Tagung der BAR „Beratung der Reha-Träger trifft EUTB“

Veröffentlicht am von Andreas Vega

Erste Expertenrunde im Plenum des BAR Fachgespräches
Erste Expertenrunde im Plenum des BAR Fachgespräches
Bild: Andreas Vega

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) veranstaltete in der vergangenen Woche ein Fachgespräch in Kassel. Betitelt war diese Tagung mit „A trifft B“. Im „Haus der Kirche“ in der Wilhelmshöher Allee trafen am 5. und 6. Juni 2018 Berater*innen und Vertreter*innen der Rehabilitationsträger auf solche der „EUTB“, um sich auszutauschen, aber auch gegenseitige Erwartungen zu formulieren.

120 Teilnehmer*innen der Rehabilitations- und Sozialversicherungsträger, Beraterinnen und Vertreterinnen der EUTB – Stellen waren aufgerufen sich an Diskussionen und Vorträgen zum Thema Beratung für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu beteiligen. „Seit 1. Januar 2018 können Ratsuchende neben der Beratung der Reha-Träger auch eine ergänzende unabhängige Teilhabeberatung in Anspruch nehmen“ hieß es in dem Programmflyer zur Veranstaltung. Auf der Veranstaltung sollten Fragen, wie sich die Beratungslandschaft verändern wird und was es für die jeweiligen Beraterinnen bedeutet, wie komme ich mit den verschiedenen Anbietern der Beratungsangebote in Kontakt, wie werden die Rollen für die unterschiedlichen Beratungsangebote definiert und gibt es die Möglichkeit einen Einblick in die Aufgaben und Arbeitsweisen der unterschiedlichen Beratungsträger zu bekommen, angerissen werden.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Matthias Berg, ehemalig erfolgreicher Teilnehmer der Paralympics und Coach / Mediator. Die Eröffnungsrede hielt Janine Kolbig vom Zentrum Selbstbestimmt Leben Nord. Es folgten Grußworte von Dr. Helga Seel - Geschäftsführerin der BAR und Fr. Vanessa Ahuja – neue Leiterin der Abteilung V im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Belange behinderter Menschen, Prävention und Rehabilitation).

Zur Einstimmung gab es zunächst eine Expertenrunde unter anderem mit Prof. Dr. Gudrun Wansing des Instituts für Rehabilitationswissenschaften (Humboldt Universität Berlin), Bernd Giraud (BAR) und Pandelis Chatzievgeniou (fib e. V., Peer-Counselor). Hier wurden Aspekte der Beratungsarbeit in den verschiedenen Ansätzen diskutiert. Um die Bedürfnisse, Wünsche und Vorurteile der verschiedenen Träger zu benennen, wurden am Nachmittag drei Workshops durchgeführt. Als Ergebnis kristallisierte sich heraus, dass es ein erhebliches Unwissen, aber auch einen starken Wunsch nach gegenseitiger Information und Vernetzung gibt. Die Ergebnisse wurden noch einmal andiskutiert und gesammelt.

Am Folgetag hielt Prof. Dr. Katja Nebe von der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg einen Impulsvortrag über die rechtlichen Aspekte von Beratung. In ihrer kurzweiligen und engagierten Erläuterung beleuchtete sie die Bedeutung und den Einfluss der verschiedenen Rechtsbereiche auf Beratungsangebote.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion mit dem Thema „Hart und Fair – was muss getan werden für eine gute Beratung?“ diskutierten Vertreter*innen der verschiedenen Träger, eines Ministeriums und ein Vertreter von SelbstBestimmt Leben e.V. aus Bremen über die gegenseitigen Ansprüche und Wünsche.

Das Fazit dieser Veranstaltung kann folgend zusammengefasst werden. Austausch, Vernetzung, Kommunikation auf Augenhöhe und gegenseitige Achtsamkeit wird dringend gewünscht! Die BAR e.V. wird weitere Veranstaltungen und Plattformen zur gegenseitigen Information erarbeiten und anbieten.

Lesermeinungen zu “Tagung der BAR „Beratung der Reha-Träger trifft EUTB“” (1)

Von Behindert_im_System

Zitat:
„Das Fazit dieser Veranstaltung kann folgend zusammengefasst werden. Austausch, Vernetzung, Kommunikation auf Augenhöhe und gegenseitige Achtsamkeit wird dringend gewünscht! Die BAR e.V. wird weitere Veranstaltungen und Plattformen zur gegenseitigen Information erarbeiten und anbieten.“

Wenn dann noch fünf Jahre Förderung dabei herausspringen um als Stimme des Systems zumindest den Geldgebern zu dienen, dann haben nun auch viele verstanden, wie wichtig eine unabhängige Beratung ist und dies nicht zum Nulltarif erreicht werden kann.

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