Ausschweifender Lebensstil von Spenden finanziert?

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: omp

Bochum (kobinet) Dass bei so manchen mitleidtriefenden Spendenaktionen vor allem mit Sammlungen an Haustüren Vorsicht angesagt ist, macht ein neuer Fall in Bochum deutlich. Einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) zufolge muss sich nun der Vorsitzende eines Fördervereins für behinderte Kinder aus Bochum vor Gericht verantworten, weil er über 300.000 Euro veruntreut haben soll.

"Mit 315.000 Euro soll der 51-Jährige in den Jahren 2015 und 2016 einen laut Zeugen 'ausschweifenden Lebensstil' finanziert haben. Von einem 180-Quadratmeter-Penthouse mit Dachterrasse in der Innenstadt ist die Rede, von teuren Uhren und einem Mercedes für seine Lebensgefährtin, von 25.000 Euro Barabhebungen für unbekannte Zwecke, von Mietzahlungen vom Konto seiner Mutter, auf das er zuvor Spendengelder überwiesen habe, von Einkäufen in Super- und Baumärkten. Sogar das Taschengeld für den Sohn soll er vom „bekid“-Geld gezahlt haben", heißt es in dem WAZ-Bericht.

Link zum Bericht der WAZ

Lesermeinungen zu “Ausschweifender Lebensstil von Spenden finanziert?” (9)

Von rgr

Bitte dranbleiben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wohl auf Grundlage von §266 StGB [Untreue] und nicht etwa §263 [Betrug]. Das der Verein von vorn herein nicht zu dem Zweck gegründet und betrieben wurde, welcher im Vereinszweck angegeben wurde, wird gar nicht in Erwägung gezogen. Das Strafmaß, welches Thomas Heinze droht reduziert sich damit auf bis zu fünf Jahre.

Deshalb noch einmal: Heinze betrieb nicht nur Drückerkolonnen sondern beschäftigte auch Rechtsanwälte, welche Stefan Loipfinger von CharityWatch.de das Leben so schwer machten, das er aufstecken musste und seine Website einstellte.

Da es sich um Kriminalität im organisierten Maßstab handelt, werden seine unbehelligten Kumpanen das Geschäft unter anderem Namen weiterführen.

Es wurde demnach gar nicht in Richtung organisierte Kriminalität ermittelt.

Von rgr

Ich will jetzt nur noch erfahren mit welchem Paragraphen des Strafgesetzbuches Thomas Heinze angeklagt ist. §263 [Betrug] in einem schweren oder minder schweren Fall?

Von rgr

Staatsanwaltschaft hat gepennt

Und noch eine Meldung aus dem Jahr 2010 (!) in welcher die Tätigkeit dieses Mannes und seiner Ehefrau beschrieben ist. http://www.charitywatch.de/?id=1352

Ich frage deshalb nochmal: Warum werden die Ermittlungen nicht auf das Finanzamt für Körperschaften ausgedehnt?

Dieses Ganoven Pärchen war doch schon 2010 mit der gleichen Masche auffällig.

Vermutlich jahrelange Ermittlungen im Feld Organisierte Kriminalität und nur ein Angeklagter?

Von rgr

Warum werden die Ermittlungen nicht auf das Finanzamt für Körperschaften ausgeweitet?

Von rgr

Warum nur Thomas Heinze angeklagt wird und nicht auch seine Vereinskollegen ist bemerkenswert.

Von rgr

Und da haben wir auch schon den Namen des Angeklagten. Er heißt Thomas Heinze. -> http://www.regiomelder-taunus.de/detailansicht/news/2014/maerz/vorsicht-bekid-auf-zweifelhafter-spenden-tour-in-sulzbach.html

Von rgr

Sieht so aus als hätte bekid bundesweit seit 2009 mit Drückerkolonnen gearbeitet. Da hat der Verein wohl zahlreiche Kontakte zur organisierten Kriminalität. Siehe Anwerbung von Drückern in 'Soltau': https://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic60786.html

Und das soll nicht aufgefallen sein? Lächerlich!

Von rgr

Aah, „bekid“-Geld nun doch. Behinderte Kinder in Deutschland e.V.

Wenn man bedenkt, das der Verein schon 2009 wg. intransparentem Verhalten auffällig wurde, dann fragt sich doch, wer so lange das Händchen über diesen Verein gelegt hat.

Ein solcher Raubzug ohne Mitwisser die die Hand aufhalten? Einfach nicht vorstellbar! Was ist, wenn die Veruntreuung schon länger wärt als 2015/2016?

siehe: http://www.charitywatch.de/?nv=1556&gid=7254

Von rgr

Lieber Ottmar Miles-Paul

Deinem Beitrag und dem Betrag in WAZ fehlt es an Recherche. Der Name des Beschuldigten und der Name des Vereins wird nicht genannt. Dabei könnte diese Information für den Ablauf des Prozesses wichtig werden. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an eine Begegnung oder Begebenheit und kann so Erinnerungen besser einordnen und noch in den Prozess einbringen.

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