Inklusive Ausbildung ermöglicht

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: UnternehmensForum

Berlin (kobinet) Mehr jungen Menschen mit Behinderung eine inklusive Ausbildung zu ermöglichen – das war erklärtes Ziel des "Inklusionsprojekts zur gemeinsamen Ausbildung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung" – kurz !nkA. Vor kurzem beging das Projekt in Berlin seinen offiziellen Abschluss und die Bilanz kann sich sehen lassen. Knapp 40 Jugendliche konnten im Rahmen des Projektes ihre Ausbildung beginnen und zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt. Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) war bei der Veranstaltung dabei und hat die kobinet-nachrichten auf das interessante Projekt aufmerksam gemacht. 

Die Ausbildungen sind fast alle erfolgreich abgeschlossen, so das Fazit von Projektkoordinatorin Annetraud Grote, inklusive Ausbildung gelingt! Initiiert wurde das Projekt vom UnternehmensForum, einem Verbund großer und mittelständischer Unternehmen. Schirmherr des Projektes ist Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Noch immer haben es junge Menschen mit einer Schwerbehinderung nicht leicht, ihre Fähigkeiten in einer regulären Ausbildung unter Beweis stellen zu können. In den vergangenen Jahren fehlten oftmals die Chancen auf einen inklusiven Ausbildungsplatz und damit auf eine berufliche Karriere, erklärt der Vorstandsvorsitzende des UnternehmensForums Olaf Guttzeit. Hier setzte das Inklusionsprojekt !nkA an – ganz bewusst als Initiative aus der Wirtschaft gestartet, um so praxisnah wie möglich zu agieren, heißt es in einer Ankündigung auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Insgesamt 38 inklusive Ausbildungsplätze wurden für junge Menschen mit Behinderungen geschaffen: darunter Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen, körperliche Einschränkungen, innere Erkrankungen, multiple Sklerose und Autismus. 14 Unternehmen und Institutionen boten inklusive Ausbildungsplätze in insgesamt 14 Berufen an und passten ihre Ausbildungsstrukturen dabei an die Bedürfnisse der schwerbehinderten Jugendlichen an. Und das ist auch das Geheimnis des Erfolges, weiß Projektkoordinatorin Annetraud Grote: Eine inklusive Ausbildung, die Art und Schwere von Behinderungen berücksichtigt, ist die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Weg ins Arbeitsleben - und ein Gewinn für die Arbeitgeber.

Link zu weiteren Infos zum Projekt