Ziviler Ungehorsam lässt Hoffnung wachsen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Ilja Seifert
Ilja Seifert
Bild: Privat

Berlin (kobinet) Die Proteste und Vorkommnisse im Hambacher Forst haben Dr. Ilja Seifert veranlasst, einen Kommentar zum zivilen Ungehorsam zu verfassen, den er den kobinet-nachrichten zur Verfügung gestellt hat. Für Ilja Seifert lassen die Aktivitäten des zivilen Ungehorsams im Hambacher Forst Hoffnung aufkommen, Dinge verändern zu können.

Kommentar von Dr. Ilja Seifert

Im Hambacher Forst zeigt sich, dass ein konkretes Beispiel rücksichslos kapitalistischer Ausbeutung der Natur (durch einen privaten Konzern) und brutal neoliberaler Unterdrückung demokratischen Protestes (durch die Regierung) das Faß aufgestauten Unmuts zum Überlaufen bringt. Demokratieverhöhnende Polizeigesetze, Pflegeskandal und Mietenwucher tun ein Übriges. Ziviler Ungehorsam ist stark. Wer das einmal erspürt hat, schöpft zusätzliche Kraft. Eine solche Bewegung lässt Hoffnung wachsen und neuen Optimismus anschwellen. Die Zukunft kann friedlich und ökologisch sein, solidarisch und für Alle offen (barrierefrei)!

Es sei daran erinnert, dass es im Spätsommer/Herbst 1989 in der DDR ähnlich begann. Bis dahin als monolithisch erscheinende Machtstrukturen zerbröselten binnen weniger Wochen. Ein (kleiner) Zeitraum bürokratieloser Freiheit öffnete sich. Wer dabei war, wird dieses Glückgefühl nicht vergessen. Allerdings kennen wir auch den weiteren Verlauf der Geschichte: kapitalistische Restauration ursupierte die von Unten erkämpfte Freiheit ...

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