Mehr Unterstützung für Frauen mit Behinderungen gefordert

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Bild: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Heute ist Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die Zahlen der Kriminalstatistik sind alarmierend, denn sie zeigen: In Deutschland wurden im Jahr 2017 138.893 Menschen von ihrem Partner oder Ex-Partner misshandelt, gestalkt oder bedroht. Davon sind 82% Frauen.

Menschen mit Behinderungen haben ein 2-3 Mal höheres Risiko, Opfer von Gewalt zu werden. Doch nicht jede Tat wird bekannt, die Dunkelziffer liegt sehr viel höher. „Die Beratungsstrukturen und die geschützte Unterbringung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen müssen deutlich verbessert werden,“ so Jürgen Dusel. Da sind Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gleichermaßen gefordert. Lücken im Unterstützungssystem müssen zügig und bedarfsgerecht geschlossen werden. Barrierefreiheit und örtliche Erreichbarkeit müssen sowohl für Beratungsangebote als auch für Schutzeinrichtungen zum Standard werden. Gestärkt werden muss auch die professionelle Begleitung nach der akuten Krise - damit der Übergang in ein verändertes Leben nachhaltig gelingen kann.“

Jürgen Dusel unterstützt vor diesem Hintergrund die Kampagne „Wir brechen das Schweigen“ des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen. Das Hilfetelefon bietet Beratung für Frauen mit Behinderungen, zum Beispiel in leichter Sprache oder in Gebärdensprache.

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