Überlegt geplant – an alle gedacht

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Vertreter der Werkstätten und des SoVDs bei der Plakettenübergabe
Vertreter der Werkstätten und des SoVDs bei der Plakettenübergabe
Bild: SoVD

Hannover (kobinet) Der Sozialverband Deutschland verleiht die Plakette „Überlegt geplant – an alle gedacht“ an Einrichtungen und Häuser, die besonders barrierefrei sind. So werden Gebäude wie Krankenhäuser, Rathäuser oder Firmensitze begangen und überprüft. Am Montag wurde der Hannoversche Werkstätten gem. GmbH diese Plakette für ihre Einrichtung in Rethen verliehen.

Eine siebenseitige Checkliste liegt der Auszeichnung „Überlegt geplant- an alle gedacht“ vom SoVD-Landesverband Niedersachsen zugrunde. Ein barrierefreies Gebäude muss nicht nur Rollstuhlfahrern die Möglichkeit einräumen, sich ungehindert zu bewegen, wie es häufig assoziiert wird. So ist zum Beispiel für Menschen die schlecht oder gar nicht lesen können eine Beschilderung in Leichter Sprache oder Piktogrammen erforderlich, Fahrstühle sollten taktil ertastbare Stockwerkskennzeichnungen und eine Sprachausgabe haben und die Eingangstüren sollten automatisch öffnen.

„Wir, als Arbeitsort für Menschen mit Behinderung, sollten natürlich mit gutem Beispiel vorangehen und die gegebenen Kriterien erfüllen. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt das Engagement des Sozialverbands. Für uns bedeutet diese Auszeichnung eine Würdigung unseres Engagements für Menschen mit Behinderung und – wie die Auszeichnung besagt – eine Würdigung unserer überlegten Planungen“, freut sich Franziska Klatt, Leiterin Entwicklung und Bildung und Mitglied der Geschäftsleitung bei den Werkstätten.

Die Einrichtung der Hannoversche Werkstätten gem. GmbH in Rethen wird in diesem Jahr 10 Jahre alt und kann sich nun mit der Plakette des Sozialverbands schmücken. Die Auszeichnung hängt nun gut sichtbar in der Rethener Einrichtung. Jürgen Mroz, erster SoVD-Kreisvorsitzender Hannover Land, übergab die Plakette: „Mich freut es als Rethener besonders, dass wir hier vor Ort eine Einrichtung haben, die nicht nur die Vorgaben eines barrierefreien Gebäudes erfüllt, sondern auch einen großen Teil zu einer inklusiveren Gesellschaft beiträgt.“

Lesermeinungen zu “Überlegt geplant – an alle gedacht” (2)

Von kirsti

Ich schließe mich der Aussage von Uwe Heineker an: „Wie passt das zusammen?“ Eine Sonderwelt bleibt eine Sonderwelt, da hilft auch die „Verschönerung“ durch Barrierefreiheit nicht weiter; s. Verweis auf die angegebene Fundstelle unter „.../monitoring –stelle-un-brk …/werkstaetten/“

Von Uwe Heineker

wie passt das zusammen, eine aussondernde Einrichtung auszuzeichnen?!

Hintergrund:

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle-un-brk/staatenpruefung-2018-2020/positionen-der-monitoring-stelle/werkstaetten/

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