Asyl-Anträge muss es auch in Leichter Sprache geben

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Charlotte Feninger
Charlotte Feninger
Bild: Esther Schmidt

Freiburg (kobinet) "Inklusion muss nicht zu extra Kopfarbeit auswachsen, Inklusion ist ein Ausdruck vom Selbst-Verständnis", so bringt es die Inklusionsbotschafterin Charlotte Feninger auf den Punkt. Ob im Wohn-Quartier, bei der Arbeit, in der Freizeit oder bei ihrem Engagement - die Inklusionsbotschafterin Charlotte Feninger zeigt täglich: Inklusion lässt sich einfach mit-teilen. So zum Beispiel die Inklusion von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Eine gute Gelegenheit bot sich am 26. November 2018 im Historischen Kaufhaus in Freiburg bei der Eröffnungs-Veranstaltung zum Thema Aktualisierung Leitbild Migration und Integration der Stadtgesellschaft.

Wie die Stadt Freiburg informierte, war dieser Event der Startschuß für einen groß angelegten Beteiligungsprozess. Mit dabei war Charlotte Feninger. Folgende Fragen von der Stadt wurden gestellt: "Was wollen wir in Bezug auf Integration gemeinsam erreichen?" und "Welche Werte und Prinzipien sollen unser Handeln dabei leiten?" Alle Bürger und Bürgerinnen waren eingeladen, sich in einem der Workshops zu beteiligen. Dabei nutzte die Inklusionsbotschafterin die Möglichkeit, um im gemeinsamen Raum ihre Anregungen, Forderungen und Hoffnungen mitzuteilen. Einen besonders wichtigen Wunsch trug Charlotte Feninger von ihrer Arbeit bei einem Freiburger integrativ-ökologischen Hotel speziell bis zu dieser Veranstaltung, nämlich: "Anträge für das Asylverfahren muss es auch in Leichter Sprache geben."

Die Idee war Charlotte Feninger gekommen, als sie begann, ihre neue syrische Arbeits-Kollegin beim Deutsch-lernen regelmäßig zu unterstützen. "Ich erfuhr, dass geflüchtete Menschen einen 20 Seiten Antrag in schwerer Sprache ausfüllen müssen." Zu kompliziert, zu verwirrend und ein Hindernis-Lauf. Wo ist die Version in Leichter Sprache? Oder zumindest in einfacher? fragt Charlotte Feninger.

Wie die Inklusionsbotschafterin weiter von der Veranstaltung berichtete, waren sehr viele Menschen gekommen. Menschen mit Behinderung und Menschen ohne, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen ohne, Menschen mit diesem oder ohne jenes – Menschen, welche sich Inklusion wünschen. Das Fazit von Charlotte Feninger lautet: "Die Veranstaltung war total spannend und sehr interessant. Ich wünsche mir noch viel mehr zum Thema geflüchtete Menschen und Behinderung."

Link zur Presseinformation der Stadt Freiburg zur Veranstaltung

Inhalt: Charlotte Feninger, Text: Esther Schmidt. Beide tätig als Inklusionsbotschafter-Team im Projekt Freiburger Unabhängiges Netzwerk Inklusion, kurz: Freibuni