Zugang für alle?

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Treppenstufen sind Barrieren
Treppenstufen sind Barrieren
Bild: BSK

München (kobinet) Der  Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) hat Barrierefreiheit im Alltag getestet. Sind Einkaufszentren, Kliniken, Volkshochschulen, Kinos oder Ämter gut erreichbar? Der Test zeigt, dass es noch viel zu tun gibt. Unter der Überschrift "Zugang für alle?" nennt die ADAC motorwelt in ihrer Ausgabe 2/2019 die negativen Punkte.

Keine einzige von 90 getesteten Treppen fanden die Tester mängelfrei. Die Kanten der Stufen, zumindest der ersten und der letzten, waren zwar oft markiert. Aber nur selten gab es ertastbare "Aufmerksamkeitsfelder" am oberen Treppenanfang, die vor einem Absturz warnten. Von 75 Aufzügen genügte nicht einmal ein Drittel den gängigen Richtlinien. Bei den Rampen waren es sogar nur 17 Prozent.

Proleme machen auch die hoch angebrachten Bedienelemente an fast zwei Dritteln der Parkscheinautomaten und gut drei Vierteln der ÖPNV-Ticketautomaten, die von Rollstuhlfahrern kaum zu erreichen sind.

An jeder zweiten Haltestelle fehlen Sicherheitsstreifen mit tastbarem Profil, um Sehbehinderte vor einfahrenden Bussen und Bahnen zu schützen. Fahrgastinfos per Ansage gab's  nur bei einem Drittel der Haltestellen.

Viele Prüfpunkte lieferten ein "Ja, aber ...". So war vor Infotheken, Automaten und in Aufzügen zwar genügend Platz, allerdings ließen sich Counter nur selten mit dem Rollstuhl unterfahren ...

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