebnis eine insgesamt barrierefreie Servicekette erwarten, welche sowohl ihre An- und Abreise, wie auch ihre Unterkunft und alle sie interessierenden Urlaubsangebote umfasst.  

Die detaillierten Antworten auf diese online-Umfrage sind im kobinet-Blog "Barrierefreiheit" in einem Eintrag vom 10. März 2019 nachzulesen. Für jene, die sich für den gesamten Inhalt dieser Studie interessieren, ist der IUHB Touristik-Radar 2019 zum barrierefreien Tourismus für Alle im Internet in einer PDF-Version herunter zu laden.  

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