Contergan-Opfer durch Stiftung geschädigt statt entschädigt?

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Bild: ht

Karlsruhe (kobinet) "Werden Contergan-Opfer durch Stiftung geschädigt statt entschädigt?" Dieser Frage wirft Friederike Winter aus Karlsruhe mittels einer Presseerklärung auf. Hinergrund dieser Frage ist, die Klage von 13 Betroffenen beim Verwaltungsgericht in Köln gegen die Conterganstiftung auf Anerkennung von Gefäß- bzw. Nervenschäden in den Extremitäten.

Die Conterganstiftung wurde vom Gesetzgeber 1971 zur finanziellen Entschädigung der Contergan-Opfer (Conterganrente) gegründet. In der BRD leben derzeit noch ca. 2500 Überlebende. Alle im Zusammenhang mit der Einnahme von Thalidomid durch die Mutter während der Schwangerschaft verursachten Schädigungen - auch solche die erst zu einem späteren Zeitpunkt entdeckt werden - sollen laut Gesetzestext entschädigt werden. Die Anerkennung dieser sogenannten Spätschäden ist Aufgabe der ärztlichen Gutachterkommission der Conterganstiftung- eigentlich. Nun klagen ca. dreizehn Betroffene beim Verwaltungsgericht in Köln gegen die Conterganstiftung auf Anerkennung von Gefäß- bzw. Nervenschäden in den Extremitäten. Komplette Arterien in den Armen und Beinen fehlen ihnen von Geburt an, oder sind unterentwickelt (hypoplastisch). Nerven in den Armen sind zu dünn oder zusammengewachsen-auch bei augenscheinlich weniger Geschädigten", heißt es in der Presseinformation.

Link zu weiteren Infos