Antidiskriminierungsstelle nimmt Arbeit auf

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Stuttgart (kobinet) Die baden-württembergische Landesregierung hat am 5. November die zentrale Antidiskriminierungsstelle des Landes (LADS) gestartet, an die sich künftig alle von Diskriminierung betroffenen Bürgerinnen und Bürger wenden können. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat die Anlaufstelle bei einer Veranstaltung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart offiziell ins Leben gerufen.

Die im Ministerium für Soziales und Integration angesiedelte LADS bildet künftig, neben acht lokalen Beratungsstellen, die zentrale Anlauf- und Informationsstelle des Landes in der Antidiskriminierungsberatung. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha: „Diskriminierung und Rassismus sind im Alltag leider alles andere als eine Seltenheit. Sie verhindern nicht nur gleichberechtigte Teilhabe, sondern sind Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Antidiskriminierungsarbeit ist deshalb nach wie vor unverzichtbar. Die zentrale Antidiskriminierungsstelle des Landes soll künftig dafür sorgen, dass jeder und jede am richtigen Ort auch die richtige, passgenaue Hilfe bekommt.“

Die LADS ist eine von mehreren Säulen der Beratung gegen Diskriminierung in Baden-Württemberg. Sie wird ergänzt durch lokale Beratungsstellen gegen Diskriminierung, die in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Bundes- und Landesmitteln an den Standorten Esslingen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Reutlingen/Tübingen und Stuttgart aufgebaut wurden. Zudem wird das Angebot seit diesem Sommer durch eine digitale Onlineberatung ergänzt. Unter dieser Internetadresse können sich Betroffene per E-Mail, Einzelchat oder Video auch anonym beraten lassen.

Die Antidiskriminierungsberatung erfolgt auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG). Das Gesetz hat zum Ziel, Benachteiligungen aus Gründen der ethnischen Herkunft oder aus rassistischen Gründen, wegen des Geschlechts, wegen der Religion oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung, wegen des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Eine Diskriminierung im Sinne des AGG ist die Ungleichbehandlung einer Person aufgrund eines oder mehrerer dieser Merkmale ohne sachlichen Grund. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn einer Person aufgrund eines ausländisch klingenden Namens eine Wohnung oder ein Arbeitsplatz vorenthalten wird.

Minister Lucha betonte abschließend: „Wir setzen bei der Bekämpfung von Diskriminierung auf Prävention, Beratung und Vernetzung. Dabei ist uns ganz besonders wichtig, den von Diskriminierung Betroffenen den Rücken zu stärken und mit ihnen gemeinsam Strategien zu entwickeln, um sich gegen Diskriminierung zu wehren.“

Lesermeinungen zu “Antidiskriminierungsstelle nimmt Arbeit auf” (6)

Von Dirk Hentschel

Zum letzten Text von rgr

Es ist doch bald Weihnachten - und bekanntlich darf man sich da etwas wünschen?!

Ich wünsche mir das ich hier in nicht all zu langer Zeit auf Kobinet folgendes lese (und in allen Medien Deutschlands):

Nach jahrelangen Kämpfen der deutschen Behindertenbewegung ist es nach vielen Fehlschlägen endlich gelungen aus den gemachten Fehlern zu lernen. Einem breiten Bündnis welches etwa 8 Mill. Menschen mit Behinderungen sowie deren Angehörige (Familienmitgliedern) von geschätzten weiteren 8 - 16 Mill. Menschen und weiteren Menschen aus dem direkten Freundeskreisen der Menschen mit Behinderungen ......... ist es gelungen der UN Behindertenrechtskonvention und dem Art. 3 GG an geeigneter Stelle das nötige Gehör zu verschaffen!

Aus den vorherigen vielen Absichtserklärungen entwickelt sich nun ein konkretes und terminiertes Ausstiegszenario - aus der längst überholten und nun bald der Vergangenheit angehörenden Behindertenhilfe!

,-)

Herzlichen Glückwusch zum Erfolg der JUMIKO bzw. den Menschen die dieser Erfolg zugute kommt

Dirk Hentschel



Von rgr

Bevor dieser Antidiskriminierung Blog schließt und die Gäste nach Hause finden. Heute gegen 13:45h erreichte mich die frohe Botschaft das die Kameradinnen und Kameraden im Werner Fuss Zentrum Party feiern. Die JUMIKO war ein voller Erfolg. Von Thüringens Justizminister Dieter Lauingers (B'90/Die Grünen) Einsatz ist dort aber nichts weiter berichtet.

Siehe: https://www.zwangspsychiatrie.de/

vgl.: https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39067/Protestaktion-der-BerufsbetreuerInnen-in-Berlin.htm

Von Behindert_im_System

Zitat:

"Minister Lucha betonte abschließend: „Wir setzen bei der Bekämpfung von Diskriminierung auf Prävention, Beratung und Vernetzung. Dabei ist uns ganz besonders wichtig, den von Diskriminierung Betroffenen den Rücken zu stärken und mit ihnen gemeinsam Strategien zu entwickeln, um sich gegen Diskriminierung zu wehren.“

Müssen einem da nicht die Tränen kommen bei soviel Anteilnahme?

Von rgr

@kirsti

Und sieh es mal so: PR ist das Recht auf das eigene Bild. Auch der Auftritt folgt allein dem Willen Dessen der sich darstellen will. Darin darf niemand gehindert werden. In Beziehung zu anderen drückt sich dabei auch immer der Respekt zur Öffentlichkeit und ein Gemeinsinn aus. Das muss man nicht auf dem Jahrmarkt machen, sondern sucht sich dafür den passenden Rahmen und die passenden Gäste.

All das wird von mir akzeptiert, weil ich auch nicht anders könnte als dies zu respektieren. So ist public. Das ist unsere Gesellschaft. Das sind ihre Regeln.

Von rgr

@kirsti

"Möglicherweise ist es Absicht der kobinet- Redaktion, ihre Leser und Leserinnen vor sich selbst zu schützen."

So habe ich auch mal geglaubt und mir ist eine 'Kindersicherung' eingefallen. Aber das ist Quatsch, weil wir keine Kinder sind die vor sich selbst geschützt werden müssen.

Diejenigen, welche durch public relation ihr Brot verdienen haben vor allem Angst das ihnen an gleichem Ort jemand widersprechen könnte.

Aber public relation, liebe Leute, ist nurmehr auch ein Verhältnis zur Öffentlichkeit.

Weil sie sie aber nun nur im Stillen hassen und verachten können suchen sie nach Medien, die ihnen zum einen alles abkaufen und zum anderen Kritik unterbinden. In diesem Prozess wandeln sich Medien in eine Gratis Postwurf Zeitung mit vielen Angeboten für billige Koteletts und Familienpackungen Nuss Nougat Creme.

Wenn ich wie gestern am Montag, den 5. November 2018 um 14:55 Andreas Richters ari-tv Firma, an unpassender Stelle, mit meiner Kritik vor aller Augen zersäge, dann hat das allein seinen Grund in der Sache.

Sich hinzustellen und der Öffentlichkeit zu erklären, das die Firma auf Köpfe zielt um das Portemonnaie zu treffen ist sowas von frech, das dieses nicht unwidersprochen bleiben darf.

Von kirsti

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38985/Wann-d%C3%BCrfen-Menschen-vor-sich-selbst-gesch%C3%BCtzt-werden.htm
Eine Anmerkung allgemeiner Art: Gleichsam durch die Hintertür ist die vor einiger Zeit angekündigte „Drohung“ der kobinet- Redaktion verwirklicht, keine Lesermeinungen zu den einzelnen Meldungen mehr zuzulassen. Durch den „Trick“, wahlweise und scheinbar willkürlich die Leserbrieffunktion zuzulassen oder zu deaktivieren, entsteht nun durch den „Trick“ der Leserbrief- Schreiber, ihre Meinung mit einem Link auf ein „deaktiviertes“ Thema zu versehen und sie unter einem gänzlich anderen Beitrag zu veröffentlichen, ein Kuddelmuddel, der das Lesen und Schreiben von Lesermeinungen zu einem Abenteuer „der anderen Art“ werden lässt.

Meine Meinung bezieht sich auf den Beitrag, das unter dem obigen Link veröffentlicht ist und das Thema behandelt, wann Menschen vor sich selbst geschützt werden dürfen. Möglicherweise ist es Absicht der kobinet- Redaktion, ihre Leser und Leserinnen vor sich selbst zu schützen.

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