Zu Besuch im Elbflorenz

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Elbufer mit Brühlscher Terrasse und Blick auf Schloss und Schlosskirche
Elbufer mit Brühlscher Terrasse und Blick auf Schloss und Schlosskirche
Bild: H. Smikac

Dresden (kobinet) Zum Beginn der Reisesaison 2019 veröffentlichen wir bei kobinet Hinweise zu Reisezielen, welche auch für Urlaubsreisen von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen geeignet sind. Heute geht es dabei um die sächsische Landeshauptstadt Dresden.

Dresden, jene Stadt im Südosten Deutschlands, die auch den Beinamen "Elbflorenz" trägt, liegt dort an den Ufern der Elbe, wo der Strom die Sächsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge hinter sich gelassen hat. Aus dieser Lage ergibt sich die Möglichkeit, einen Besuch in Dresden mit dieser landschaftlich einzigartigen Region im Elbtal zu verbinden. Von Bad Schandau aus gibt es eine für alle passende direkte Zugverbindung und wer sich ein entsprechendes Schiff heraussucht, kann auch einen Blick vom Wasser aus auf das "Blaue Wunder" oder das Schloss Pillnitz, den Königsteinstein oder den Lilienstein und die Bastei werfen.

Wer ein umfangreicheres Besuchsprogramm im Auge hat, sollte zugleich bedenken: Auch die Stadt Dresden hat viel Sehenswertes zu bieten. Die An- und Abreise kann mit dem Auto oder der Bahn erfolgen - der Hauptbahnhof und der der Bahnhof Dresden Neustadt sind auch auf Gäste mit Rollstuhl eingestellt. In der Stadt sollte man das Auto jedoch stehen lassen - es gibt, dort wo man sie sucht, immer zu wenige Parkplätze, aber preiswerte Tageskarten für die Straßenbahn. Das Netz dieser Bahn verfügt weitgehend über angepasste Haltestellen und zumindest über mobile Schrägen in den Straßenbahnwagen. Dresden mit der Straßenbahn zu erkunden ist somit kaum ein Problem.

Etwas schwieriger dürfte es da sein, sich zu entscheiden, was man an den vielen Sehenswürdigkeiten zuerst und dann später besuchen möchte. Einen Eindruck von der Stadt an der Elbe bietet ein Spaziergang auf den Brühl`schen Terrassen. Sie ist mittels Lift vom Theaterplatz her sowie durch den Brühl`schen Garten am Albertinum zugänglich.  Vom Theaterplatz aus sind Semperoper, Schloss mit der Schatzkammer "Grünes Gewölbe" und der Schlosskirche sowie der Zwinger faktisch gleich über die Straße zu erreichen. Auf dem Weg zum Neumarkt führt die Straße am bekannten "Fürstenzug" entlang zum Neumarkt, auf dem sich auch die Frauenkirche und das Verkehrsmuseum befinden. Am Kulturpalast vorbei kommt man zum Altmarkt, der von der Kreuzkirche überragt wird. Wer nun der Altmarkt-Galerie folgt, ist bald am Külz-Ring, den man überquert und dann faktisch sofort in der bekannten Prager Straße flanieren kann.


Die Semperoper im Abendlicht Foto: H. Smikac 

Zum Besuch von Dresden gehört unbedingt auch ein Spaziergang über die Augustusbrücke zum "Goldenen Reiter" sowie entlang der Hauptstraße. Wer sich für Sachsen zu interessieren beginnt, sollte sich auch für einen Besuch des Museums für Sächsische Volkskunst Zeit nehmen, das sich nahe dem Carolaplatz befindet.

Alle diese erwähnten Sehenswürdigkeiten sind ebenerdig zugänglich. Allerdings sollte man sich rechtzeitig über in die konkreten Stellen für einen Zugang informieren - bei der Kreuzkirche ist es eine Schräge, bei der Frauenkirche gibt es Lifts an den Eingängen "A" und "G", Die katholische Schlosskirche ist über einen Lift vom Theaterplatz her zugänglich, der mit Euroschlüssel zu bedienen ist. Besucher der Ausstellungen des Zwinger sollten sich auf den Glockenturm orientieren, hier gibt es zwei Lifts, die zu je einer Seite der Zwingergebäude führen.

Ein Spaziergang mit Rollstuhl ist in Dresden insgesamt gut möglich, jedoch wurde augenscheinlich an mehreren Stellen darauf geachtet, historisches Kopfsteinpflaster zu erhalten. Besonders holprig ist es im Bereich des Altmarktes, der Münzgasse (Weg von der Frauenkirche zum Terrassenufer) und unterhalb des Terrassenufers entlang der Elbe.


In der Prager Straße Foto: H. Smikac 

Für die Rast nach längerem Spaziergang gibt es im Stadtzentrum eine Vielzahl ebenerdig zugänglicher Gaststätten. Weitere Einzelheiten zur Zugänglichkeit von Sehenswürdigkeiten, zu Hotels und Gaststätten können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.

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