Marita Boos-Waidosch für 25 Jahre als Beauftragte ausgezeichnet

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Michael Ebling und Marita Boos-Waidosch bei der Auszeichnung
Michael Ebling und Marita Boos-Waidosch bei der Auszeichnung
Bild: Matthias Rösch

Mainz (kobinet) Wenn man nach behinderten Menschen sucht, die 25 Jahre lang das Amt als Behindertenbeauftragte in einer Landeshauptstadt ausgeübt haben und immer noch voll des Elans sind, dann muss man lange suchen. In Mainz wird man fündig. Dort wurde heute Marita Boos-Waidosch für ihr 25jähriges ehrenamtliches Engagement als Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz von Oberbürgermeister Michael Ebling mit der renommierten Gutenberg-Statuette der Landeshauptstadt Mainz ausgezeichnet.

"Frau Boos-Waidosch hat sich mit enormer Kontinuität in außerordentlicher Weise um die Landeshauptstadt Mainz verdient gemacht. Der Aufgabe als ehrenamtliche Beauftragte der Landeshauptstadt Mainz für die Belange von Menschen mit Behinderung widmete sie einen Großteil ihres Lebens. Anlässlich ihres Ausscheidens aus dem Amt möchte ich Frau Boos-Waidosch als Dank und Anerkennung für ihr hervorragendes Engagment am 5. Dezember 2018 um 14.30 Uhr im Valencia-Zimmer des Mainzer Rathauses mit der Gutenberg-Statuette der Landeshauptstadt Mainz auszeichnen", heißt es in der Einladung vonseiten des Mainzer Oberbürgermeisters Michael Ebling.

Marita Boos-Waidosch verkörpert wie kaum jemand anderes das Engagement für Menschenrechte, Gleichstellung und Inklusion in Mainz und weit über die Grenzen der Stadt hinaus. In den 90er Jahren brachte sie viele Ideen aus den USA in die Stadtpolitik ein, wo sie zeitweise gelebt und die dortige Antidiskriminierungsgesetzgebung kennen gelernt hatte. Vor allem der Kampf für barrierefreie Busse und Straßenbahnen kennzeichneten die ersten Jahre ihrer Amtszeit, genauso wie der stetige Kampf für eine barrierefreie Gestaltung von Gebäuden, Straßen und Plätzen. Die Inklusion lag ihr schon am Herzen als in Deutschland das Wort noch kaum bekannt war, sei es im schulischen Bereich, beim Wohnen oder bei der Arbeit. So gibt es in Mainz mittlerweile viele inklusive Angebote, auch wenn für Marita Boos-Waidosch diese Mission noch lange nicht beendet ist.

Nach ihrer 25jährigen Tätigkeit als ehrenamtliche Behindertenbeauftragte hat sie entscheidend dazu beigetragen, dass diese Position nun hauptamtlich ausgeübt werden kann und konnte sozusagen ihren ehrenamtlichen Dienst quittieren. Doch als politisch denkender Mensch bleibt Marita Boos-Waidosch der Mainzer Kommunal- und damit sicherlich auch der Behindertenpolitik erhalten. Vor kurzem wurde sie auf den sehr aussichtsreichen Listenplatz 5 der Liste von Bündnis 90/Die Grünen für die Kommunalwahl 2019 gewählt. Sie könnte zukünftig also direkt im Stadtrat der Landeshauptstadt die Züge der Politik mitbestimmen. Der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Matthias Rösch, gratulierte Marita Boos-Waidosch ganz herzlich zu der hohen Auszeichnung und zu ihrem großen und langjährigen Engagement ohne dieses Mainz heute nicht die Stadt wäre, die sie ist - eine Stadt der Vielfalt und Toleranz.