Gemeinsame Initiative gegen vorgeburtliche Bluttests

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: ht

Berlin (kobinet) Seit 2012 werden Schwangeren vorgeburtliche Bluttests angeboten, die u.a. untersuchen, ob das Kind mit Down-Syndrom auf die Welt kommen würde. Gegenwärtig wird geprüft, ob die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für diese Tests übernehmen. Die gesellschaftlichen Auswirkungen und ethischen Fragen, die sich durch die Anwendung der Tests ergeben, werden hingegen von keiner Instanz geprüft und bewertet, heißt es in einer Ankündigung für eine Pressekonferenz zum Thema "Vorgeburtliche Bluttests – wie weit wollen wir gehen?" von Bundestagsabgeordneten aus verschiedenen Fraktionen am 12. Oktober.

Weiter heißt es in der Einladung zur Pressekonferenz: "Menschen mit Down-Syndrom kommen mit ihrer Perspektive auf ihr Leben, ihre Ziele und Wünsche, wie auch ihre Sichtweise auf diese Tests ebenso wenig zu Wort. Wir sind deshalb der Meinung, dass es unbedingt notwendig ist, eine parlamentarische Debatte zu beginnen, um die ethischen und gesetzgeberischen Fragestellungen zu diskutieren, die sich mit der Zulassung solcher Diagnoseverfahren ergeben. Diese Debatte ist auch deshalb so dringend nötig, weil absehbar ist, dass molekulargenetische Bluttests in naher Zukunft noch viel mehr Möglichkeiten eröffnen."

An der Pressekonferenz am 12. Oktober um 10:30 Uhr im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin werden u.a. Jens Beeck MdB, FDP, Rudolf Henke MdB, CDU/CSU, Corinna Rüffer MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Dagmar Schmidt MdB, SPD
Kathrin Vogler MdB, Die Linke und Sebastian Urbanski, Schauspieler und Synchronsprecher.

 

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