Erwachsenenschutzrecht in Österreich

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Fahne Österreich
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Wien (kobinet) Während hierzulande die Diskussion darüber, wie das Betreuungsrecht und das Wirken der gesetzlichen BetreuerInnen entsprechend den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention weiterentwickelt werden kann, ist in Österreich bereits am 1. Juli 2018 das neue Erwachsenenschutzgesetz in Kraft getreten. Aus "Sachwaltern" wurden dort "Erwachsenenvertreter". "Damit geht eine umfassende Neuerung einher, welche einen Paradigmenwechsel zum Wohle der Betroffenen darstellt", heißt es in einer Broschüre zu den neuen gesetzlichen Regelungen in Österreich, die in einem intensiven Partizipationsprozess erarbeitet wurden, wie Martin Ladstätter von BIZEPS Wien mitteilte.

"Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können." Dieses Zitat von Abraham Lincoln hat der österreichische Vizekanzler und Justizminister Dr. Wolfgang Brandstetter in der Einführung zur Broschüre vorweggestellt. Dieses macht deutlich, worum es bei der gesetzlichen Neuregelung geht. Die Entscheidungen der Betroffenen sollen nicht durch Entscheidungen durch die gesetzlichen BetreuerInnen ersetzt werden, sondern die Betroffenen sollen dabei unterstützt werden, möglichst viele Entscheidungen selbst treffen zu können.

Link zur Informationsbroschüre zum Erwachsenenschutzrecht in Österreich