Im Geist Carl von Ossietzkys geehrt

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Profilbild  zur Auszeichnung
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Bild: ILfMr

Berlin (kobinet) Die kurdische Kommunalpolitikerin Leyla Imret aus Cizre/Türkei und Diplom-Sozialarbeiter Ottmar Miles-Paul aus Kassel werden für ihre Zivilcourage und ihren Einsatz bei der Verwirklichung der Menschenrechte mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2018 ausgezeichnet. Mit ihrem herausragenden Engagement, wurde heute vom Kuratorium der Internationalen Liga für Menschenrechte e.V. in Berlin mitgeteilt, setzen sich beide Auszuzeichnende mit allem Nachdruck für die Rechte benachteiligter Menschen ein und lenken den Blick der Öffentlichkeit auf die soziale und politische Ausgrenzung von Menschen. Die festliche Verleihung findet am 16. Dezember um 11:00 Uhr im Grips Theater, Altonaer Str. 22, 10557 Berlin, statt.

Seit über 30 Jahren engagiert sich Ottmar Miles Paul, Jahrgang 1964, in der Behindertenbewegung, so der Vorstand der Liga in seiner Presseinformation. Als Buchautor, als ehrenamtlich arbeitender Publizist sowie als Initiator des Online-Informationsportals „kobinet-nachrichten" helfe er mit seinen täglichen Beiträgen Menschen mit Behinderungen, ihre Rechte einzufordern. Maßgeblich wirkte er an der Entwicklung eines weitgefächerten Netzwerkes von gemeindenahen Beratungszentren mit, die heute von behinderten für behinderte Menschen betrieben werden und Zentren für selbstbestimmtes Leben sind. Damit habe er sich um wesentliche Fortschritte hin zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung und zum inneren Frieden einer inklusiven Gesellschaft verdient gemacht.

Die Carl-von-Ossietzky-Medaille wird von der Liga seit 1962 verliehen, um Personen und Gruppen im Geist des Publizisten, Pazifisten, Menschenrechtsaktivisten und Friedensnobelpreisträger zu ehren. 2016 wurden das Seenotrettungsprojekt SOS-Mediterranee und der Dokumentarfotografen Kai Wiedenhöfer geehrt, 2014 Whistleblower Edward Snowden, die Filmregisseurin Laura Poitras und der Journalisten Glenn Greenwald.

Carl von Ossietzky war 1938 an den Folgen der Haft in Konzentrationslagern der Nazis gestorben. Als verantwortlicher Redakteur wurde er 1931 für einen Artikel, der die geheime Aufrüstung der Reichswehr enthüllte, im spektakulären Weltbühne-Prozess wegen „Verrats militärischer Geheimnisse“ zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.

Lesermeinungen zu “Im Geist Carl von Ossietzkys geehrt” (1)

Von TN

Sehr geehrter Herr Miles-Paul,
herzlichen Glückwunsch zu der Auszeichnung.

Mit freundlichen Grüßen,
TN.

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