Aufbruch in solidarische Gesellschaft

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Profilbild der Demo
Profilbild der Demo
Bild: Hashtag unteilbar

Berlin (kobinet) Ein Signal der Hoffnung nannte das #unteilbar-Bündnis die Demo von 242 000 Menschen in Berlin, die gestern Abend am Großen Stern mit Auftritten prominenter Künstler zu Ende ging. Das Ereignis sei ein Aufbruch in eine solidarische Gesellschaft, der nun weiter gehen müsse.

In einer kleinen Gruppe Berliner Behindertenaktivisten hat Matthias Vernaldi an der Demo teilgenommen. Auf seiner facebook-Seite wurde darüber diskutiert.

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Lesermeinungen zu “Aufbruch in solidarische Gesellschaft” (4)

Von Behindert_im_System

Hallo rgr,

in der Tagesschau etc. war unter anderem mit Herrn Schneider gesprochen worden. Also wurden die Namen von mir nicht erfunden, zumal wir ja immer wieder hier vernehmen dürfen, was die Meinungen vermitteln sollen, aber Meinungen keine Probleme lösen und mit Parolen schon gar nicht.

Grönemeyer hatte sich auch vor der Kamera geäußert, was man zur Kenntnis nehmen kann, was aber nicht bedeutet, dass sein Wort so viel Gewicht hat, innerhalb eines Jahres den Wohlstand mit Solidarität für alle Menschen mit Behinderung, besonders unseren Schwächsten, einen Durchbruch zu ermöglichen.

Für mich zählen Taten, aber keine Aktionen irgendwelcher Trittbrettfahrer die sich unserer Schicksale bedienen, aber am aller wenigsten zum Fortschritt bisher beigetragen haben.

Zur Lösung unserer Probleme wünschte ich mir mal von Herrn Maas, das er mit einer derartigen Intensität unsere Probleme so angehen würde, wie es bei der Ehe für alle innerhalb von drei Monaten geschah.

Von rgr

@Behindert_im_System am 14. Oktober 2018

Ich war am Sonnabend auf dem Alex und schaute wohl neunzig Minuten am U-Bahn Ausgang 'Haus des Lehrers' nach bekannten Gesichtern, doch in der riesigen Menschenmenge konnte ich niemandem zuwinken. Die Menge war beeindruckend. Wohlgemerkt eine entspannte Menge und zu keinem Zeitpunkt eine Masse. Mein Eindruck war: 'Die kriegen das schon hin'. Beruhigt fuhr ich wieder in meine Wohnung und setzte meinen Sonnabend fort. Von den Redebeiträgen habe ich keinen gehört. Deshalb meine Frage: Was stimmte Sie so ungnädig?

Von Behindert_im_System

Da eine Leserkommentierung erneut nicht zugelassen oder gewollt ist, muss man halt improvisieren.

Infos zu Modellprojekten zum Teilhabegesetz:

Zitat:
"Die BAGüS informiert auf ihrer Internetseite auch über die Umsetzung der modellhaften Erprobung der ab 2020 geltenden gesetzlichen Regelungen. Das Angebot ist neu, soll nach und nach ausgebaut und auch aktualisiert werden", schrieb Carsten Mertins, Geschäftsführer der BAGüS, den kobinet-nachrichten.“

Zitat 2:

„Die Wirkungen der reformierten Eingliederungshilfe sollen noch vor Inkrafttreten zum 1.1. 2020, in ihren praktischen Auswirkungen bei den Trägern der Eingliederungshilfe modellhaft - zum Beispiel "virtuell" anhand konkreter Einzelfälle - erprobt werden.“

Hier trennen sich wieder Theorie und Praxis, denn die BAGüS kann nur empfehlen, aber deren Mitglieder sind nicht an die Empfehlungen gebunden. Was besondere Fragen aufwirft, warum wieder Bayern mit einem derartigen Modellprojekt betraut wurde, hat man in den zurückliegenden Jahren nichts gelernt, wo eigentlich die wahren Probleme liegen?

Wenn jetzt schon die Stimmen unserer Peiniger zunehmen auf Kobinet und sich die Redaktion als das Sprachrohr der Bezirke entwickelt, dann sollte man sich wirklich einmal die berechtigte Frage stellen, auf wessen Seite steht KOBINET wirklich, oder ist es die Dankbarkeit dafür, das Projekte immer mehr gefördert werden, auch wenn der Sinn und Zweck den Vorteil für alle nicht erkennen lässt und die angebliche Solidargemeinschaft langsam ihre Glaubwürdigkeit verliert.

Von Behindert_im_System

Viel mehr als eine Demonstration: Ein Ereignis. Ein Zeichen. Ein Aufbruch.
Wir Bleiben……

Natürlich bleiben wir, wo sollten wir denn auch hin?

Nur sollten wir die Frage, wo bleiben wir, nicht mit irgendwelchen Lippenbekenntnissen uns beantworten lassen, sondern darauf drängen, das den unzähligen Lippenbekenntnissen endlich auch die Taten folgen, welche so dringend nötig wären, um dem gerecht werden zu können, was man gern Solidarität nennt aber wenn, dann nicht immer nur den Blick auf den eigenen Vorteil signalisiert.

So sind alle Happy und die Ideenspender welche ja nun reichlich vorhanden waren haben es wieder mal geschafft, neue Ideen zu fordern, den Ratten von rechts die Schuld zuzuweisen indem man wieder behauptet, aus der Richtung kommt der Feind.

Nur was machten denn alle, welche sich gern des Feindbildes bedienen wie sie es gern sehen, wenn es die Ratten gar nicht gäbe? Wäre dann die Gleichheit vor dem Gesetz, die Würde des Menschen und die Solidarität mit unseren schwächsten Leidensgefährten besser?

Solange diese Gesellschaft es nicht vermag mit Taten ohne den Blick auf den eigenen Vorteil, etwas an Glaubwürdigkeit zu vermitteln, Voraussetzungen zu schaffen, das dem was man als Ratten und auch als sonstiges bezeichnet den Nährboden zu entziehen und dies noch mit dem eigenen Versagen entschuldigt, sollte man die Klappe halten, denn so kann man vielleicht blenden, aber nicht überzeugen.

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