Erstmals eine Frau an der Spitze des DVBS

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Logo des DVBS
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Bild: DVBS

Marburg (kobinet) In der 100jährigen Geschichte des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) hat mit Marianne Preis-Dewey zum ersten Mal eine Frau die Geschäftsführung des bundesweit tätigen Selbsthilfevereins mit Hauptsitz in Marburg übernommen.

Am 1. November 2018 hat Frau Preis-Dewey als Geschäftsführerin des DVBS e.V. die Nachfolge von Klaus Winger übernommen. Mit ihrem Tätigkeitsbeginn ist damit zum ersten Mal die Führung des Vereins mit zwei Frauen besetzt, denn seit 2016 hat bereits Ursula Weber den 1. Vorsitz im Vereinsvorstand inne. Dies ist für den Verein, der 1916 von Carl Strehl und Alfred Bielschowsky als „Verein blinder Akademiker Deutschlands“ (VbAD) gegründet wurde, ein Novum.

Sicherlich hat die ursprüngliche Konzentration auf Akademiker eine große Rolle dabei gespielt, dass der Verein lange Zeit männlich dominiert war. Inzwischen hat sich die Geschlechterverteilung durch alle Gremien des Vereins hinweg fast vollständig ausgeglichen. Frau Preis-Dewey – selbst fast blind – ist diplomierte Übersetzerin und arbeitete lange Zeit als Fachübersetzerin für Technik. Nach einigen Jahren in den USA kehrte sie 2008 nach Deutschland zurück und arbeitete zuletzt im Bereich Barrierefreie Information und Kommunikation Frankfurt. Außerdem ist sie seit 2010 freiberuflich als Business Workshop-Trainerin für den Dialog im Dunkeln® tätig.

Matianne Preis-Dewey bringt langjährige Erfahrungen in der Arbeit der Selbsthilfe, sowohl in Deutschland als auch in den USA, mit und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Akteuren innerhalb und außerhalb des Vereins.

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