Bayerns neuer Behindertenbeauftragter

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Holger Kiesel als Bayerns Behindertenbeauftragter vorgestellt
Holger Kiesel als Bayerns Behindertenbeauftragter vorgestellt
Bild: StMAS

München (kobinet) Bayerns neuer Behindertenbeauftragter ist Journalist und auf den Rollstuhl angewiesen. Sozialministerin Kerstin Schreyer hat Holger Kiesel heute als neuen Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung vorgestellt. Sie gratulierte dem Journalisten des Bayerischen Rundfunks und wünschte ihm viel Erfolg. Gleichzeitig dankte sie der bisherigen Beauftragten Irmgard Badura, die das Amt knapp zehn Jahre lang zuerst ehrenamtlich und ab September 2014 hauptamtlich ausgeübt hat.

Lesermeinungen zu “Bayerns neuer Behindertenbeauftragter” (2)

Von kirsti

In Hessen wird nun behindertenpolitisch ebenfalls „neu gewürfelt“; denn im Koalitionsvertrag ist ein hauptamtlicher Behindertenbeauftragter vorgesehen.
Der Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen in Hessen umfasst 196 Seiten, gegliedert nach Großbuchstaben von A bis F, diese wiederum unterteilt in Kapitel mit jeweils römischen Großbuchstaben. Unter Punkt B mit dem Titel „Wir wollen die Gesellschaft zusammenhalten“ findet sich unter römisch I das Kapitel „Familie und Kinderbetreuung, Seniorinnen und Senioren, Pflege und Gesundheit, Teilhabe, Integration, Vielfalt Akzeptanz, Frauen.“ Darin kann man auf ca. einer Seite; ab Seite 24 etwas zum Thema Behinderung und Inklusion lesen, es trägt den vielversprechenden Titel: „Barrieren abbauen, damit Inklusion gelingt“. In diesem Kapitel findet sich die Aussage, dass der zukünftige Behindertenbeauftragte im Gegensatz zur zuvor geübten Praxis hauptamtlich tätig sein solle. Der Fokus der Behinderung legt Hessen auf Sinnesbeeinträchtigungen, wie Gehörlose und Sehbehinderte und Blinde. Ein Gehörlosengeld analog dem Blindengeld ist angedacht. Darüber hinaus werde „In Kindergärten, Schulen und Ausbildungsstätten … für den Umgang mit Menschen mit Behinderung sensibilisiert werden“.


Von Behindert_im_System

Frau Badura ist zumindest für mich als Mensch mit Behinderung kein großer Verlust in der jetzigen Zeit, wo man fast täglich das Verständnis für Menschen mit Behinderung in Bayern, nicht nur am eigenen Schicksal erleben darf. Interessant wäre aber, welchen Posten nimmt sie ein, denn die Zukunft dürfte gesichert sein, wovon ich überzeugt bin.

Was bedeutet es nur, erst die Ministerin, dann die Abteilungsleiterin und Erfinderin dieses schlechten Bay. Teilhabegesetzes und nun Frau Badura, die auf der Strecke bleibt, was hat dieser Kehraus zu bedeuten? Kommen dieses Jahr noch weitere von uns nicht erwartete Überraschungen?

Herrn Kiesel wünsche ich starke Nerven und einen guten Start bei der ihm übertragenen Aufgabe.

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