Türkisch-Deutscher Abend zum Schwerbehindertenausweis

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Bild von der Veranstaltung der EUTBs in Bremen
Bild von der Veranstaltung der EUTBs in Bremen
Bild: Gerald Wagner

Bremen (kobinet) Schwere Krankheit, ein Unfall, manchmal von der Geburt an: es gibt viele Ursachen für eine Behinderung. Damit die Betroffenen und ihre Familien besser mit ihrer Behinderung leben können, gibt es in vielen Bereichen Unterstützung und Vergünstigungen. Um diese in Anspruch nehmen zu können, braucht man manchmal ein besonderes Dokument: den Schwerbehinderten-Ausweis. Was ist ein Schwerbehindertenausweis und wer kann ihn bekommen? Auch behinderte Kinder? Welche Vorteile hat man davon? Gibt es manchmal auch Nachteile? Wie und wo beantragt man den Ausweis? Wer kann einem beim Antrag helfen? Zu diesen Fragen führten Wilhelm Winkelmeier von SelbstBestimmt Leben Bremen (SL) und Gerald Wagner von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen e.V. (LAGS) am 10. Dezember 2018 in den Räumen des Familienzentrums Weltblick einen türkisch-deutschen Informationsabend durch.

Beide Organisationen sind Träger einer unabhängigen Beratungsstelle für behinderte und chronisch kranke Menschen und ihre Angehörigen. An beide Organisationen können sich Menschen mit Behinderungen und ihre Familien wenden, um sich beraten zu lassen – und zwar unabhängig und kostenlos. Der Vortrag und die Informationen zum Schwerbehindertenausweis wurden in Türkisch übersetzt. Die türkischen und deutschen Gäste nahmen viele hilfreiche Antworten auf ihre zahlreichen Fragen und wertvolle Hinweise mit nach Hause. Diese Form der interkulturellen Info-Abende werden die LAG Selbsthilfe und SelbstBestimmt Leben Bremen weiter fortsetzen. Über die Termine werden die beiden Organisationen und Weltblick rechtzeitig informieren, wie es in einem Bericht von Gerald Wagner von der LAGS Bremen heißt.

Überhaupt haben die LAGS und SL in diesem Jahr einiges gemeinsam auf die Beine gestellt und führen zum Beispiel gemeinsam Sprechstunden in der Region Bremen-Nord und für Geflüchtete mit Beeinträchtigung, die in Übergangswohnheimen leben, durch. Diese Aktivitäten sind gute Beispiele für die sehr aktive Arbeit der Bremer Beratungsstellen, sowohl im Rahmen der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) als auch ohnehin für behinderte Menschen und ihre Angehörigen, betonten Gerald Wagner und Wilhelm Winkelmeier.

Link zur Liste der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen in Deutschland