Vorbilder für Toleranz ausgezeichnet

Veröffentlicht am von Jens Wegener

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Bild: Aktion Mensch e.V.

Berlin (kobinet)  Diversität, Inklusion und ein respektvoller Umgang miteinander – diese Werte möchte der bundesweite Wettbewerb fair@school an Schulen etablieren und fördern. In Berlin fand nun die festliche Preisverleihung statt bei welcher drei Schulen als Vorbilder für Toleranz, Fairness und Diversität ausgezeichnet wurden.

Bereits zum zweiten Mal zeichnen der Cornelsen Verlag und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes drei vorbildhafte Projekte aus, die sich gegen Diskriminierung und für Chancengerechtigkeit im Schulalltag einsetzen. Mehr als 50 engagierte Schulen reichten dazu Projekte ein, die zeigen, wie Toleranz, Interkulturalität und Inklusion zu einem festen Bestandteil des Schulalltags werden können. Sie sollten die Unterrichts- und Lernkultur der Kinder und Jugendlichen verändern, nachhaltig angelegt sein und auch an anderen Schulen zum Einsatz kommen können.

Das Zentrum für Bildungsintegration (ZBI) der Stiftung Universität Hildesheim begutachtete die eingereichten Projekte. Anschließend wählte eine Fachjury die Preisträger aus. Den ersten Preis in Höhe Euro erhielt die Berufsfachschule Sozialassistenz Berlin. Das Projekt „Interkulturelles Lernen“ bildet seit 2010 einen Bestandteil des Lehrplans an der Berufsbildenden Schule. In interkulturellen Lernprojekten und an Projekttagen greifen die Lehrkräfte brisante Themen wie Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus auf und planen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Ausstellungen, Vorträge und Diskussionsrunden. Dadurch werden die Lernenden nicht nur für diese Themen sensibilisiert; auch das Klassenklima verbessert sich, da untereinander ein offener und intensiver Austausch über unterschiedliche Herkunft, Lebensweisen und Traditionen erfolgt.

Der zweite Preis ging an das Comenius-Gymnasium Deggendorf für das Projekt „AntidiskriminierungstrainerInnen am Comenius“. Seit 2014 werden dabei jährlich 30 Schülerinnen und Schüler zu Antidiskriminierungstrainerinnen und -trainern ausgebildet. In selbst organisierten Workshops und an Thementagen zeigen diese ihren Mitschülerinnen und Mitschülern mithilfe verschiedener Methoden, wie sie mit Diskriminierungen jeglicher Art umgehen können. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler sind davon begeistert – auch die Lehrkräfte und Eltern beteiligen sich an den Projekten. Zudem ist geplant, eine benachbarte Realschule bei der Entwicklung eines eigenen Antidiskriminierungsprojekts zu unterstützen.

Die Sophie-Scholl-Gesamtschule Hamm erhielt den dritten Preis. Die Inklusions-Klasse 6f erarbeitete in ihrem Projekt „Schön, dass wir bunt sind - Vielfalt als Bereicherung“ ein szenisches Spiel, in dem Inklusion als erstrebenswertes Miteinander vermittelt wird. Die Klasse führt das Theaterstück – inklusive eines selbstgeschriebenen Raps – auf zahlreichen Schulfesten vor den dort anwesenden Lehrenden, Lernenden und Familienmitgliedern auf. Damit zeigen die Kinder ihren Mitschülerinnen, Mitschülern und allen anderen Anwesenden, dass Akzeptanz, Vielfalt und ein respektvoller Umgang untereinander wichtig und zu unterstützen sind.

„Die eingereichten Projekte haben Vorbildcharakter für andere Schulen“, sagte Bernhard Franke, der stellvertretende Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. „Sie senden das klare Zeichen: Der Einsatz für Respekt und gegen Diskriminierung lohnt sich: Denn von einem fairen Schulalltag und diskriminierungsfreier Bildung profitieren alle.“ Frank Thalhofer, Geschäftsführer im Cornelsen Verlag, ergänzt: „Für eine Gesellschaft, in der Diversität, Inklusion und Migration selbstverständlich sind, müssen wir uns bereits in der Schule frühzeitig für Offenheit, Toleranz und Respekt einsetzen.

Die Preise wurden im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) festlich verliehen.

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