Niemand soll vor seinem Tod sterben

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Buchcover: Niemand sollte vor seinem Tod sterben
Buchcover: Niemand sollte vor seinem Tod sterben
Bild: Büchner Verlag

Marburg/Lahn (kobinet) "Wenn man schwer kranke Menschen danach fragt, wann sie sich erstmals ihrer Endlichkeit bewusst wurden, so berichten diese nicht etwa von Krankenhausaufenthalten und Medikamenteneinnahmen. Sie schildern die Momente, in denen ihnen bewusst wurde, im Job nicht mehr auf dem alten Niveau mithalten zu können; sie berichten von Situationen, in denen sie eigene Hobbies und Interessen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten und vor allem: von Erlebnissen, in denen sie das erste Mal sozial ausgegrenzt oder diskriminiert wurden. Dieser Prozess eines sozialen Sterbens kann aufgrund des medizinischen Fortschritts ganze Lebensjahrzehnte von Menschen bestimmen", so heißt es im Klappentext des neu erschienen Buches der Inklusionsbotschafterin Dr. Carolin Tillmann mit dem Titel "Niemand sollte vor seinem Tod sterben".

"Carolin Tillmann hat mit Menschen in genau diesen Situationen gesprochen und die wichtigsten Hürden in ihrem Lebens- und Arbeitsalltag aufgedeckt. Sie fragt: Was können diese Menschen tun, um sich Lebensqualität zu erhalten, welche Teilhabemöglichkeiten gibt es und wie kann das soziale Umfeld Unterstützung bieten? Ein authentischer Ratgeber, der tiefe Einblicke in Lebenswelten eröffnet, vor denen wir alle gern die Augen verschließen", heißt es im Klappentext zum Buch weiter. "Dieses Buch setzt mit seinen intensiven und bewegenden Geschichten und Reflexionen ein längst überfälliges deutliches Signal, es verändert die Perspektive und gängige Sehweise auf das Sterben", kommentiert Prof. Dr. Andreas Heller vom Lehrstuhl Palliative Care und Organisationsethik an der Universität Graz das Buch. Und weiter schreibt er: "Dieses Buch setzt mit seinen intensiven und bewegenden Geschichten und Reflexionen ein längst überfälliges deutliches Signal, es verändert die Perspektive und gängige Sehweise auf das Sterben (…)  Kraftvoll, leidenschaftlich und parteiisch tritt Carolin Tillmann dafür ein und eröffnet eine überfällige Debatte."

"Im Hinblick auf das, was viele schwerkranke Menschen erleben, plädiere ich im Buch dafür, von einem 'Sozialen Sterben' zu sprechen, was heutzutage Jahre oder Lebensjahrzehnte von Menschen bestimmen kann. Gleichzeitig ist es die einzige Form des Sterbens, die aufgehalten und rückgängig gemacht werden kann", so kommentierte Carolin Tillmann das neue Buch gegenüber den kobinet-nachrichten.

Das Buch hat 192 Seiten, die ISBN 978-3-96317-127-7 und kostet 18,00 € und mit der ISBN 978-3-96317-643-2 kostet es 14,00 € (ePDF). Es wird vom Büchner-Verlag, Marburg, herausgegeben und erschien im Januar 2019.

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